
CZ über Gefängniszeit: Von Doppel-Mörder-Mitbewohner bis Trump-Pardon
ℹKeine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken
Changpeng "CZ" Zhao, der Gründer der Kryptobörse Binance, hat seine viermonatige Haftstrafe als "ziemlich brutal" beschrieben. Nach seiner Verurteilung wegen Verstößen gegen Anti-Geldwäsche-Regeln im Jahr 2023 und einer Haftstrafe im Jahr 2024 wurde Zhao im Oktober 2025 von Präsident Donald Trump begnadigt. Seit seiner Freilassung ist CZ bereits wieder sehr aktiv und widmet sich neuen Projekten.
Die "brutale" Realität hinter Gittern
Zhao schilderte seine Erfahrungen im Gefängnis als "ziemlich brutal". Besonders prägend war die Begegnung mit seinem ersten Zellengenossen. "Mein erster Mitbewohner ist ein Doppelmörder", so Zhao. Dieser habe bereits zwölf Jahre seiner Strafe verbüßt und noch 18 Jahre vor sich, bevor er in ein Gefängnis mit geringerer Sicherheitsstufe verlegt wurde. Trotz der Umstände beschrieb Zhao ihn als "netten Kerl".
Unerwartete Haftstrafe und der erste Tag
Der Binance-Gründer zeigte sich überrascht von seiner Gefängnisstrafe, da er ursprünglich mit Hausarrest gerechnet hatte. Der erste Tag im Gefängnis war laut Zhao "ziemlich brutal". Er beschrieb detailliert die Leibesvisitation, bei der das Gefängnispersonal seinen Mund, seine Zunge und seine Genitalien durchsuchte.
Nach der Haft: Neue Projekte und Regulierungsberatung
Seit seiner Begnadigung ist Changpeng Zhao nach eigenen Angaben "ziemlich beschäftigt". Er arbeitet an einer kostenlosen Bildungsplattform und einer Investmentplattform. Darüber hinaus berät er ein Dutzend Regierungen in Fragen der Krypto-Regulierung. Seine Gefängniserfahrung sei dabei ein "Gesprächsstarter", so Zhao.
Das umstrittene Pardon: Fragen und Spekulationen
Die Begnadigung Zhaos durch Präsident Trump hat bei einigen Beobachtern Fragen aufgeworfen und zu Spekulationen über Trumps Motive geführt. Binance hatte zuvor USD1 beworben, einen Stablecoin, der von World Liberty Financial ausgegeben wird – einem Krypto-Asset-Manager, der von der Trump-Familie unterstützt wird.
Repräsentant Robert Garcia äußerte in einem Brief vom November Bedenken: "Das amerikanische Volk verdient Transparenz darüber, ob die Begnadigungsbefugnis unparteiisch ausgeübt oder von persönlichen finanziellen Interessen beeinflusst wurde." Trump selbst bestritt in einem "60 Minutes"-Interview nach der Begnadigung, Zhao zu kennen.
CZs Sicht auf den Pardon-Prozess
Zhao selbst positionierte sich als unbeteiligt am Pardon-Prozess. Er wisse immer noch nicht, wie der Prozess ablaufe. Seine Motivation für den Antrag auf Begnadigung sei durch Medienberichte entstanden, die über eine mögliche Begnadigung spekulierten. Die Verwaltung sei danach eine "Black Box" gewesen.
"Was die Leute am meisten vorschlugen, ist: Gehen Sie selbst vor Trump", sagte Zhao. Er habe Trump jedoch nie persönlich getroffen. "Ich habe einfach gewartet und gewartet und gewartet, und plötzlich geschah es." Auf die Frage, ob er mit Trump gesprochen habe, antwortete Zhao: "Nein, noch nicht." Das Nächste, was er Trump gekommen sei, war bei der Unterzeichnung von Trumps "Board of Peace" in Davos, wo Zhao etwa 30 bis 40 Fuß vom Präsidenten entfernt im Publikum saß. Er habe nie mit ihm gesprochen oder ihm die Hand geschüttelt.