
Elon Musk in der Kritik: Rolle bei EV-Rücknahme und Teslas Strategie
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Der bekannte Investor Ross Gerber, Mitbegründer von Gerber Kawasaki, äußert scharfe Kritik an Tesla-CEO Elon Musk. Gerber sieht Musk als teilweise verantwortlich für die Rücknahme von Elektrofahrzeug-Initiativen in den USA, eine Ansicht, die er als weit verbreitet beschreibt. Diese Einschätzung rückt Musks politische Verbindungen und Teslas strategische Entscheidungen in den Mittelpunkt der Debatte um nachhaltige Mobilität.
Kritik an Elon Musk und der EV-Politik
Ross Gerber, ein prominenter Investor und Mitbegründer der Investmentfirma Gerber Kawasaki, hat Elon Musk, dem CEO von Tesla Inc. (NASDAQ:TSLA), eine Teilschuld an der Reduzierung der Elektrofahrzeug-Bemühungen in den USA zugeschrieben. Gerber zitierte am Donnerstag einen Beitrag des Nutzers TeslaTruckClub auf der Social-Media-Plattform X. Dieser Beitrag drückte Frustration über Musk aus und betonte, dass der CEO "persönlich teilweise verantwortlich" sei für die Verlangsamung des Übergangs der USA zu "nachhaltigem Transport und Energie".
Gerber kommentierte den Beitrag mit den Worten: "Ich denke, das fasst die Gedanken vieler Menschen über Tesla/Elon zusammen." Diese Bedenken spiegeln laut Gerber eine breitere Stimmung wider, die Musks Rolle in der aktuellen Entwicklung kritisch sieht.
Musks politische Verbindungen im Fokus
Die Vorwürfe gegen Elon Musk resultieren aus seinen engen Verbindungen zu Präsident Donald Trump. Musk unterstützte Trumps Wahlkampf finanziell mit über 250 Millionen US-Dollar und spielte eine entscheidende Rolle für Trumps zweite Amtszeit bei der Präsidentschaftswahl 2024. Trump hat Musk für diese Unterstützung gelobt.
Seit seinem Amtsantritt hat Präsident Trump mehrere politische Änderungen angekündigt, die sich nachteilig auf Elektrofahrzeuge (EVs) und saubere Energie auswirken. Trump erklärte zudem, er werde den "Krieg gegen Verbrennungsmotoren" des ehemaligen Präsidenten Joe Biden beenden, wobei seine Politik ein "EV-Mandat" zur Folge haben soll.
Bedenken bezüglich Teslas FSD-Strategie
Neben der Kritik an Musks politischem Einfluss äußerte Ross Gerber bereits zuvor Bedenken hinsichtlich einer strategischen Entscheidung von Tesla. Gerber warnte vor dem Schritt, die Full Self-Driving (FSD)-Technologie ausschließlich als Abonnementdienst anzubieten und die einmalige Kaufoption von 8.000 US-Dollar abzuschaffen.
Gerber deutete an, dass diese Änderung ein Zeichen für einen schwindenden technologischen Vorsprung Teslas gegenüber seinen Wettbewerbern sein könnte. Diese Entwicklung könnte die Attraktivität der FSD-Technologie für potenzielle Käufer beeinflussen.
Teslas Lithium-Raffinerie als Lichtblick
Währenddessen hob Elon Musk die neue Lithium-Raffinerie von Tesla hervor. Diese Anlage wird als die größte Einrichtung zur Gewinnung von Lithiumoxid aus Spodumen beschrieben, einem natürlich vorkommenden Erz, das eine entscheidende Lithiumquelle darstellt. Lithium ist wiederum unerlässlich für EV-Batterien und Teslas wachsendes Energiespeichergeschäft.
Das Energiespeichergeschäft von Tesla erreichte im vierten Quartal einen Rekordwert von 14,2 Gigawattstunden. Laut Tesla ist die Raffinerie zudem die erste ihrer Art in den USA, was ihre Bedeutung für die heimische Lieferkette unterstreicht.
Tesla-Aktie im Überblick
Die Tesla-Aktie (TSLA) verzeichnete am Mittwoch zum Marktschluss einen Rückgang von 0,14 % auf 438,57 US-Dollar. Im nachbörslichen Handel konnte der Kurs jedoch um 0,21 % auf 439,49 US-Dollar zulegen.
Laut den Benzinga Edge Rankings schneidet Tesla gut im Bereich Momentum ab und weist einen günstigen Preistrend für den kurz-, mittel- und langfristigen Zeitraum auf.