
Dividenden verstehen: Reinvestition, Besteuerung und häufige Fragen
ℹKeine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken
Die Reinvestition von Dividenden ist eine beliebte Strategie, birgt jedoch einige Fallstricke und wirft bei Anlegern immer wieder Fragen auf. Von steuerlichen Aspekten bis hin zu praktischen Herausforderungen bei der Verwaltung von Depots – wir beleuchten die wichtigsten Punkte, die Sie über Dividenden wissen sollten.
Dividenden-Reinvestition und Wash-Sale-Regeln
Die Reinvestition von Dividenden bedeutet den Kauf zusätzlicher Anteile, was den Verkauf oder das Tax-Loss-Harvesting in steuerpflichtigen Konten verkomplizieren kann. Die Wash-Sale-Regeln des IRS verbieten es, einen steuerlichen Verlust nach einem Verkauf geltend zu machen, wenn Sie dasselbe oder ein "im Wesentlichen identisches" Wertpapier 30 Tage vor oder nach dem Verkauf erworben haben.
Um dies zu vermeiden, könnten Sie mindestens 30 Tage nach einer Dividendenzahlung mit dem Verkauf warten und sicherstellen, dass Sie mindestens 30 Tage vor der nächsten Dividende verkaufen. Um den Aufwand zu reduzieren, wird jedoch oft empfohlen, Dividenden für Bestände, die bald verkauft werden sollen, nicht zu reinvestieren.
Bruchstückanteile bei Dividenden-Reinvestition
Die Reinvestition von Dividenden führt typischerweise zum Kauf kleiner Mengen, die Ihrer bestehenden Aktien- oder Fondsposition hinzugefügt werden. Dabei entstehen wahrscheinlich Bruchstückanteile, bei denen Sie nur einen Teil einer Aktie besitzen.
Die meisten großen Broker ermöglichen den Verkauf von Bruchstückanteilen. Sie müssen diese jedoch in der Regel als Market Order verkaufen, und die Liquidierung von Bruchstückanteilen kann einen zusätzlichen Tag in Anspruch nehmen.
Besteuerung von Dividenden
Bei Aktien und Aktienfonds hängt der Steuersatz davon ab, ob die Dividende qualifiziert oder nicht-qualifiziert (auch als gewöhnlich bezeichnet) ist. Dividenden sind qualifiziert, wenn Sie die 60-Tage-Haltefrist innerhalb eines 121-Tage-Fensters um das Ex-Dividenden-Datum erfüllen; diese werden mit Kapitalertragssteuersätzen – 0 % oder 15 % für die meisten Menschen – besteuert.
Andere Dividenden werden als gewöhnliches Einkommen besteuert. Dividenden aus Beständen, die diese Anforderungen nicht erfüllen, sind nicht-qualifiziert und werden ebenfalls als gewöhnliches Einkommen besteuert. Zahlungen aus Anleihen oder Anleihenfonds gelten als Zinserträge und werden typischerweise als gewöhnliches Einkommen besteuert. Einkommen aus Staatsanleihen ist von staatlichen und lokalen Steuern befreit, und Einkommen aus Kommunalanleihen ist in der Regel von Bundes-, Landes- und lokalen Steuern befreit, abhängig vom Standort des Emittenten.
Besteuerung reinvestierter Dividenden
Dividenden für Bestände in steuerpflichtigen Konten sind steuerpflichtig, unabhängig davon, ob sie in bar ausgezahlt oder reinvestiert werden. Wenn Sie Dividenden reinvestieren, müssen Sie jede Dividende der Kostenbasis des Bestands hinzufügen.
Dies kann dazu führen, dass Sie viele separate Steuerposten mit unterschiedlichen Kostenbasisniveaus haben. Beim Verkauf der Aktie müssen Sie jeden Verkauf einem spezifischen Steuerposten zuordnen.
Sind dividendenstarke Aktien besser?
Geld ist fungibel – es spielt keine Rolle, ob es als Einkommen oder als Kapitalzuwachs erzielt wird. Der Wert eines Unternehmens sollte nicht davon abhängen, ob es eine Dividende zahlt.
Verhaltensökonomische Forscher haben jedoch festgestellt, dass viele Anleger Dividenden als stabiler und vorhersehbarer empfinden als Kapitalgewinne. Steuerliche Aspekte sind ebenfalls eine wichtige Überlegung bei dieser Frage.