Drohnen-Zwischenfall bei United Airlines: Gefahr im Luftraum über San Diego

Drohnen-Zwischenfall bei United Airlines: Gefahr im Luftraum über San Diego

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Die Piloten eines United Airlines Boeing 737-Flugzeugs meldeten am Mittwoch einen möglichen Drohnen-Zwischenfall während des Anflugs auf San Diego. Obwohl der Pilot einen Aufprall vermutete, landete die Maschine sicher, und eine gründliche Inspektion ergab keine Schäden. Dieser Vorfall rückt die anhaltende Debatte um die Flugsicherheit und die Regulierung von Drohnen in den Fokus.

Vorfall bei San Diego

Am Mittwochmorgen meldeten die Piloten des United Airlines Fluges 1980 einen möglichen Zusammenstoß mit einer Drohne. Das Flugzeug war mit 48 Passagieren und 6 Besatzungsmitgliedern von San Francisco nach San Diego unterwegs und landete etwa anderthalb Stunden nach dem Start um 7 Uhr Ortszeit.

Der Vorfall ereignete sich während des Anflugs auf den Flughafen San Diego (SAN), als sich das Flugzeug auf dem sogenannten "Base Leg" befand – dem letzten Abstiegsabschnitt vor dem Endanflug. Der Pilot beschrieb das gesichtete Objekt als "rot", "glänzend" und "wirklich klein" und gab an, es in etwa 3.000 Fuß Höhe gesehen zu haben.

Nach der sicheren Landung in San Diego konnten die Passagiere wie gewohnt aussteigen. Ein Wartungsteam von United Airlines inspizierte das Flugzeug "gründlich", stellte jedoch "keine Schäden" fest. Es bleibt unklar, ob die gesichtete Drohne tatsächlich kollidierte oder nur gefährlich nahekam.

Untersuchung und Flugbetrieb

Die Federal Aviation Administration (FAA) wurde über den Vorfall informiert und hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Flugsicherung alarmierte umgehend andere Piloten in der Region, erhielt jedoch keine weiteren Drohnensichtungsberichte.

Der Vorfall unterstreicht die potenziellen Gefahren, die von Drohnen im kontrollierten Luftraum ausgehen. Das Risiko von Drohnenkollisionen mit Verkehrsflugzeugen ist nicht neu, könnte aber mit der zunehmenden Beliebtheit von Hobbydrohnen steigen. Daten einer Flugsicherheitsdatenbank zeigen Hunderte von Drohnensichtungen und Beinahe-Kollisionen mit Verkehrsflugzeugen über die Jahre.

Drohnen-Regularien und Risiken

Die FAA hat strenge Regeln für den Betrieb von unbemannten Luftfahrzeugen (UAVs) in der Nähe von Flughäfen. Eine Kollision könnte katastrophale Folgen haben, insbesondere wenn ein Triebwerk oder eine kritische Flugsteuerung getroffen wird, vor allem in geringer Höhe.

Wichtige Regularien umfassen:

  • Jeder, der Drohnen im kontrollierten Luftraum, wie dem um San Diego, betreiben möchte, muss eine FAA-Genehmigung einholen, die Höhenbeschränkungen beinhaltet.
  • In unkontrolliertem Luftraum müssen Drohnen unter 400 Fuß bleiben und dürfen den Flugbetrieb nicht stören.
  • Die meisten Drohnen müssen zudem eine "Remote ID" verwenden, die ihre Identität und ihren Standort digital übermittelt – ähnlich einem digitalen Nummernschild.
  • Das Fliegen von Drohnen in der Nähe von Flugzeugen und Flughäfen ist gefährlich und illegal und kann zu strafrechtlichen Anklagen und Gefängnisstrafen führen.

Historische Vorfälle

Obwohl Drohnen-Flugzeug-Kollisionen selten sind, gibt es laut FAA monatlich über 100 Berichte über Drohnensichtungen in Flughafennähe, die meist von Piloten stammen. In der Vergangenheit gab es mehrere dokumentierte Zwischenfälle, die die Ernsthaftigkeit der Bedrohung verdeutlichen:

  • Im Jahr 2022 kollidierte eine Drohne mit einem Löschflugzeug während des Palisades Fire, was zu Schäden führte und das Flugzeug außer Betrieb setzte.
  • Ein Hubschrauber des Los Angeles Police Department traf 2020 eine Drohne, was eine Notlandung erzwang. Der Drohnenbetreiber wurde später strafrechtlich verfolgt, was den ersten Strafrechtsfall in den USA wegen unsicheren Drohnenbetriebs darstellte.
  • 2017 kollidierte eine Drohne mit einem Army Blackhawk Hubschrauber in der Nähe von Staten Island, New York, wobei niemand verletzt wurde.