Die 27,39-Dollar-Regel: Was steckt dahinter?

Die 27,39-Dollar-Regel: Was steckt dahinter?

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Die 27,39-Dollar-Regel ist eine bewährte Methode, um innerhalb eines Jahres ein Sparziel von 10.000 Dollar zu erreichen. Sie zerlegt ein großes Ziel in überschaubare tägliche Beträge und wird durch die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie attraktive Zinsangebote auf Hochzins-Sparkonten besonders relevant. Dieser Ansatz hilft Sparern, ihre finanziellen Ziele konsequent zu verfolgen und ihr Vermögen effektiv aufzubauen.

Die 27,39-Dollar-Regel: Was steckt dahinter?

Die 27,39-Dollar-Regel beschreibt einen täglichen Sparansatz, bei dem man über ein ganzes Jahr hinweg diesen Betrag beiseitelegt, um kumulativ 10.000 Dollar anzusparen. Die Berechnung ist einfach: 27,39 Dollar multipliziert mit 365 Tagen ergibt 9.997,35 Dollar. Wer 27,40 Dollar täglich spart, erreicht nach 12 Monaten genau 10.001,00 Dollar.

Obwohl das tägliche Sparen dieses Betrags zunächst entmutigend wirken kann, wird es überschaubarer, wenn man es als wöchentliche Summe von 191,80 Dollar (ergibt 9.973,60 Dollar über 52 Wochen) oder 192,31 Dollar, beziehungsweise als monatliche Summe von 833,33 Dollar betrachtet. Das Zerlegen des 10.000-Dollar-Ziels in kleinere, wiederholbare Schritte verbessert nachweislich die Umsetzung und reduziert Ängste.

Warum die Regel jetzt besonders relevant ist

Die wirtschaftliche Lage der letzten Jahre hat das Sparen für viele Amerikaner erschwert. Die Inflation erreichte 2022 ihren höchsten Stand seit Jahrzehnten, und die Federal Reserve erhöhte die Zinsen auf den höchsten Stand seit über zwei Jahrzehnten, was Hypothekenzinsen auf das höchste Niveau seit 2000 trieb. In diesem Klima rückte das Sparen oft in den Hintergrund.

Doch die Wirtschaft verändert sich erneut. Die Inflation nähert sich dem 2%-Ziel der Fed, und die Arbeitslosigkeit ist wieder rückläufig. Die Zentralbank hat in den letzten vier Monaten des Jahres 2025 drei Zinssenkungen vorgenommen und könnte bereits im Frühjahr weitere durchführen. In diesem verbesserten Umfeld kann das Sparen für viele wieder in den Mittelpunkt rücken.

Effektive Umsetzung: Mehr als nur tägliches Sparen

Um das Sparziel von 10.000 Dollar zu erreichen, sollte das Geld nicht auf einem traditionellen Sparkonto liegen. Diese Konten bieten derzeit durchschnittliche Zinssätze von unter 0,40%, was kaum zur Zielerreichung beiträgt. Stattdessen gibt es mehrere Kontotypen, die dank höherer Zinsen und Zinseszinseffekten bei konsequenten Einzahlungen helfen können.

Die Wahl des richtigen Sparkontos

Es gibt drei primäre Wege, um die Ersparnisse zu steigern, die alle deutlich höhere Zinssätze als traditionelle Sparkonten bieten:

  • Hochzins-Sparkonten (High-yield savings accounts): Diese bieten derzeit Zinssätze von 4% oder höher und funktionieren ansonsten wie traditionelle Sparkonten. Die besten Angebote finden sich oft bei Online-Banken. Sie sind eine einfache Möglichkeit, Geld zu vermehren, besonders bei täglichen Einzahlungen. Die Zinssätze sind jedoch variabel und könnten bei weiteren Zinssenkungen im Jahr 2026 sinken.
  • Geldmarktkonten (Money market accounts): Diese sind ebenfalls eine praktikable Option, da sie durchschnittliche Zinssätze ähnlich den besten Hochzins-Sparkonten bieten und zusätzliche Funktionen wie das Ausstellen von Schecks ermöglichen. Auch hier sind die Zinssätze variabel.
  • Festgeldkonten (Certificate of Deposit, CD accounts): Festgeldkonten bieten ebenfalls Zinssätze um 4%, diese sind jedoch fest. Das bedeutet, sie bleiben auch in einem Umfeld sinkender Zinsen gleich. Allerdings können keine weiteren Einzahlungen vorgenommen werden, und eine vorzeitige Abhebung der Gelder führt zu kostspieligen Gebühren. Daher sollten CD-Optionen sorgfältig geprüft werden, bevor das Geld gebunden wird.

Es kann vorteilhaft sein, die Gelder auf verschiedene Kontotypen aufzuteilen, um die Sparziele effektiver und schneller zu erreichen.

Automatisierung und Überwachung für den Erfolg

Um die 27,39-Dollar-Regel erfolgreich umzusetzen, sind praktische Schritte entscheidend:

  • Automatisierung: Richten Sie automatische Überweisungen ein, idealerweise direkt nach dem Gehaltseingang. Dies nimmt die mentale Last der täglichen Entscheidung ab.
  • Dediziertes Konto: Eröffnen Sie ein separates Konto speziell für dieses Sparziel, um Versuchungen zu eliminieren.
  • Regelmäßige Überprüfung: Überprüfen Sie Ihren Fortschritt wöchentlich oder monatlich, um bei unerwarteten Ausgaben oder Einkommensschwankungen Anpassungen vornehmen zu können.
  • Flexibilität: Sollten Sie eine Überweisung verpassen, geraten Sie nicht in Panik. Berechnen Sie einfach den verbleibenden Zeitplan neu.
  • Notgroschen: Stellen Sie sicher, dass Sie über einen Notgroschen verfügen, bevor Sie mit diesem Sparplan beginnen. Dieser sollte niemals angetastet werden, um das Sparziel zu erreichen.
  • Puffer einplanen: Berücksichtigen Sie mögliche Gebühren oder Steuern und planen Sie einen kleinen Puffer ein, um das Ziel vollständig zu erreichen.
  • Einfaches Tracking: Ein Kalenderalarm und eine einfache Tabelle sind oft effektiver als überkomplexe Systeme.

Die Entscheidung zwischen Bargeld und Investitionen hängt von Ihrem Zeithorizont und Ihrer Risikobereitschaft ab. Für Ziele unter einem Jahr oder Notreserven schützt Bargeld das Kapital. Über diesen Horizont hinaus kann Investieren dank Zinseszinsen die benötigten Beiträge reduzieren, birgt jedoch das Risiko von Volatilität. Die 27,39-Dollar-Regel selbst ist keine Anlagestrategie.