Deutsche Börse vertieft Kraken-Partnerschaft mit 200 Mio. $ Investment

Deutsche Börse vertieft Kraken-Partnerschaft mit 200 Mio. $ Investment

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Die Deutsche Börse Group vertieft ihre strategische Partnerschaft mit der Krypto-Handelsplattform Kraken durch eine Investition von 200 Millionen US-Dollar in deren Muttergesellschaft Payward. Diese Transaktion, die über einen sekundären Aktienkauf erfolgte, sichert der Deutschen Börse einen Anteil von 1,5 % an Payward und unterstreicht ihr Engagement für den Ausbau einer hybriden Marktinfrastruktur. Ziel ist es, traditionelle Finanzmärkte und den digitalen Asset-Sektor enger miteinander zu verbinden.

Strategische Investition in Kraken

Die Deutsche Börse Group hat 200 Millionen US-Dollar in Payward, die Muttergesellschaft der Kryptowährungs-Handelsplattform Kraken, investiert. Dies geschah durch den Kauf bestehender Aktien in einer Sekundärtransaktion. Durch diese Investition erwirbt die Deutsche Börse einen vollständig verwässerten Anteil von 1,5 % an Payward.

Laut Bloomberg wird Kraken durch diesen Deal mit rund 13,3 Milliarden US-Dollar bewertet. Die Transaktion ist an übliche Abschlussbedingungen, einschließlich relevanter behördlicher Genehmigungen, geknüpft und wird voraussichtlich im zweiten Quartal dieses Jahres abgeschlossen.

Vertiefung einer bestehenden Partnerschaft

Die aktuelle Investition ist eine Weiterentwicklung einer bereits im vergangenen Dezember angekündigten Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen. Die Deutsche Börse bezeichnet die jüngste Investition als eine "Vertiefung der strategischen Partnerschaft". Ziel ist es, die kombinierten Fähigkeiten zu nutzen, um traditionelle Finanzmärkte mit dem digitalen Asset-Sektor zu verknüpfen.

Thomas Book, Mitglied des Vorstands der Deutschen Börse, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Es ist ein perfekter Partner für uns, um diesen Weg der Schaffung einer vollständig hybriden Marktinfrastruktur weiter zu beschleunigen.“

Eine umfassende hybride Infrastruktur

Die Partnerschaft zielt darauf ab, eine umfassende, hybride Marktinfrastruktur zu entwickeln. Diese soll in der Lage sein, Assets jeglicher technischer Form zu verarbeiten, von traditionellen Wertpapieren bis hin zu Blockchain-nativen Token, innerhalb eines einheitlichen Liquiditätspools.

Das gemeinsame Angebot soll neue Produkte und Dienstleistungen umfassen, die den Handel, die Verwahrung, die Abwicklung, das Sicherheitenmanagement und tokenisierte Assets abdecken. Diese sollen institutionellen Kunden einen reibungslosen Zugang zu beiden Ökosystemen ermöglichen.

Kraks Rolle im digitalen Asset-Markt

Kraken zählt zu den am längsten operierenden Kryptowährungsbörsen. Stand Mai 2025 können Kunden von Kraken über 300 digitale Assets und sechs nationale Währungen handeln. Im Juni letzten Jahres führte Kraken die Peer-to-Peer-Zahlungs-App Krak ein, die grenzüberschreitende Überweisungen in Fiat-Währung und Krypto unterstützt.

Das Kryptowährungshandelsgeschäft ist der größte Bereich im digitalen Asset-Sektor und generiert jährlich über 100 Milliarden US-Dollar an Gebühren aus Spot- und Derivategeschäften. Dies ist das Hundertfache des Volumens im Stablecoin-Zahlungsgeschäft. Kraken wird als eines der größten und profitabelsten Spot-Geschäfte in diesem Bereich angesehen.

Finanzielle Stärke und Expansion von Kraken

Kraken verzeichnete in den letzten Jahren ein starkes Wachstum. Das Unternehmen erzielte 2024 einen Umsatz von 1,6 Milliarden US-Dollar und ein EBITDA von 429 Millionen US-Dollar. Im Jahr 2025 stiegen diese Zahlen auf 2,2 Milliarden US-Dollar Umsatz und 531 Millionen US-Dollar EBITDA.

Kraken treibt zudem seine Expansion in die traditionelle Finanzwelt voran. Das Unternehmen ermöglicht Nutzern den Handel mit Aktien, Anleihen und anderen Assets und positioniert seine mobile Geld-App Krak als "primäres Konto für alles". Im Jahr 2025 tätigte Kraken fünf Akquisitionen, darunter die Futures-Handelsplattform NinjaTrade für 1,5 Milliarden US-Dollar und die Token-Management-Plattform Magna.

Brückenschlag zwischen TradFi und Krypto

Die Zusammenarbeit zwischen Deutscher Börse und Kraken zielt darauf ab, die Barrieren zwischen traditionellen Finanzmärkten (TradFi) und der digitalen Asset-Ökonomie abzubauen. Kraken integriert sich direkt mit 360T, einer Tochtergesellschaft der Deutsche Börse Group und einem der weltweit größten Devisenhandelsplätze, um Kunden Zugang zu deren Liquiditätspools zu verschaffen.

Darüber hinaus arbeiten die beiden Firmen an der Integration von Kraks xStocks-Produkt – tokenisierten Darstellungen von US-Aktien und ETFs – in das Ökosystem des Frankfurter Fintech-Unternehmens 360X. Diese Initiativen unterstreichen das Bestreben, einen nahtlosen Fluss von Geldern über beide Ökosysteme hinweg zu ermöglichen.

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