
Dell-Spende: Milliarden für "Trump Accounts" und Kinder-Investitionen
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Michael und Susan Dell haben eine historische Spende von 6,25 Milliarden US-Dollar angekündigt, um Investitionskonten für rund 25 Millionen amerikanische Kinder zu finanzieren. Diese Initiative geht Hand in Hand mit einem neuen Bundesprogramm, das steuerbegünstigte Anlagekonten, die sogenannten "Trump Accounts", für Kinder einführt und soll Familien von Anfang an unterstützen und zum Sparen anregen.
Eine historische Spende für Amerikas Kinder
Die Zusage von Michael Dell, dem Chairman und CEO von Dell Technologies, und seiner Frau Susan Dell ist die größte Spende, die jemals amerikanischen Kindern gewidmet wurde, wie die gemeinnützige Organisation Invest America berichtet. Michael Dell, der am 27. Februar 2024 auf dem Mobile World Congress in Barcelona sprach, erklärte in einem Interview, dass das Programm darauf abzielt, Familien zu unterstützen und sie zum Sparen zu ermutigen, während ihre Kinder aufwachsen. Er betonte: "Wir wissen, dass Kinder, wenn sie solche Konten haben, viel eher die High School und das College abschließen, ein Haus kaufen, ein Unternehmen gründen und seltener inhaftiert werden."
Die Dells haben sich verpflichtet, die sogenannten Trump Accounts mit 250 US-Dollar für Kinder unter zehn Jahren zu bestücken, die vor dem 1. Januar 2025 geboren wurden. Diese Mittel sind für 25 Millionen Kinder in Postleitzahlengebieten mit einem Medianeinkommen von 150.000 US-Dollar oder weniger vorgesehen. Michael Dell äußerte dazu: "Wir wollen den Kindern helfen, die nicht Teil des Regierungsprogramms waren."
Das Konzept der "Trump Accounts"
Die Spende der Dells ergänzt ein neues Bundesprogramm, das es Eltern ermöglicht, steuerbegünstigte Anlagekonten für Kinder unter 18 Jahren mit Sozialversicherungsnummern zu eröffnen. Im Rahmen dieses Bundesprogramms erhalten US-Bürger, die von Anfang 2025 bis 2028 geboren werden, einen Bundeszuschuss von 1.000 US-Dollar als Startkapital für diese "Trump Accounts". Eltern können diese Konten ab dem 4. Juli 2026 eröffnen und Beiträge einzahlen, wobei die Richtlinien der IRS noch ausstehen.
Die Idee für die Finanzierung von Anlagekonten für Kinder entstand um 2021, als Michael Dell von dem Hedgefondsmanager Brad Gerstner darauf aufmerksam gemacht wurde. Gerstner, CEO von Altimeter Capital, gründete später Invest America, eine Organisation, die sich für die Aufnahme des Programms in den "One Big Beautiful Bill Act" einsetzte.
Investitionsstrategie und Anreize
Die "Trump Accounts" dürfen ausschließlich in kostengünstige, diversifizierte Fonds investieren, die einen US-Aktienindex abbilden. Brad Gerstner betonte, dass diese Konten und Zuschüsse amerikanischen Kindern die Möglichkeit geben, schon früh vom Wachstum des US-Aktienmarktes zu profitieren. Er merkte an, dass die Startgelder – sei es die 250 US-Dollar der Dells oder die 1.000 US-Dollar Bundeszuschuss – allein nicht zu einer substanziellen Summe anwachsen werden, aber Eltern dazu ermutigen sollen, eigene Mittel hinzuzufügen.
Die Gesetzgebung vereinfacht es Unternehmen und Philanthropen, wohltätige Beiträge in großem Umfang zu leisten. Dell Technologies hat zugesagt, die 1.000 US-Dollar Bundeszuschüsse, die vom US-Finanzministerium auf die Konten eingezahlt werden, für neue Kinder von Mitarbeitern zu verdoppeln. Eltern müssen lediglich ein "Trump Account" eröffnen, um automatisch einen Zuschuss der Michael & Susan Dell Foundation zu erhalten. Michael Dell kommentierte: "Es wäre unpraktisch oder vielleicht sogar unmöglich gewesen, so viele Kinder auf diese Weise ohne ein solches Programm zu beeinflussen." Ein ähnliches Präzedenzfall ist die Stiftung des Schuhmilliardärs Harold Alfond, die jedem in Maine geborenen Kind einen Bildungszuschuss von 500 US-Dollar gewährt.
Politischer Kontext des Namens
Die Bezeichnung "Trump Accounts" für diese neuen Anlagekonten ist im Kontext eines Bundesprogramms entstanden. Der Name fällt in eine Zeit, in der die Agenda von Präsident Donald Trump weiterhin ein zentrales Thema in der amerikanischen Politik ist. Beispielsweise wird in Tennessee's 7. Bezirk eine Sonderwahl als wichtiger Test für die Haltung der Wähler zur Agenda von Präsident Donald Trump und der Reaktion der Demokraten angesehen, weniger als ein Jahr vor den Zwischenwahlen.