Danish Crown stärkt Export nach Asien mit neuer Schweinefleisch-Anlage

Danish Crown stärkt Export nach Asien mit neuer Schweinefleisch-Anlage

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Der dänische Genossenschaftskonzern Danish Crown treibt seine Pläne zur Erweiterung der Schweinefleischverarbeitung in Dänemark voran. Eine neue Anlage in Vejen soll die Kapazitäten deutlich erhöhen und rund 100 Arbeitsplätze schaffen. Ziel ist es, die steigende Schweinefleischproduktion der Landwirte zu verarbeiten und den Export, insbesondere in attraktive asiatische Märkte, zu stärken.

Strategische Kapazitätserweiterung in Vejen

Danish Crown, mit Hauptsitz in Randers, reagiert mit der Investition auf das gestiegene Angebot an Schweinen von seinen Landwirten, was einen erhöhten Bedarf an Zerlegekapazitäten zur Folge hat. Die zusätzliche Produktionsleistung des Standorts Vejen ist für den Export als Fertigprodukte in "attraktive Märkte" vorgesehen, zu denen auch Destinationen in Asien zählen. Gleichzeitig sollen frische Produkte für den europäischen Markt bereitgestellt werden.

Das Unternehmen plant, in der neuen Einrichtung rund 100 Arbeitsplätze zu schaffen. Niels Ulrich Duedahl, Group CEO von Danish Crown, äußerte sich dazu: „Es ist fantastisch, dass wir jetzt mehr Mitarbeiter einstellen. Dies ist das Ergebnis, dass wir wieder mehr Schlachtschweine erhalten, was einen Bedarf an mehr Händen schafft.“

Fokus auf Export und Effizienz

Die Entscheidung, die Produktion in Dänemark zu erweitern, ermöglicht Danish Crown eine hohe Flexibilität. Duedahl betonte: „Indem wir dies in Dänemark tun, können wir die Produkte frisch in Europa verkaufen und sie auch gefroren an Kunden auf der ganzen Welt exportieren, und es ist genau diese Flexibilität, die wir priorisiert haben.“

Die neue Anlage in Vejen soll wöchentlich etwa 60.000 Schweinevorderteile zerlegen. Die Rohware für die Anlage wird von den Danish Crown Schlachthöfen in Horsens, Herning, Rønne und Blans bei Sønderborg bezogen. Dies entlastet die bestehenden Werke und verbessert den gesamten Produktionsfluss im Netzwerk.

Optimierung der Produktionsabläufe

Jesper Sørensen, SVP Produktion bei Danish Crown Industry, erklärte die Notwendigkeit der Erweiterung: „In den letzten Monaten haben wir die Zerlegekapazitäten in unseren dänischen Schlachthöfen voll ausgelastet, weshalb wir expandieren müssen.“ Durch die Spezialisierung der Produktion in Vejen erwartet das Unternehmen eine sehr hohe Effizienz und eine Reduzierung der Komplexität in den Schlachthöfen, was deren Betrieb ebenfalls effizienter gestaltet.

Die neue Fabrik wird in einem Teil der rund 14.000 Quadratmeter großen Gebäude eingerichtet, die Danish Crown im Jahr 2023 erworben hat. Die Räumlichkeiten sind bereits für die Lebensmittelproduktion ausgelegt, erfordern jedoch eine geringfügige Renovierung und Modernisierung. Die geografische Lage in Vejen wird als ideal im Verhältnis zu den drei jütländischen Schlachthöfen und als vorteilhaft für die Gewinnung qualifizierter Arbeitskräfte angesehen.

Zeitplan und Genehmigungen

Danish Crown hat den Prozess zur Beantragung der erforderlichen behördlichen Genehmigungen bereits eingeleitet. Es wird erwartet, dass diese bis Ende des ersten Quartals 2026 vorliegen. Die Aufnahme des Betriebs in der Vejen-Anlage ist für den 1. Oktober 2026 geplant, wobei die Produktion im Zweischichtbetrieb erfolgen soll.

Langfristige Wettbewerbsfähigkeit

Diese Investition folgt einer internen Reorganisation bei Danish Crown, die im April letzten Jahres angekündigt wurde. Dabei wurde das Kerngeschäft in drei separate Divisionen aufgeteilt: Danish Crown Industry, Danish Crown Foods und Danish Crown UK. Die Erweiterung der Verarbeitungskapazitäten in Dänemark unterstreicht das Engagement des Genossenschaftsunternehmens, mehr Verarbeitungsaktivitäten im eigenen Land zu halten.

Für Lebensmittelhersteller, Verarbeiter und internationale Einkäufer signalisiert die neue Anlage in Vejen eine größere Verfügbarkeit dänischer Schweinefleisch-Rohstoffe und eine verbesserte Lieferstabilität. Dies kommt zu einer Zeit, in der die globale Nachfrage nach hochwertigem Schweinefleisch robust bleibt. Die Investition ist ein Beispiel für Danish Crowns Strategie, die heimische Verarbeitungskapazität zu stärken, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit sowohl im europäischen Einzelhandel als auch auf den asiatischen Exportmärkten zu sichern.

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