
EQT schließt größten Asien-Pazifik Private-Equity-Fonds mit 15,6 Mrd. USD
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Die globale Investmentfirma EQT hat ihren BPEA Private Equity Fund IX mit einem Gesamtvolumen von 15,6 Milliarden US-Dollar erfolgreich geschlossen. Damit ist er der größte Private-Equity-Fonds, der jemals für die Asien-Pazifik-Region aufgelegt wurde, und dies in einem Marktumfeld, das von einem Rückgang der Kapitalbeschaffung für asiatische Fonds geprägt ist.
Rekord-Fonds in schwierigem Umfeld
EQT gab am Dienstag den finalen Abschluss des BPEA Private Equity Fund IX bekannt, der mit 15,6 Milliarden US-Dollar an Gesamtzusagen sein Hard Cap erreichte. Davon entfallen 14,9 Milliarden US-Dollar auf gebührenpflichtige Vermögenswerte unter Verwaltung. Der Fonds war überzeichnet, was die starke Nachfrage einer global diversifizierten Investorenbasis unterstreicht.
Dieser Erfolg ist bemerkenswert, da die Kapitalbeschaffung für asiatische Fonds im Jahr 2025 ein 12-Jahres-Tief erreichte, nach vier aufeinanderfolgenden Jahren des Rückgangs. Der neue Fonds ist zudem über 40 Prozent größer als EQTs letzter Asien-Fonds, der 2022 11,2 Milliarden US-Dollar einbrachte.
Globale Investorenbasis und strategische Ausrichtung
Der BPEA IX verzeichnete eine starke Beteiligung sowohl von bestehenden als auch von neuen Investoren, darunter über 75 neue Investoren, von denen mehr als 45 aus EQTs breiterer Investmentplattform stammten. Die Zusagen waren global diversifiziert, wobei das Kapital ausgewogen auf Amerika, Europa und den Nahen Osten sowie Asien-Pazifik verteilt war. Alle Regionen erhöhten ihre Allokationen im Vergleich zum vorherigen Vintage-Fonds.
Führende Beitragszahler waren Pensionsfonds und Staatsfonds, was die anhaltende Unterstützung langfristiger institutioneller Investoren unterstreicht. Der Fonds wird sich auf Kontrollbeteiligungen an führenden Unternehmen in Sektoren mit hoher Überzeugung konzentrieren, darunter Technologie, Gesundheitswesen, Industrietechnologie, Dienstleistungen und Technologiedienstleistungen.
EQTs Präsenz und Erfolgsbilanz in Asien
EQT Private Capital Asia wurde 1997 gegründet und hat seitdem 30 Milliarden US-Dollar in über 160 Transaktionen investiert. Das aktuelle Portfolio von EQT Private Capital Asia umfasst Beteiligungen an etwa 65 Unternehmen in 10 Ländern und beschäftigt mehr als 270.000 Mitarbeiter. Die Fusion von EQT und Baring Private Equity Asia (BPEA) im Jahr 2022, vor vier Jahren, hat die Präsenz von EQT in Asien gestärkt und die globale Plattform erweitert.
Jean Eric Salata, Vorsitzender von EQT Asia, betonte, dass der Abschluss des BPEA IX einen bedeutenden Meilenstein für das Unternehmen darstellt und die Größe und Erfolgsbilanz der Plattform in der Region widerspiegelt. Er hob hervor, dass EQTs Fähigkeit, konsistente Exits zu generieren, die Kapitalbeschaffung in einem wettbewerbsintensiven Umfeld unterstützte. Das "local-with-locals"-Modell, bei dem Teams in den Schlüsselmärkten der Region verankert sind, wurde über mehrere Wirtschaftszyklen verfeinert und durch die Integration von BPEA und EQT weiter institutionalisiert.
Fokus auf operative Verbesserung und Unternehmensentwicklung
Der BPEA IX zielt auf Unternehmen mit resilienten Fundamentaldaten ab, bei denen EQT durch operative Verbesserungen Expansion und langfristigen Unternehmensaufbau beschleunigen kann. Hari Gopalakrishnan und Nicholas Macksey, stellvertretende Co-Leiter von Private Capital Asia bei EQT, erklärten, dass die Chance in Asien sich vom bloßen Verfolgen von Wachstum hin zur Führung tiefgreifender struktureller Transformationen verschoben hat.
Sie fügten hinzu, dass EQTs Fähigkeiten zur Wertschöpfung in diesem Umfeld, in dem die Performance durch Gewinnwachstum und aktives Eigentum definiert wird, klare Differenzierungsmerkmale sind. Aktuell sind 5-10 Prozent des BPEA IX bereits investiert, einschließlich geschlossener und/oder unterzeichneter Investitionen sowie angekündigter öffentlicher Angebote, abzüglich erwarteter Syndizierungen.
Wettbewerbsumfeld und Marktentwicklung
Der Erfolg von EQT findet in einem Umfeld statt, in dem Investoren zunehmend Kapital bei großen, globalen Plattformen mit nachweislicher Erfolgsbilanz konsolidieren. Globale institutionelle und vermögende Anleger diversifizieren ihre Allokationen weg von den USA, bedingt durch hohe Bewertungen, Inflationsrisiken und geopolitische Unsicherheiten.
Asiatische Märkte, insbesondere Japan und Indien, die eine stetige Pipeline an Buyout- bzw. Wachstumschancen bieten, stehen im Fokus globaler Vermögensverwalter. Andere große Akteure wie Blackstone Inc. (erwartet 12,88 Mrd. USD für dritten Pan-Asien-Buyout-Fonds), Bain Capital (schloss sechsten Pan-Asien-Fonds bei 10,5 Mrd. USD) und KKR (sucht 15 Mrd. USD für fünften Asien-Fonds, sammelte 15 Mrd. USD in 2021) sind ebenfalls aktiv in der Region.
Im koreanischen Markt hat EQT beispielsweise eine Kontrollbeteiligung an Douzone Bizon, einem Anbieter von ERP-Lösungen, erworben und verfolgt Geschäftsverbesserungen in Partnerschaft mit dem Management. Yeon Da-ye, Partner und Head of Private Equity für Korea bei EQT, bemerkte, dass Gründer in Korea strategische Partner suchen, die mehr als nur Kapital bieten können, um globale Expansion und Management-Sophistication zu erreichen.