D-Wave: Gemischte Ergebnisse, aber starkes Wachstum im Quantencomputing

D-Wave: Gemischte Ergebnisse, aber starkes Wachstum im Quantencomputing

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

D-Wave, ein führendes Unternehmen im Bereich Quantencomputing, hat seine Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorgelegt. Trotz eines Rückgangs des Aktienkurses von fast 29 % seit Jahresbeginn und dem Verfehlen der Analystenerwartungen bei Umsatz und Gewinn, zeigen die Zahlen auch vielversprechende Entwicklungen, die Anlass zu Optimismus geben könnten.

D-Wave: Gemischte Quartalsergebnisse mit Lichtblicken

Nach Wochen der Erwartung und inmitten eines Aktienkursrückgangs von fast 29 % seit Jahresbeginn (YTD) hat D-Wave seine Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 veröffentlicht. Die Resultate waren gemischt: Das Unternehmen verfehlte die Analystenerwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn für das letzte Quartal, obwohl es in beiden Kategorien eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (YOY) verzeichnen konnte.

Ein genauerer Blick auf den Bericht offenbart jedoch mehrere positive Aspekte, die Investoren optimistisch stimmen könnten. D-Wave zeigte beeindruckende Verbesserungen in Bereichen wie den Quartalsbuchungen, der Cash-Position sowie dem Umsatz und Bruttogewinn für das Gesamtjahr. Diese Erfolge, kombiniert mit der strategischen Akquisition von Quantum Circuits früher im Jahr und der Neuausrichtung als duales Unternehmen für Gate-Modell- und Annealing-Quantentechnologie, könnten D-Wave als führenden Akteur in diesem Sektor etablieren.

Finanzielle Kennzahlen: Ein genauerer Blick

Die negativen Nachrichten zuerst: D-Waves bereinigter Quartalsverlust von 9 Cent pro Aktie war höher als die von der Wall Street prognostizierten 5 Cent. Der gemeldete Umsatz von 2,75 Millionen US-Dollar für den Berichtszeitraum lag zudem fast 1 Million US-Dollar unter den Erwartungen, obwohl er etwa 22 % höher war als im Vorjahresquartal.

Diese Umsatzentwicklung unterstreicht, dass D-Wave ein spekulatives Investment bleibt. Der Markt für Quantentechnologie ist noch jung, und es gibt derzeit noch nicht viele breit vermarktbare Produkte in diesem Sektor.

Dennoch zeigt der Ergebnisbericht von D-Wave auch viele positive Zeichen. Die Gesamtentwicklung von Gewinn und Umsatz für das Gesamtjahr war sehr stark. Der Umsatz des Unternehmens im Jahr 2025 betrug 24,6 Millionen US-Dollar, ein Anstieg von etwa 179 % gegenüber dem Vorjahr, während der Bruttogewinn im Gesamtjahr um 265 % gegenüber dem Vorjahr verbessert wurde.

Buchungsmomentum und strategische Akquisition

Diese starken Leistungen wurden durch mehrere Faktoren angetrieben, darunter eine deutliche Dynamik bei den Buchungen. Die Buchungen im vierten Quartal erreichten 13,4 Millionen US-Dollar, eine massive Verbesserung von 471 % auf sequenzieller Basis. Noch beeindruckender ist, wie das D-Wave-Management betonte, dass die Buchungen im Januar 2026 bereits über 30 Millionen US-Dollar lagen und damit das Niveau des gesamten Jahres 2025 übertrafen.

Diese Buchungen stammen zwar von einer geringen Anzahl hochkarätiger Verkäufe der Advantage2-Systeme von D-Wave, und das Unternehmen muss noch in der Lage sein, auch kleinere Kunden anzusprechen. Sie zeigen jedoch eine unverkennbare Dynamik in einem Bereich, der einen großen Einfluss auf Umsatz und letztendlich auf die Profitabilität haben könnte. Die Akquisition von Quantum Circuits früher im Jahr ist ebenfalls ein wichtiger strategischer Schritt.

Solide Cash-Position trotz hoher Investitionen

Obwohl D-Wave 550 Millionen US-Dollar in bar und in Aktien für Quantum Circuits bezahlte und durch die Einreichung von Shelf Registrations in Höhe von insgesamt 330 Millionen US-Dollar Anfang des neuen Jahres eine weitere Verwässerung riskierte, verfügt das Unternehmen über eine überraschend starke Cash-Position. Zum Jahresende hatte D-Wave fast 885 Millionen US-Dollar an Barmitteln und marktfähigen Wertpapieren, und dies nach einer Barausgabe von 250 Millionen US-Dollar für die Akquisition.

Das Management hat argumentiert, dass diese Barmittel ausreichen, um D-Waves geplanten Weg zur Profitabilität zu finanzieren. Investoren zeigten sich jedoch skeptisch, was sich im Aktienrückgang seit Jahresbeginn widerspiegelte. Hinzu kommt die Sorge, dass D-Wave in naher Zukunft aggressive F&E-Ausgaben und Go-to-Market-Investitionen plant, was die Buchungen und Umsätze für einige Zeit unregelmäßig gestalten dürfte.

Dennoch könnten Investoren durch D-Waves beträchtliche Barbestände nach all den Aktivitäten der letzten Monate beruhigt sein. Dies sollte Stabilität bieten, während das Unternehmen auf die schwer fassbare Profitabilität hinarbeitet, obwohl abzuwarten bleibt, ob dies ausreicht, um D-Wave durch eine voraussichtlich investitionsintensive Phase zu tragen.

Marktreaktion und Analystenmeinungen

Die D-Wave-Aktien stiegen in den Stunden unmittelbar nach der Ergebnisveröffentlichung über 21,30 US-Dollar, pendelten sich danach jedoch unter 20 US-Dollar ein. Insgesamt liegt der Aktienkurs seit Jahresbeginn immer noch deutlich im Minus, ist aber nach einer massiven Rallye im Jahr 2025 in den letzten 12 Monaten um etwa 224 % gestiegen.

Analysten scheinen D-Wave weiterhin zu favorisieren und vergeben eine "Moderate Buy"-Bewertung, basierend auf 14 "Kaufen", 1 "Verkaufen" und 1 "Halten". Der erste Analyst, der nach dem jüngsten Ergebnisbericht eine Rating-Anpassung vornahm, war Needham & Co., die ihre "Buy"-Bewertung beibehielten, das Kursziel der Aktie jedoch um 8 US-Dollar auf 40 US-Dollar senkten. Dennoch hat QBTS ein Konsens-Kursziel von 37,64 US-Dollar, was etwa 89 % über dem aktuellen Kurs liegt.