DHS setzt TSA PreCheck & Global Entry aus: Reisechaos droht

DHS setzt TSA PreCheck & Global Entry aus: Reisechaos droht

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Das US-Heimatschutzministerium (DHS) hat am Sonntag die Sicherheitsprogramme TSA PreCheck und Global Entry ausgesetzt. Diese Maßnahme, die auf eine teilweise Regierungsschließung zurückzuführen ist, fällt mit einem massiven Wintersturm zusammen, der den Flugverkehr im Nordosten der USA für Tage lahmlegen könnte. Die Reisebranche äußert scharfe Kritik und befürchtet erhebliche wirtschaftliche Folgen.

Aussetzung von TSA PreCheck und Global Entry

Die Aussetzung der Programme TSA PreCheck und Global Entry trat am Sonntag um 6 Uhr ET in Kraft. DHS-Sekretärin Kristi Noem erklärte in einer Stellungnahme, dass die TSA und CBP (Customs and Border Protection) die allgemeine reisende Bevölkerung an Flughäfen und Einreisestellen priorisieren und "Höflichkeits- und Sonderprivilegien-Eskorten" aussetzen.

TSA PreCheck ermöglicht zugelassenen Passagieren eine schnellere Sicherheitskontrolle an über 200 US-Flughäfen und soll Wartezeiten reduzieren. Das Programm zählt über 20 Millionen aktive Mitglieder und machte im August 2025 laut einem TSA-Sprecher 34 Prozent der an den Kontrollpunkten überprüften Passagiere aus. Global Entry beschleunigt die US-Zoll- und Einwanderungsabfertigung für vorab genehmigte, risikoarme internationale Reisende bei der Einreise in die USA.

Hintergrund: Die Regierungsschließung

Die teilweise Regierungsschließung begann am 14. Februar, nachdem es den Kongressabgeordneten nicht gelungen war, eine Einigung über die Finanzierung des DHS zu erzielen. Demokraten fordern Änderungen an den Einwanderungsoperationen, die Kern der aggressiven Massenabschiebekampagne von Donald Trump sind.

Die Entscheidung zur Aussetzung der Sicherheitsprogramme wurde auch vom Hausausschuss für Innere Sicherheit kritisiert. Die DHS-Sekretärin Kristi Noem betonte, dass "Schließungen ernsthafte reale Konsequenzen haben".

Auswirkungen auf den Reiseverkehr und die Wirtschaft

Die Aussetzung der Programme kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da sich der Nordosten der USA auf einen massiven Wintersturm vorbereitet, der den Flugverkehr erheblich stören könnte. Fluggesellschaften haben bereits über 6.000 Flüge bis Montag gestrichen und auf Stornierungs- und Umbuchungsgebühren für Flughäfen von Virginia bis Maine verzichtet.

Die Reisebranche reagierte empört auf die Entscheidung. Chris Sununu, CEO von Airlines for America, einer Gruppe, die große Fluggesellschaften wie American Airlines, Delta Air Lines, Southwest Airlines und United Airlines vertritt, äußerte tiefe Besorgnis. Er sagte: "A4A ist zutiefst besorgt, dass die Programme TSA PreCheck und Global Entry ausgesetzt werden und dass die reisende Öffentlichkeit inmitten einer weiteren Regierungsschließung erneut als politischer Spielball benutzt wird."

Sununu kritisierte auch die extrem kurze Vorwarnzeit für Reisende, die kaum Zeit zur Planung hatten, was angesichts des Rekordreiseaufkommens besonders beunruhigend sei. Eine ähnliche Regierungsschließung im Herbst, die längste ihrer Art, kostete die Reisebranche und andere Sektoren 6,1 Milliarden US-Dollar und betraf etwa 6 Millionen Reisende.

Analystenmeinungen zu Fluggesellschaften

Die Unsicherheiten durch Wetterereignisse und politische Entscheidungen beeinflussen auch die Einschätzungen von Finanzanalysten. Wall-Street-Analysten prognostizieren beispielsweise für American Airlines (AAL) einen Kursanstieg. Citi behält eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 21 US-Dollar bei und ist "taktisch optimistisch" nach den Q4-Berichten.

TD Cowen hingegen senkte das Kursziel für American Airlines von 19 auf 17 US-Dollar, behält aber ebenfalls eine Kaufempfehlung bei. Die Anpassung erfolgte aufgrund von Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Wintersturm Fern, der sich auf die EPS-Prognosen für das erste Quartal auswirkt. American Airlines Group Inc. betreibt ein großes Netzwerk mit Drehkreuzen in Städten wie Charlotte, Chicago und Dallas/Fort Worth und verfügt über eine Flotte von rund 977 Hauptflugzeugen sowie 585 Regionalflugzeugen.

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