
Disney Abfindungen: Details der Pakete und Branchenvergleich
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Disney hat im Rahmen der jüngsten Entlassungswelle, der ersten unter dem neuen CEO Josh D'Amaro, Abfindungspakete für betroffene Mitarbeiter angeboten. Diese Pakete richten sich nach der Hierarchiestufe und der Dauer der Betriebszugehörigkeit der Angestellten, wie aus Richtlinien des Disney-Mitarbeiterhandbuchs hervorgeht, die Business Insider vorlagen.
Disneys Abfindungspakete im Detail
Die Abfindungszahlungen sind gestaffelt und berücksichtigen sowohl die Position als auch die Dienstjahre der Mitarbeiter. Die genauen Konditionen sind wie folgt festgelegt:
- **Nicht-Manager mit weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit:** 4 Wochen Gehalt.
- Nicht-Manager mit mehr als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit: 1 Woche Gehalt pro Dienstjahr, bis zu maximal 52 Wochen.
- Manager mit weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit: 6 Wochen Gehalt.
- Manager mit mehr als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit: 4 Wochen Gehalt plus 1 Woche pro Dienstjahr, bis zu maximal 52 Wochen.
- Direktoren mit weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit: 13 Wochen Gehalt.
- Direktoren mit mehr als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit: 6 Wochen Gehalt plus 2 Wochen pro Dienstjahr, bis zu maximal 52 Wochen.
- VPs oder höher mit weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit: 26 Wochen Gehalt.
- VPs oder höher mit mehr als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit: 18 Wochen Gehalt plus 2 Wochen pro Dienstjahr, bis zu maximal 52 Wochen.
Diese Auszahlungen stimmen mit den Abfindungsangeboten überein, die vier in dieser Woche entlassene Mitarbeiter gegenüber Business Insider bestätigten. Zwei dieser Personen gaben zudem an, einen anteiligen Bonus, bezahlte Urlaubstage und eine fortgesetzte Krankenversicherung für mehrere Monate erhalten zu haben. Ein Sprecher von Disney lehnte eine Stellungnahme ab.
Vergleich mit anderen Medienunternehmen
Die Abfindungsangebote von Disney können im Kontext der Praktiken anderer Medienunternehmen betrachtet werden, die ebenfalls Umstrukturierungen vorgenommen haben:
- Paramount bot kürzlich Mitarbeitern, die nicht zur Präsenzarbeit zurückkehren wollten, zwei Wochen Gehalt für jedes Dienstjahr an.
- **The Washington Post** behielt entlassene Mitarbeiter vom 4. Februar bis zum 10. April auf der Gehaltsliste. Zusätzlich erhielten sie vier Wochen Grundgehalt plus zwei Wochen pro Jahr für Mitarbeiter mit mehr als drei Jahren Betriebszugehörigkeit, bis zu maximal 45 Wochen.
- NBCUniversal stach im Herbst mit einem einheitlichen Abfindungsangebot hervor. Mitarbeiter, die nicht persönlich arbeiten wollten, erhielten acht Wochen Gehalt und eine dreimonatige Fortsetzung der Krankenversicherung.
Hintergrund der Entlassungen und Unternehmensstrategie
Die Entlassungen bei Disney folgten der Zusammenlegung der unternehmensweiten Marketing- und Brand-Teams Anfang des Jahres. Josh D'Amaro, der neue CEO, der im vergangenen Monat die Nachfolge von Bob Iger antrat, erklärte in einem Memo an die Mitarbeiter, dass die Entlassenen "bedeutende Arbeit geleistet haben und sich zutiefst um dieses Unternehmen kümmern".
D'Amaro betonte weiter: "Diese Entscheidungen sind kein Spiegelbild ihrer Beiträge oder der allgemeinen Stärke des Unternehmens." Das Parks-Geschäft von Disney scheint auf ein weiteres starkes Jahr zuzusteuern, während das Unternehmen unter Druck steht, die Streaming-Gewinne zu steigern und gleichzeitig das traditionelle TV-Geschäft im Zeitalter des "Cord-Cuttings" über Wasser zu halten.
Reaktion des Aktienmarktes
Die Disney-Aktie stieg am Mittwoch um 0,4 %, nachdem sie am Dienstag bereits um 1,4 % zugelegt hatte, im Einklang mit einem breiteren Anstieg der US-Aktienmärkte.