Day Job: Wie eine Kreativagentur das Tech-Branding im Silicon Valley revolutioniert

Day Job: Wie eine Kreativagentur das Tech-Branding im Silicon Valley revolutioniert

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Die in Los Angeles ansässige Kreativagentur Day Job hat sich schnell zu einem wichtigen Akteur im Tech-Sektor entwickelt. Sie hilft Startups und Risikokapitalfirmen, ihre Markenidentität zu schärfen und sich in einem zunehmend überfüllten Markt abzuheben. Ein Paradebeispiel für ihren Erfolg ist die Neugestaltung des Podcasts "Technology Business Programming Network" (TBPN), der dadurch eine bemerkenswerte Präsenz erlangte.

Day Job: Die neue Kreativkraft im Silicon Valley

Day Job, 2018 von Rion Harmon und Spen Madsen gegründet, ist eine bootstrapped Agentur mit einem Team von rund 20 Mitarbeitern, verteilt auf Standorte in LA, New York, Portland und Europa. Die Agentur bietet eine breite Palette von Dienstleistungen an, von der Markenfindung in den frühesten Phasen – einschließlich der Namensgebung für Unternehmen – bis hin zur Feinabstimmung von Produkt- und Kreativdesign oder der Durchführung von Werbekampagnen. In diesem Jahr konnte Day Job seinen Umsatz und die Mitarbeiterzahl verdoppeln, was die wachsende Nachfrage nach ihren kreativen Lösungen unterstreicht.

TBPN: Ein Podcast macht Furore mit einzigartigem Branding

Der 2024 gestartete Podcast TBPN, moderiert von John Coogan und Jordi Hays, hat sich zu einer zentralen Plattform für namhafte Big Tech-Gäste wie Mark Zuckerberg von Meta, Alex Karp von Palantir und Palmer Luckey von Anduril entwickelt. Berichten der New York Times und des Wall Street Journal zufolge erwartet das Medienunternehmen in diesem Jahr einen Umsatz von 5 Millionen US-Dollar. Day Job war maßgeblich an der Neugestaltung des Podcasts beteiligt, der ursprünglich "Technology Brothers Podcast" hieß.

Rion Harmon beschrieb die Vision für TBPNs Branding als eine "Kakophonie von Logos", die an Formel-1-Rennwagen erinnert, kombiniert mit einem "Country Club"-Waldgrün und einem VHS-Visualeffekt. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Nachrichtensender und Sportkanal. Harmon erklärte: "Es fühlt sich nicht wie eine steife, normale Art von Journalismus an. Es fühlt sich lebendiger an. Es fühlt sich dynamisch an. Wir haben versucht, ihre Energie einzufangen." Jordi Hays lobte Day Jobs Fähigkeit, "vier oder fünf verschiedene Markenrichtungen zu entwickeln, die alle praktikabel und auf unterschiedliche Weise gerechtfertigt sind."

Von Konsumgütern zu Tech-Giganten: Day Jobs vielseitiges Portfolio

Obwohl Day Jobs Wurzeln im Bereich der Konsumgüter (CPG) liegen – mit Kunden wie den Millennial-orientierten CBD-Getränken Recess oder der Chili-Crisp-Sauce Fly By Jing – wenden sich immer mehr Tech-Kunden der Kreativagentur zu. Day Job half beispielsweise bei der Namensgebung und der Erstellung riesiger Werbetafeln für die virale Proteinriegelmarke David. Rion Harmon arbeitete zudem an Coogans Zyn-Konkurrenten Excel.

Zu den jüngsten Tech-Kunden zählen die Early-Stage-VC-Firma Patron, die Day Job für ein Rebranding und die Überarbeitung ihrer Website beauftragte, sowie das von Andreessen Horowitz unterstützte KI-Startup Stuut. Auch für das Kundenservice-Startup Bland AI und die Krypto-Börse Gemini entwickelte die Agentur Werbekampagnen.

Warum Tech-Marken jetzt auf kreatives Branding setzen

Im Tech-Sektor herrscht oft eine "Sucht nach homogenen Designentscheidungen", wie Amber Atherton von Patron feststellt. Viele Websites und Interfaces ähneln sich, was es schwierig macht, sich abzuheben. Harmon betont, dass "Tech an einem interessanten Punkt ist, wo die Marke wichtiger wird", da im "so viel Lärm" herrscht und man "herausfinden muss, wie man auf tiefgründigere Weise mit dem Konsumenten spricht."

Besonders KI-Startups stehen vor einer Herausforderung, da "KI irgendwie ein Branding-Problem hat", so Harmon. Day Job arbeitete mit Stuut, das KI zur Zahlungsabwicklung nutzt, um diesem Narrativ entgegenzuwirken und das Produkt als unterhaltsames Werkzeug darzustellen. Stuut's Maskottchen, eine Cartoon-Figur, die von alten Stechuhren inspiriert ist, frisst Rechnungen und "gibt einem einen kleinen Kuss", wenn man zum Ende der Website scrollt. Harmon erklärt: "Das ist keine beängstigende Tech-Sache. Es hilft Ihnen, Ihre Arbeit zu erledigen, damit Sie um fünf Uhr nach Hause gehen können, um Zeit mit Ihrer Familie zu verbringen und zum Fußballspiel Ihrer Kinder zu gehen."

Die Rolle der Kreativität im Zeitalter der KI

Jordi Hays merkt an, dass es "noch nie einfacher war, kreative Assets zu generieren", da jeder ChatGPT oder Nano Banana nutzen kann, um eine Website zu erstellen. Dennoch, so Hays, "schafft KI mehr Nachfrage denn je" nach kreativen Köpfen, die "anders denken" und "den Lärm durchbrechen" können.

Rion Harmon sieht darin eine Bestätigung für die Zukunft von Kreativagenturen. Er ist überzeugt, dass "keine KI Ihnen sagen wird, Ihre Proteinmarke David zu nennen." Während KI gut darin ist, Dinge zu reproduzieren, die bereits existieren, ist sie nicht in der Lage, "herauszufinden, was als Nächstes kommt." Marken lernen, dass nicht jede KI ihnen hilft, relevant zu bleiben oder die Gunst der Verbraucher zu gewinnen, was die einzigartige Wertschöpfung menschlicher Kreativität unterstreicht.

Erwähnte Persönlichkeiten