Dritter russischer Tanker im Schwarzen Meer angegriffen: Sorge um maritime Sicherheit

Dritter russischer Tanker im Schwarzen Meer angegriffen: Sorge um maritime Sicherheit

Aktualisiert:
3 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Am Dienstag meldete die türkische Seeschifffahrtsbehörde einen Angriff auf einen Tanker, der Sonnenblumenöl von Russland nach Georgien transportierte. Dieser Vorfall ereignete sich nur wenige Tage, nachdem zwei russische Öltanker der sogenannten "Schattenflotte" mutmaßlich von ukrainischen Marinedrohnen attackiert worden waren. Die jüngsten Ereignisse verstärken die Bedenken hinsichtlich der maritimen Sicherheit in der Region.

Erneuter Angriff im Schwarzen Meer

Der betroffene Tanker, die MIDVOLGA-2, wurde nach Angaben der türkischen Generaldirektion für maritime Angelegenheiten etwa 130 Kilometer (80 Meilen) vor der türkischen Küste angegriffen. Das Schiff war auf dem Weg zum türkischen Hafen Sinop. Alle 13 Besatzungsmitglieder blieben unverletzt, und das Schiff hat keine Hilfe angefordert. Die MIDVOLGA-2 navigiert derzeit mit eigenen Motoren in Richtung Sinop.

Eskalation der maritimen Spannungen

Der Angriff auf die MIDVOLGA-2 folgt auf koordinierte Angriffe, die sich vergangenen Freitag ereigneten. Dabei wurden die unter gambischer Flagge fahrenden russischen Tanker Kairos und Virat (in einigen Quellen auch Virot genannt) getroffen. Die Kairos geriet nach einer Explosion 28 Meilen vor der Küste von Kefken in Brand, während die Virat 1,5 Stunden später einen Notruf absetzte, 35 Meilen vor der Küste.

Eine ukrainische Sicherheitsquelle beanspruchte die Verantwortung für diese Angriffe gegenüber der Nachrichtenagentur AFP und erklärte, dass Drohnen Schiffe getroffen hätten, die "verdeckt russisches Öl transportierten". Berichte in ukrainischen Medien legen nahe, dass die Operation gemeinsam vom Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) und der ukrainischen Marine unter Verwendung von unbemannten Überwasserfahrzeugen, sogenannten "Seababy"-Seedrohnen, durchgeführt wurde.

Die "Schattenflotte" und Sanktionsumgehung

Die angegriffenen Schiffe, darunter die Kairos und Virat, werden in der OpenSanctions-Datenbank, die Personen und Organisationen verfolgt, die an Sanktionsumgehungen beteiligt sind, als Teil einer Flotte beschrieben, die zur Umgehung der nach der russischen Invasion in der Ukraine 2022 verhängten Sanktionen eingesetzt wird. Kiew behauptet, dass diese Schiffe Teil der russischen "Schattenflotte" sind. Diese Flotte operiert oft mit älteren Schiffen und undurchsichtigen Eigentümerstrukturen, um die Herkunft und den Bestimmungsort von Öl- und anderen Lieferungen zu verschleiern und internationale Beschränkungen zu umgehen.

Türkische Besorgnis und internationale Reaktionen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte die Angriffe auf die russischen Schiffe am Montag scharf. Er bezeichnete sie als "besorgniserregende Eskalation" des Konflikts und betonte, dass sie die Navigationssicherheit, Menschenleben und die Umwelt bedrohen, insbesondere in der türkischen exklusiven Wirtschaftszone.

Erdogan erklärte in einer Fernsehansprache: "Wir können diese Angriffe, die die Navigationssicherheit, das Leben und die Umwelt bedrohen, insbesondere in unserer eigenen exklusiven Zone, nicht dulden." Die Türkei habe allen Parteien die notwendigen Warnungen bezüglich solcher Situationen übermittelt.

Ukrainische Marineoperationen

Die Ukraine hat im Verlauf des Krieges erfolgreiche Marineangriffe gegen russische Schiffe durchgeführt, insbesondere unter Einsatz von mit Sprengstoff beladenen Marinedrohnen. Bisher waren ukrainische Missionen jedoch weitgehend auf die Gewässer des nördlichen Schwarzen Meeres beschränkt. Die jüngsten Angriffe, die tiefer in der Nähe der türkischen Küste stattfanden, signalisieren eine mögliche Ausweitung der Operationsgebiete.