EU genehmigt Milliardenhilfe für Ukraine: Finanzierung ohne russische Vermögenswerte

EU genehmigt Milliardenhilfe für Ukraine: Finanzierung ohne russische Vermögenswerte

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Die Europäische Union hat ein umfangreiches Hilfspaket für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro (entspricht 105,5 Milliarden US-Dollar) für die Jahre 2026 und 2027 genehmigt. Diese Entscheidung, die am Freitag bekannt gegeben wurde, sichert Kiew eine entscheidende finanzielle Unterstützung zu, ohne dabei auf eingefrorene russische Vermögenswerte zurückzugreifen.

Milliardenpaket für Kiew

EU-Ratspräsident Antonio Costa bestätigte am Freitag auf X die Genehmigung des Pakets mit den Worten: "Wir haben eine Einigung." Die Mittel sind für die Jahre 2026 und 2027 vorgesehen und sollen der Ukraine helfen, ihre Widerstandsfähigkeit zu bewahren und Russland von einer Fortsetzung des Krieges im nächsten Jahr abzuschrecken. Demonstranten hatten bereits am 23. Februar 2025 auf dem Boulevard du Temple in Paris mit ukrainischen und EU-Flaggen ihre Unterstützung bekundet.

Debatte um eingefrorene russische Vermögenswerte

Zuvor hatten die EU-Regierungen über die Verwendung von 210 Milliarden Euro eingefrorener russischer Vermögenswerte diskutiert, die größtenteils in Belgien gehalten werden. Diese sollten ursprünglich zur Finanzierung eines sogenannten Reparationskredits für die Ukraine dienen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die EU-Führer und Partner am Mittwoch eindringlich aufgefordert, die Unterstützung zu erhöhen und die Nutzung dieser Vermögenswerte zu beschließen.

Belgiens Premierminister Bart De Wever äußerte jedoch Bedenken. Er forderte konkrete Garantien, bevor sein Land die Nutzung der eingefrorenen russischen Vermögenswerte zur Finanzierung des Kredits an Kiew unterstützen würde. Als Gründe nannte er rechtliche Unsicherheiten und potenzielle Prozessrisiken, wie Reuters berichtete.

Finanzierung durch gemeinsame Kreditaufnahme

Letztendlich entschieden sich die EU-Führer gegen die Nutzung der eingefrorenen russischen Vermögenswerte zur Finanzierung des Unterstützungspakets für die Ukraine. Stattdessen einigte sich der Block darauf, die benötigten Gelder durch gemeinsame Kreditaufnahme zu beschaffen, die durch den EU-Haushalt abgesichert ist. Diese Methode soll die finanzielle Stabilität der Unterstützung gewährleisten.

Bisherige Unterstützung und Ausblick

Im Rahmen der Ukraine-Fazilität und verwandter Programme hat die EU bereits mehrere Tranchen finanzieller Unterstützung geleistet, darunter rund 6 Milliarden Euro an Brückenfinanzierungen. Diese kurzfristigen Darlehen oder Vorschüsse halfen Kiew, dringende Haushaltsbedürfnisse zu decken. Darüber hinaus erhielt die Ukraine in diesem Jahr 18,1 Milliarden Euro an Darlehen im Rahmen eines von der G7 geführten Programms.

Die gesamte Unterstützung der Europäischen Union für Kiew seit Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine im Jahr 2022 soll Berichten zufolge 187 Milliarden Euro überschritten haben. Das nun vereinbarte Paket bietet der Ukraine eine entscheidende finanzielle Absicherung und unterstreicht Europas Bestreben, die von den USA geführten Friedensverhandlungen zur Beendigung des Konflikts mit Kiew mitzugestalten.

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