
Europäische Märkte verhalten: Zentralbanken im Fokus der Anleger
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Die europäischen Aktienmärkte werden am Mittwoch voraussichtlich weitgehend unverändert eröffnen, da sich die Anleger auf wichtige Zentralbankentscheidungen vorbereiten. Die Stimmung ist gedämpft, während die Finanzwelt auf Signale zur zukünftigen Geldpolitik wartet.
Europäische Märkte vor verhaltenem Start
Laut Daten von IG wird der britische FTSE-Index voraussichtlich leicht höher eröffnen. Im Gegensatz dazu werden Deutschlands DAX und Frankreichs CAC 40 leicht unter der Nulllinie erwartet. Der italienische FTSE MIB wird voraussichtlich mit einem Minus von 0,1 % in den Handel starten.
Zentralbanken im Fokus: EZB und Bank of England
Die Entscheidungen der Zentralbanken werden diese Woche von den europäischen Marktteilnehmern genau beobachtet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält am Donnerstag ihre letzte geldpolitische Sitzung des Jahres ab. Auch die Bank of England, die Riksbank und die Norges Bank werden diese Woche ihre letzten geldpolitischen Entscheidungen für 2025 bekannt geben.
EZB-Entscheidung am Donnerstag
Die EZB wird voraussichtlich die Zinsen bei 2 % belassen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde äußerte jedoch, dass die Wachstumsprognosen für die Eurozone wahrscheinlich erneut angehoben werden. Im September hatte die EZB ihre jährliche BIP-Wachstumsprognose bereits auf 1,2 % erhöht.
Bank of England: Zinssenkung erwartet
Das neunköpfige geldpolitische Komitee der Bank of England (BOE) wird voraussichtlich die Zinssätze um 25 Basispunkte auf 3,75 % senken. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines schwachen Wachstums und Anzeichen für einen möglichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Entscheidungsträger der Bank werden zudem die britischen Inflationsdaten für November, die am Mittwoch veröffentlicht werden, genau beobachten, um festzustellen, ob sich der Disinflationstrend fortsetzt. Von Reuters befragte Ökonomen erwarten eine Inflation von 3,5 %, ein leichter Rückgang gegenüber den 3,6 %, die in den zwölf Monaten bis Oktober verzeichnet wurden.
Globale Entwicklungen: USA und Asien
Weltweit gaben die US-Aktienfutures über Nacht nach, nachdem der S&P 500 am Dienstag seine dritte Verlustsitzung in Folge verzeichnete. Anleger bewerteten die US-Arbeitsmarktlage, nachdem das US Bureau of Labor Statistics am Dienstag Daten für Oktober und November veröffentlicht hatte. Die Daten für Oktober waren aufgrund einer Regierungsschließung verspätet.
Die Zahlen zeigten, dass die US-Wirtschaft im Oktober 105.000 Arbeitsplätze abgebaut hat, im November jedoch 64.000 Arbeitsplätze hinzugefügt wurden. Die asiatisch-pazifischen Märkte zeigten sich am Mittwoch uneinheitlich, während Anleger Japans Handelsdaten analysierten.