
DeepMind CEO: AGI hinkt menschlicher Intelligenz in drei Bereichen hinterher
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Demis Hassabis, CEO von Google DeepMind, hat kürzlich auf einem KI-Gipfel in Neu-Delhi dargelegt, dass Künstliche Allgemeine Intelligenz (AGI) noch erhebliche Lücken im Vergleich zur menschlichen Intelligenz aufweist. Er identifizierte drei Schlüsselbereiche, in denen aktuelle AGI-Systeme noch nicht das Niveau echter Intelligenz erreichen.
AGI: Noch nicht auf menschlichem Niveau
Auf die Frage, ob aktuelle AGI-Systeme bereits menschlicher Intelligenz entsprechen, antwortete Demis Hassabis kurz und prägnant: "Ich glaube nicht, dass wir schon so weit sind." Künstliche Allgemeine Intelligenz (AGI) wird als eine hypothetische Form maschineller Intelligenz definiert, die in der Lage ist, wie Menschen zu denken und Probleme mit Methoden zu lösen, für die sie nicht explizit trainiert wurde.
Drei Kernbereiche der Defizite
Hassabis nannte drei spezifische Bereiche, in denen die aktuellen AGI-Systeme noch Mängel aufweisen:
- Kontinuierliches Lernen: Die Systeme sind derzeit auf das Training "eingefroren", das sie vor ihrer Implementierung erhalten haben. Hassabis betonte, dass man sich wünschen würde, dass diese Systeme "kontinuierlich online aus Erfahrungen lernen, aus dem Kontext, in dem sie sich befinden, und sich vielleicht an die Situation und die Aufgaben anpassen, die man für sie hat."
- Langfristiges Denken: Aktuelle KI-Systeme können zwar kurzfristig planen, aber nicht über Jahre hinweg, wie es Menschen können. Diese Fähigkeit zur langfristigen Planung fehlt ihnen derzeit.
- Konsistenz: Hassabis beschrieb eine "Unebenheit" in der Leistung der Systeme. Sie können in einigen Bereichen hervorragend sein, in anderen jedoch ungeschickt. Als Beispiel nannte er, dass heutige Systeme Goldmedaillen bei der Internationalen Mathematik-Olympiade gewinnen können, aber manchmal Fehler bei elementaren Mathematikaufgaben machen, wenn die Frage auf eine bestimmte Weise gestellt wird. Eine wahre allgemeine Intelligenz sollte diese Art von Inkonsistenz nicht aufweisen, da ein menschlicher Mathematikexperte keine Fehler bei einer einfachen Aufgabe machen würde.
DeepMind, Hassabis und die Zukunft der KI
Demis Hassabis prognostizierte bereits letztes Jahr in einem "60 Minutes"-Interview, dass eine echte AGI innerhalb von fünf bis zehn Jahren eintreffen könnte. Hassabis ist Mitbegründer von DeepMind, einem KI-Forschungslabor, das 2010 gegründet und 2014 von Google übernommen wurde. DeepMind ist die treibende Kraft hinter Googles Gemini. Im Jahr 2024 erhielt Hassabis einen gemeinsamen Nobelpreis für Chemie für seine Arbeit an der Proteinstrukturvorhersage.
Debatte um die Definition von AGI
Das Thema AGI ist in Silicon Valley umstritten. Während Hassabis noch Lücken sieht, vertrat Databricks CEO Ali Ghodsi auf einer Konferenz im September die Ansicht, dass aktuelle KI-Chatbots bereits die Definition von AGI erfüllen. Er meinte, dass führende Köpfe im Silicon Valley die "Messlatte immer höher legen" und stattdessen eine Superintelligenz anstreben, also eine KI, die den Menschen übertreffen kann. Der KI-Gipfel in Indien, der von Montag bis Freitag dieser Woche stattfand, zog zahlreiche Größen aus der Tech- und KI-Branche an, darunter OpenAI CEO Sam Altman, Anthropic CEO Dario Amodei, Google CEO Sundar Pichai und Metas Chief AI Officer Alexandr Wang.