Europäische Aktien unter Druck: US-Iran-Krieg und Ölpreisschock belasten Märkte

Europäische Aktien unter Druck: US-Iran-Krieg und Ölpreisschock belasten Märkte

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Europäische Aktienmärkte stehen am Donnerstag vor einem schwächeren Handelsstart. Die Sorge um die Entwicklung des US-Iran-Krieges belastet die globalen Märkte, nachdem US-Präsident Donald Trump weitere harte Maßnahmen gegen den Iran angekündigt hat. Futures für wichtige Indizes wie den Stoxx 50, FTSE 100 und DAX zeigen deutliche Verluste.

Globale Märkte unter Druck

Die Unsicherheit bezüglich des Verlaufs des US-Iran-Krieges hat die globalen Finanzmärkte erneut fest im Griff. Nach einer Rede von US-Präsident Donald Trump am Mittwochabend fielen die US-Aktienfutures deutlich und kehrten eine vorherige Rally an der Wall Street um. Auch an den asiatischen Börsen wurden Gewinne am Donnerstag wieder abgegeben, als Investoren Trumps jüngste Äußerungen verarbeiteten.

Futures auf den regionalen Stoxx 50 notierten zuletzt 2% niedriger. Die Futures für den Londoner FTSE 100 fielen um rund 0,9%, während die deutschen DAX-Futures 1,9% einbüßten. Lediglich die französischen CAC 40 Futures zeigten sich unverändert. Am Mittwoch hatten europäische Aktien noch zugelegt, nachdem Trump zunächst das Kriegsende innerhalb weniger Wochen in Aussicht gestellt hatte.

Trumps Ankündigung und die Folgen

In seiner Ansprache an das amerikanische Volk am Mittwochabend erklärte US-Präsident Donald Trump, er erwarte, dass der Krieg noch "zwei bis drei Wochen" andauern werde. In dieser Zeit würden die US-Streitkräfte den Iran "extrem hart" treffen. Diese Äußerungen führten zu einem sofortigen Kursrutsch an den Futures-Märkten.

Ölpreise explodieren

Die Ölpreise reagierten unmittelbar auf die Rede des Präsidenten mit einem kräftigen Anstieg. Der globale Referenzwert Brent Rohöl sprang um mehr als 6% auf 107,98 US-Dollar pro Barrel. Seit den US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran am 28. Februar, die Vergeltungsschläge Teherans im gesamten Golfraum auslösten, sind die Ölpreise stark gestiegen. Im März verzeichnete Brent Rohöl einen Anstieg von über 60%, den größten monatlichen Preisanstieg seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1980er Jahren.

Pharmabranche im Visier

Neben den geopolitischen Spannungen reagieren Investoren auch auf Berichte über mögliche neue Handelshemmnisse. Die Trump-Administration bereitet Berichten zufolge neue Zölle gegen Pharmaunternehmen vor. Dies betrifft Firmen, die keine Vereinbarungen getroffen haben, um niedrige Arzneimittelpreise in den Vereinigten Staaten zu garantieren. Diese Nachricht wurde zuerst von Bloomberg unter Berufung auf anonyme Quellen gemeldet.

Unternehmensnachrichten im Überblick

Im Bereich der Unternehmensmeldungen gibt es ebenfalls wichtige Entwicklungen. Der britische Ölkonzern Shell befindet sich laut Reuters in Gesprächen mit der venezolanischen Regierung. Ziel ist die Entwicklung von vier großen Gebieten in einigen der größten Offshore-Erdgasfelder des Landes.

Des Weiteren äußerte sich Ryanair-CEO Michael O'Leary am Mittwochabend besorgt. Er warnte, dass das Vereinigte Königreich aufgrund seiner Abhängigkeit von Lieferungen aus Kuwait der anfälligste Markt für Jet-Treibstoffengpässe sei, sollte der Iran-Krieg andauern.

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