
Eigenkapital für den Hauskauf: Trends, Herausforderungen und der Ausblick 2026
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Die Zeit, die Haushalte benötigen, um Eigenkapital für eine Anzahlung auf ein Eigenheim anzusparen, ist im Jahr 2025 auf durchschnittlich sieben Jahre gesunken. Dies ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Höchststand von zwölf Jahren im Jahr 2022, doch die Herausforderung bleibt bestehen, da die durchschnittliche Anzahlung immer noch doppelt so hoch ist wie vor der Pandemie.
Die Herausforderung der Anzahlung im Wandel
Laut einer Analyse von Realtor.com, die davon ausgeht, dass Haushalte 5,1 % ihres Einkommens – die nationale durchschnittliche Sparquote von 2025 – für eine Anzahlung zurücklegen, hat sich die Situation seit 2022 verbessert. Dennoch ist das Sparen für ein Eigenheim heute deutlich zeitaufwendiger als vor der Pandemie, insbesondere in hochpreisigen Märkten.
Danielle Hale, Chefökonomin bei Realtor.com, erklärt: "Höhere Immobilienpreise und ein verschärfter Wettbewerb haben die typischen Anzahlungen in die Höhe getrieben, während gleichzeitig Inflation und steigende Haushaltsausgaben die Sparquoten reduziert haben." Die durchschnittliche Anzahlung stieg von etwa 13.900 US-Dollar im dritten Quartal 2019 auf 30.400 US-Dollar im dritten Quartal 2025.
Regionale Unterschiede und hohe Kosten
In größeren Metropolregionen mit extrem hohen Immobilienpreisen dauert das Ansparen einer Anzahlung erwartungsgemäß länger. So liegt die Wartezeit für eine Anzahlung im Immobilienmarkt von San Francisco-Oakland-Fremont, Kalifornien, bei 36,5 Jahren.
Hannah Jones, Senior Economic Research Analyst bei Realtor.com, betont: "In hochpreisigen Märkten übersteigt die typische Anzahlung allein ein ganzes Jahreshaushaltseinkommen." Diese Realität mache Wohneigentum für viele Käufer, insbesondere jüngere Haushalte, die zum ersten Mal in den Markt eintreten wollen, unerreichbar. Glücklicherweise gibt es weiterhin erschwingliche Märkte, in denen das Ansparen weniger als sieben Jahre dauert.
Ausblick 2026: Ein ausgeglichenerer Immobilienmarkt?
Für das Jahr 2026 prognostizieren Ökonomen von Zillow einen gesünderen und ausgeglicheneren Immobilienmarkt mit verbesserter Erschwinglichkeit, mehr Auswahl und Preisentlastung für Mieter, die für Anzahlungen sparen. Mischa Fisher, Chefökonom bei Zillow, kommentiert: "Der Immobilienmarkt pendelt sich endlich in einen gesünderen Zustand ein, wobei Käufer und Verkäufer langsam zurückkehren."
Nach einem Jahr weitgehend stagnierenden Wachstums wird für 2026 ein moderater Anstieg der Immobilienwerte von 1,2 % national erwartet. Während lokale Märkte ihre eigenen Dynamiken aufweisen und einige an Wert verlieren könnten, wird für 12 große Märkte ein Preisrückgang prognostiziert – die Hälfte der Zahl von 2025. Insbesondere im Süden, etwa in Miami, Orlando und Atlanta, wird eine Erholung nach starken Preisrückgängen im Jahr 2024 erwartet. Dieses moderate Preiswachstum könnte das Sparen für eine Anzahlung erleichtern und die Erschwinglichkeit verbessern, besonders wenn das Lohnwachstum die Preissteigerungen übertrifft.
Hypothekenzinsen und Mietpreise im Blick
Die Prognose von Hypothekenzinsen ist notorisch schwierig, doch Zillow-Ökonomen, die eine gute Erfolgsbilanz bei der Vorhersage inflationsbezogener Wohnkosten haben, erwarten, dass die Hypothekenzinsen im Jahr 2026 wahrscheinlich über 6 % bleiben werden. Niedrigere Zinsen im Jahr 2025 trugen dazu bei, die Erschwinglichkeit auf ein Dreijahreshoch zu treiben, und eine weitere Zinsmoderation sollte mehr Käufern helfen.
Dank eines Booms im Mehrfamilienhausbau sollen die Mietpreise in den meisten Teilen des Landes weitgehend stabil bleiben, mit einem minimalen Wachstum von 0,3 % für 2026. Eine Ausnahme bildet New York City, wo extrem hohe Immobilienpreise und ein chronischer Mangel an Mietwohnungen die Mieten hochhalten. Hier führte das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu einem Anstieg der Angebotsmieten um 4,8 % von Januar bis Oktober 2025, so der StreetEasy Rent Index. Ein Kauf in der Stadt wird voraussichtlich nicht günstiger, was die Mietnachfrage hochhalten wird.