
Delta Air Lines stoppt Kongress-Privilegien wegen TSA-Engpässen
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Delta Air Lines hat am Dienstag angekündigt, spezielle Flughafendienste für Mitglieder des US-Kongresses und deren Mitarbeiter vorübergehend auszusetzen. Diese Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf die anhaltenden Ressourcenengpässe, die durch den teilweisen Regierungsstillstand und den daraus resultierenden Personalmangel bei der Transportation Security Administration (TSA) verursacht werden. Die Fluggesellschaft priorisiert nun die Sicherheit ihrer Mitarbeiter und Kunden in einem zunehmend schwierigen Umfeld.
Delta setzt Sonderleistungen für Kongress aus
Zu den vorübergehend eingestellten Premium-Angeboten gehören Terminal-Begleitdienste, die Sicherheitskontrollen beschleunigen, sowie die "Red Coat"-Kundenbetreuung. Ein Sprecher von Delta Air Lines erklärte, dass die Maßnahme aufgrund der Auswirkungen des langwierigen Regierungsstillstands auf die Ressourcen notwendig sei. Die Priorität für solche Dienstleistungen wird künftig durch den SkyMiles-Status der Reisenden bestimmt und nicht mehr durch ihre Regierungsrolle.
Trotz der Aussetzung dieser speziellen Flughafendienste bleibt der dedizierte Capital Desk von Delta für Reisen des Kongresses weiterhin in Betrieb. Diese Anlaufstelle dient weiterhin der Koordination von Flugreisen für Regierungsmitglieder.
Hintergrund: Der Regierungsstillstand und seine Folgen für die TSA
Die Entscheidung von Delta Air Lines erfolgt vor dem Hintergrund eines anhaltenden teilweisen Regierungsstillstands des Department of Homeland Security (DHS). Dieser Stillstand führt dazu, dass Mitarbeiter der Transportation Security Administration (TSA) unbezahlt bleiben; viele TSA-Mitarbeiter erhielten Mitte März einen Gehaltsscheck von 0 US-Dollar. Infolgedessen haben sich viele Mitarbeiter krankgemeldet.
Aktualisierte DHS-Daten zeigten, dass an mehreren Tagen der vergangenen Woche bis zu 10 % aller TSA-Agenten fehlten, wobei die Abwesenheitsraten an einigen Flughäfen durchschnittlich bis zu 20 % betrugen. Dies führte zu erheblichen Wartezeiten an den TSA-Kontrollpunkten, die für Passagiere stundenlang dauern konnten.
Delta-CEO Ed Bastian äußert scharfe Kritik
Ed Bastian, der CEO von Delta Air Lines, äußerte sich am 17. März in einem Interview auf CNBCs "Squawk Box" scharf zur Situation. Er bezeichnete es als "unentschuldbar", dass Sicherheitskräfte an vorderster Front als "politische Schachfiguren" benutzt würden. Bastian betonte die Empörung des Unternehmens über die Situation.
Er rief zu einem sofortigen Handeln auf: "Wenn es hier einen Aufruf zum Handeln gibt – und ich denke, über 90 % der amerikanischen Öffentlichkeit unterstützen die Bezahlung dieser Leute – dann bitten Sie unsere Leute hier in Washington, ihre Arbeit zu tun, unsere Leute zu bezahlen. Sie können es tun." Dies unterstreicht die Dringlichkeit aus Sicht der Fluggesellschaften.
Reaktionen anderer Fluggesellschaften
Andere große US-Fluggesellschaften haben ebenfalls auf die Situation reagiert oder Stellung bezogen. United Airlines teilte Business Insider mit, dass sie derzeit keine Ankündigungen bezüglich Reisevorteilen für den Kongress zu machen hätten. Southwest Airlines erklärte, dass sie sich "der Luftfahrtindustrie anschließt, um den Kongress dringend aufzufordern, die TSA und CBP unverzüglich zu finanzieren."
Frontier Airlines, Spirit Airlines, American Airlines und Alaska Airlines reagierten nicht sofort auf Anfragen zur Stellungnahme. Die Branche scheint jedoch die Notwendigkeit einer schnellen Lösung für die Finanzierung der Sicherheitsbehörden zu betonen, um weitere Beeinträchtigungen des Flugbetriebs zu vermeiden.