Delta CEO Bastian kritisiert DHS-Shutdown scharf: Folgen für Flugverkehr und TSA

Delta CEO Bastian kritisiert DHS-Shutdown scharf: Folgen für Flugverkehr und TSA

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Delta CEO Ed Bastian hat scharfe Kritik an der US-Politik geübt und die Gesetzgeber für einen "Mangel an Führung" im Zusammenhang mit der Finanzierung des Department of Homeland Security (DHS) verantwortlich gemacht. Die anhaltende Blockade führte zu stundenlangen Wartezeiten an Sicherheitskontrollen und unbezahlten TSA-Mitarbeitern, was den Flugbetrieb erheblich beeinträchtigte.

Kritik an der Politik: "Mangel an Führung"

Bastian äußerte sich in einem Interview mit "The Claman Countdown" auf FOX Business und bezeichnete die Situation als "Chaos". Er betonte, dass man "jenseits der Frustration über den Mangel an Führung, der aus dem Kongress kommt", sei. Der CEO von Delta, der größten Fluggesellschaft der Welt nach Marktkapitalisierung, zeigte sich auch gegenüber CNBC "empört" und forderte die Vertreter in Washington, D.C., auf, "ihren Job zu machen". Er kritisierte, dass Sicherheitskräfte als "politische Spielbälle" missbraucht würden.

Präsident Donald Trump unterzeichnete am Freitag eine Exekutivverordnung, um die TSA-Agenten zu bezahlen, die seit dem 14. Februar ohne Gehalt waren. Die Nachzahlungen begannen am Montag. Bastian begrüßte dies mit den Worten: "Gott sei Dank hat der Präsident eine Notverordnung erlassen, um sicherzustellen, dass die TSA-Mitarbeiter bezahlt werden." Er nannte die gesamte Situation eine "Farce".

Auswirkungen auf den Flugbetrieb und TSA-Mitarbeiter

Die Nichtzahlung der TSA-Mitarbeiter führte zu erheblichen Störungen. Hunderte von TSA-Agenten kündigten, und viele meldeten sich krank, nachdem ihre Gehälter über einen Monat lang ausblieben. Infolgedessen wurden über 1.000 Flüge gestrichen und 4.200 weitere verspätet, wie PBS News unter Berufung auf FlightAware berichtete. An großen US-Flughäfen, darunter Deltas Hauptdrehkreuz Hartsfield-Jackson in Atlanta, bildeten sich lange Warteschlangen, und Reisenden wurde geraten, drei Stunden vor Abflug einzutreffen.

Bastian lobte die Hingabe der Agenten und äußerte die Hoffnung, dass sich eine solche Situation nicht wiederholen werde, nachdem es innerhalb weniger als eines Jahres bereits zwei Shutdowns gegeben hatte. Er betonte die "enormen Opfer", die die Mitarbeiter für die Sicherheit des Transportsystems erbrächten. Seit Trumps Anordnung seien die Agenten zur Arbeit zurückgekehrt, und die Warteschlangen würden sich "über das vergangene Wochenende" auflösen.

Delta setzt Privilegien für Kongressabgeordnete aus

Als Reaktion auf die Situation setzte Delta Airlines die Reisevergünstigungen für Mitglieder des Kongresses aus. Dazu gehörte der Flughafen-Begleitservice, den die Gesetzgeber normalerweise erhalten hätten. Bastian erklärte die Maßnahme damit, dass die Abgeordneten "verstehen sollen, was sie tun, und sich wie alle anderen anstellen sollen". Die Büros der Abgeordneten wurden im Voraus informiert.

Die Aussetzung der Privilegien wird mindestens so lange andauern, "bis alles wieder normal läuft und die Mitarbeiter bezahlt werden", so Bastian. Danach werde entschieden, ob die Maßnahme fortgesetzt wird.

Analystenbewertungen und Delta Air Lines im Überblick

Trotz der operativen Herausforderungen sehen Wall-Street-Analysten die Aktie von Delta Air Lines (DAL) positiv. Aktuell empfehlen 18 Analysten die Aktie zum Kauf.

  • UBS erhöhte ihr Kursziel für Delta von 83 auf 84 US-Dollar und behielt die Kaufempfehlung bei (Stand: 23. März 2026). Dies wurde mit gestiegenen Kerosinpreisen begründet, die eine Präferenz für qualitativ hochwertigere Fluggesellschaften wie Delta und United Airlines mit stärkeren Margen schaffen.
  • Citi senkte ihr Kursziel von 87 auf 77 US-Dollar, behielt aber ebenfalls die Kaufempfehlung bei (Stand: 20. März 2026). Die Anpassung erfolgte aufgrund höherer Treibstoffpreise, wobei das Unternehmen jedoch argumentiert, dass der "Treibstoffschock" bei einigen Fluggesellschaften zu einer deutlichen relativen Outperformance führen könnte.

Delta Air Lines, Inc. bietet Linienflugverkehr für Passagiere und Fracht weltweit an. Zu den wichtigsten Drehkreuzen gehören Amsterdam, Atlanta, Bogota, Boston, Detroit, Lima, London-Heathrow, Los Angeles, Mexiko-Stadt, Minneapolis-St. Paul, New York-JFK und LaGuardia, Paris-Charles de Gaulle, Salt Lake City, Santiago (Chile), Sao Paulo, Seattle, Seoul-Incheon und Tokio. Das Unternehmen ist in den Segmenten Airline und Raffinerie tätig, wobei die Raffinerie das Airline-Segment mit Kerosin versorgt.

Blick nach vorn: Forderungen und Appelle

Bastian schloss sich den CEOs anderer US-Fluggesellschaften wie American, Southwest und JetBlue an, die in einem öffentlichen Brief den Kongress aufforderten, "parteiübergreifende Vorschläge" zur Bezahlung von TSA-Agenten, Zollbeamten und Fluglotsen zu unterstützen. Eine Umfrage von AlphaROC im März zeigte, dass 93 % der Amerikaner die Bezahlung von TSA-Agenten während eines Shutdowns befürworten.

Der Delta-CEO betonte die Dringlichkeit der Situation auch im Kontext des "Krieges im Iran", der sich in der dritten Woche befand. Er forderte: "Wir haben einen Krieg. Lasst unsere Leute, die für unsere Sicherheit unerlässlich sind, bezahlt werden." Er bat die Reisenden weiterhin um Geduld und Freundlichkeit gegenüber den Agenten und Mitarbeitern der Fluggesellschaften, während die Auswirkungen des Shutdowns allmählich abklingen.

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