Equinor kämpft um Offshore-Windpark Empire Wind gegen Trump-Regierung

Equinor kämpft um Offshore-Windpark Empire Wind gegen Trump-Regierung

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Das norwegische Unternehmen Equinor kämpft vor einem Bundesgericht in Washington D.C. um die Zukunft seines Offshore-Windprojekts Empire Wind vor New York. Eine Anordnung der Trump-Regierung hat den Bau gestoppt, was das zu 60 % fertiggestellte Projekt, das über 500.000 Haushalte versorgen soll, vor das Aus stellen könnte. Die Entscheidung des Richters Carl J. Nichols wird mit Spannung erwartet.

Equinor kämpft gegen Projektstopp der Trump-Regierung

Der Entwickler des Empire Wind Projekts, das norwegische Unternehmen Equinor, muss am Mittwoch vor einem Bundesrichter erscheinen. Ziel ist es, eine Anordnung der Trump-Regierung aufzuheben, die den Bau des Offshore-Windparks pausiert hat. Equinor befürchtet, dass der Stopp das Ende des bereits zu 60 % fertiggestellten Projekts bedeuten könnte.

Der Fall wird von Bezirksrichter Carl J. Nichols verhandelt, der von Präsident Donald Trump ernannt wurde. Empire Wind ist eines von fünf großen Offshore-Windprojekten an der Ostküste, deren Bau die Administration kurz vor Weihnachten unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken eingefroren hat. Entwickler und Bundesstaaten haben Klage eingereicht, um die Anordnung zu blockieren.

Massive finanzielle und logistische Risiken

Molly Morris, Senior Vice President von Equinor und verantwortlich für Empire Wind, betonte die kritische Lage des Projekts. Sie erklärte, dass die Bundesbehörden keine Erklärung für die nationalen Sicherheitsbedenken oder Möglichkeiten zu deren Minderung geliefert hätten. Equinor hat bereits rund 4 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung und den Bau des Projekts investiert.

Ein spezialisiertes Schwerlastschiff, die Heerema’s Sleipnir, muss bis zum 1. Februar die Oberseite der Offshore-Umspannstation auf ihr Fundament heben, da das Schiff danach für andere Verpflichtungen eingeplant ist. Die Oberseite wiegt über 3.000 Tonnen, und es gibt weltweit nur wenige spezialisierte Offshore-Windinstallationsschiffe. Morris warnte, dass der Bau bis Mitte Januar wieder aufgenommen werden muss, um Kaskadenverzögerungen zu vermeiden, die letztendlich zur Annullierung des Projekts führen könnten.

Trumps Haltung und unbegründete Sicherheitsbedenken

Präsident Trump hat Offshore-Windenergie seit seinen ersten Tagen zurück im Weißen Haus kritisiert. Er bezeichnete Windparks zuletzt als "Verlierer", die Geld verlieren, die Landschaft zerstören und Vögel töten. Als seine Administration nationale Sicherheitsbedenken anführte, wurden keine Details zu diesen Bedenken genannt. Mindestens ein Experte hat darauf hingewiesen, dass die Offshore-Projekte nach jahrelanger sorgfältiger Prüfung, die auch das Verteidigungsministerium umfasste, genehmigt wurden.

Die Haltung der Administration gegen Offshore-Windenergie und erneuerbare Energien im Allgemeinen steht im Widerspruch zu Dutzenden anderer Länder. Die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft hat am Freitag die Trump-Administration wegen Empire Wind und Sunrise Wind verklagt.

Präzedenzfälle und die Zukunft der Offshore-Windenergie

Die Anhörung von Equinor ist die zweite von drei Anhörungen für diese rechtlichen Anfechtungen in dieser Woche. Am Montag entschied ein Richter, dass ein Projekt für Rhode Island und Connecticut, Revolution Wind des dänischen Energieunternehmens Orsted, die Arbeit wieder aufnehmen kann. Dieses Projekt ist nahezu abgeschlossen. Nach dieser Anhörung sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Taylor Rogers, die Pause diene dem Schutz der nationalen Sicherheit des amerikanischen Volkes, und man freue sich auf den "ultimativen Sieg in dieser Angelegenheit".

Die Trump-Administration hatte zuvor bereits Arbeiten an Empire Wind und Revolution Wind gestoppt. Im April wurde der Bau von Empire Wind unterbrochen, wobei der Biden-Administration vorgeworfen wurde, die Genehmigungen zu überstürzen; einen Monat später wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Im August wurde die Arbeit an Revolution Wind wegen nationaler Sicherheitsbedenken pausiert, doch einen Monat später entschied ein Bundesrichter, dass das Projekt fortgesetzt werden könne. Equinor hatte den Bundespachtvertrag für Empire Wind im März 2017, früh in Trumps erster Amtszeit, abgeschlossen. Die endgültige Bundesgenehmigung erfolgte im Februar 2024.

Der globale Aufschwung erneuerbarer Energien

Der globale Offshore-Windmarkt wächst stetig, wobei China weltweit führend bei Neuinstallationen ist. Fast der gesamte im Jahr 2024 neu ins Netz eingespeiste Strom stammte aus erneuerbaren Quellen. Experten betonen, dass ein massiver Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung notwendig ist, um dem Klimawandel zu begegnen.

Erwähnte Persönlichkeiten