DHS kritisiert Hilton wegen ICE-Reservierungen: Ein Blick auf das Franchise-Modell

DHS kritisiert Hilton wegen ICE-Reservierungen: Ein Blick auf das Franchise-Modell

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Das Department of Homeland Security (DHS) hat Hilton Hotels öffentlich kritisiert, nachdem Reservierungen von ICE-Agenten in einem Hampton Inn in Minnesota storniert wurden. Hilton weist die Vorwürfe einer koordinierten Kampagne zurück und betont, dass das betroffene Hotel unabhängig betrieben wird und die Handlungen nicht den Unternehmenswerten entsprechen. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf das komplexe Franchise-Modell großer Hotelketten.

DHS-Vorwürfe gegen Hilton

Am 5. Januar 2026 erhob das Department of Homeland Security (DHS) schwere Vorwürfe gegen Hilton Hotels. Über die Plattform X behauptete das DHS, Hilton habe eine "koordinierte Kampagne" in Minneapolis gestartet, um Bundesbeamten des DHS und der Immigration and Customs Enforcement (ICE) den Dienst zu verweigern. Das DHS teilte Screenshots von E-Mails, die Stornierungen von Hotelreservierungen für DHS- und ICE-Agenten zeigten.

Ein Screenshot zeigte eine E-Mail des Hampton Inn in Lakeville, südlich von Minneapolis, mit der Aussage: "wir erlauben keinen ICE- oder Einwanderungsagenten, in unserem Hotel zu übernachten." Weiter hieß es: "Wenn Sie vom DHS oder der Einwanderungsbehörde sind, lassen Sie es uns wissen, da wir Ihre Reservierung stornieren müssen." Eine andere E-Mail erwähnte, dass nach einer Online-Recherche Informationen über Einwanderungsarbeit gefunden wurden, was zur Stornierung führte. Das DHS bezeichnete dies als "inakzeptabel" und fragte, warum Hilton die Mission der DHS-Strafverfolgung untergrabe.

Die Reaktion von Hilton

Hilton reagierte umgehend auf die Anschuldigungen und stellte klar, dass das Hampton Inn in Lakeville, Minnesota, nicht im Besitz von Hilton ist und auch nicht von Hilton betrieben wird. In einer Erklärung gegenüber Business Insider betonte Hilton: "Dieses Hotel ist unabhängig im Besitz und wird unabhängig betrieben, und diese Handlungen spiegeln nicht die Werte von Hilton wider." Das Unternehmen gab an, in direktem Kontakt mit dem Hotel zu stehen.

Das Hotel habe sich für die Handlungen seines Teams entschuldigt, die nicht im Einklang mit den eigenen Richtlinien standen. Hilton versicherte, dass sofortige Maßnahmen ergriffen wurden, um die Angelegenheit zu klären und betroffene Gäste zu kontaktieren, um deren Unterbringung sicherzustellen. Hiltons Position sei eindeutig: "Unsere Häuser stehen jedem offen und wir tolerieren keinerlei Diskriminierung." Auch Everpeak Hospitality, der Eigentümer des Hotels, entschuldigte sich und erklärte, der Vorfall sei "inkonsistent mit unserer Politik, ein einladender Ort für alle zu sein."

Das Franchise-Modell von Hilton

Der Vorfall verdeutlicht die komplexe Eigentümer- und Betriebsstruktur großer globaler Hotelketten wie Hilton. Hilton besitzt die meisten seiner unter der Marke Hilton geführten Hotels nicht selbst. Stattdessen werden die meisten Hotels als Franchisebetriebe geführt, was bedeutet, dass sie unabhängig im Besitz sind und betrieben werden.

Alternativ können Hotels auch im Besitz eines Drittanbieters sein und von Hilton betrieben werden. Diese Struktur ermöglicht es Hilton, seine Marke weltweit zu verbreiten, während die tägliche Betriebsführung und die damit verbundenen Entscheidungen oft bei den unabhängigen Eigentümern oder Betreibern liegen.

Eigentümerstruktur von Hilton

Hilton ist ein börsennotiertes Unternehmen, dessen Eigentümer seine Aktionäre sind. Laut dem Proxy Statement des Unternehmens für 2025 sind die größten bekannten Aktionäre The Vanguard Group und BlackRock. The Vanguard Group hält 10,6 % der Stammaktien von Hilton, während BlackRock 8,5 % besitzt. Diese institutionellen Investoren sind typische Großaktionäre von global agierenden Unternehmen.