
Demarre Johnson: PwC-Abgang nach viralem "Finest Boys" Magazin-Spread
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Demarre Johnson, ein 23-jähriger Finanzexperte, der kürzlich als einer der "finest boys in finance" in einem vielbeachteten Magazin-Spread auftrat, ist nicht länger Mitarbeiter von PwC. Sein Ausscheiden erfolgte Mitte Februar und steht laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Person nicht im Zusammenhang mit seinem viralen Medienauftritt.
Demarre Johnsons Ausscheiden bei PwC
PwC bestätigte gegenüber Business Insider, dass Demarre Johnson, ein ehemaliger Associate, "nicht länger ein Angestellter ist und das Unternehmen Mitte Februar verlassen hat". Diese Nachricht folgte auf eine Woche intensiver Diskussionen an der Wall Street über Johnsons Medienpräsenz.
Eine mit der Angelegenheit vertraute Person stellte klar, dass Johnsons Weggang nicht mit seinem Auftritt im "Interview" Magazin in Verbindung steht. Der 23-jährige Absolvent des Babson College war bei PwC als Finanzdienstleistungs-Daten- und KI-Berater tätig.
Der virale Auftritt im "Interview" Magazin
Demarre Johnson erlangte letzte Woche große Bekanntheit, nachdem er und drei weitere Junior Banker in einem am 4. März veröffentlichten Fotoshooting des "Interview" Magazins vorgestellt wurden. Die Aufnahmen zeigten die jungen Finanzexperten in Designer-Kleidung von Marken wie Loro Piana, Prada, Celine und Dior, ergänzt durch Rolex- und Hugo Boss-Uhren. Das Shooting fand im Delmonico's, einem traditionsreichen Wall Street Steakhouse, statt.
Johnson, der aufgrund seiner TikTok-Präsenz und Posts über sein Arbeitsleben für den Artikel ausgewählt wurde, sprach mit Business Insider über seine Erwartungen. Er wusste, dass der Artikel Schlagzeilen machen würde, da "Kontroversen sich verkaufen". Seine anfängliche Reaktion war: "Oh, sie werden uns veralbern, weil wir denken, wir wären hübsch." Er fügte hinzu: "Genau das ist passiert."
Die Interviews im Magazin enthüllten Details über die Arbeitszeiten der jungen Banker, ihre teuersten und "dümmsten" Anschaffungen sowie ihre besten Finanztipps. Neben Johnson, der bei PwC arbeitete, waren auch zwei Banker von Goldman Sachs und einer von Barclays an dem Shooting beteiligt.
Die Reaktionen an der Wall Street
Das Fotoshooting löste sofort eine rege Diskussion unter Wall-Street-Insidern aus, die sich in den sozialen Medien über die dargestellten Stereotypen und die gebrochenen inoffiziellen Regeln äußerten. Eine dieser ungeschriebenen Regeln besagt, dass man nicht zu auffällig sein oder seine Vorgesetzten überstrahlen sollte.
Banker spekulierten darüber, ob die Teilnehmer die Genehmigung ihrer Arbeitgeber für den Auftritt vor den Kameras eingeholt hatten. Goldman Sachs erklärte, dass "die Medienabteilung diese Interviews nicht genehmigt hat". Die anderen Firmen äußerten sich zum damaligen Zeitpunkt nicht.
Die Fotos und Interviews wurden von vielen als "cringy" empfunden. Ein Instagram-Post über das Feature sammelte fast 1.500 Kommentare, von denen viele die Publikation oder die Junior-Mitarbeiter verspotteten. Ein Kommentar lautete, sie sähen "aus wie Kinder, die die Anzüge ihrer Väter tragen". Auch auf X (ehemals Twitter) wurden zahlreiche Memes und Fotos des Shootings verbreitet.
Johnsons eigene Einschätzung und Social-Media-Präsenz
Demarre Johnson, der eine lebhafte Social-Media-Präsenz pflegt, äußerte sich am Montag nach der Veröffentlichung des Artikels zu seiner Sorgfalt bei Posts über seinen Job. Er sagte Business Insider: "Wenn ich das milliardenschwere Bankgeschäft aufgebaut hätte, würde ich es hassen, wenn einer meiner Associates das Image meines Unternehmens mit einem Video prägen würde."
Trotz der Kritik repostete Johnson Feedback zu der Story auf seinen sozialen Kanälen, darunter einen Post mit vier weinenden Emojis, in dem er schrieb: "Ich bin viral auf Twitter." Sein Instagram-Profil verzeichnete einen Anstieg der Follower auf 6.265 zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Während andere Teilnehmer des Shootings seit der Veröffentlichung das Rampenlicht gemieden haben, suchte Johnson die Interaktion. Seine Kollegen fanden die ganze Angelegenheit "urkomisch", und Freunde aus der Finanzbranche berichteten, der Artikel sei in Gruppenchats herumgeschickt worden.