Europäische Märkte vor Fed-Entscheidung im Minus: Politische Spannungen und Unternehmensnews prägen das Bild

Europäische Märkte vor Fed-Entscheidung im Minus: Politische Spannungen und Unternehmensnews prägen das Bild

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Die europäischen Aktienmärkte stehen am Mittwoch vor einem negativen Handelsstart, da die globalen Investoren mit Spannung die mit Spannung erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve erwarten. Diese Entwicklung folgt auf einen uneinheitlichen Handelstag am Dienstag, der von Vorsicht geprägt war.

Erwartungen an die Fed-Sitzung

Die US-Notenbank wird voraussichtlich ihre letzte Sitzung des Jahres am Mittwoch abhalten. Es wird weithin erwartet, dass die Zentralbank zum dritten Mal in Folge eine Zinssenkung um einen Viertelprozentpunkt vornehmen wird. Laut dem FedWatch-Tool der CME liegt die Wahrscheinlichkeit für eine solche Senkung bei 87,6 %.

Die Stimmung unter den Mitgliedern des Federal Open Market Committee (FOMC), das für die Festlegung der Zinssätze zuständig ist, bleibt jedoch geteilt. Einige Mitglieder befürworten weitere Senkungen, um eine weitere Schwächung des Arbeitsmarktes abzuwenden, während andere befürchten, dass eine weitere Senkung die Inflation verschärfen könnte. Investoren werden die Äußerungen im Statement nach der Sitzung und die Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell am Mittwochnachmittag genau verfolgen, um Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik zu erhalten.

Europäische Märkte im Überblick

Für den Mittwoch werden negative Eröffnungen an den europäischen Börsen prognostiziert. Der britische FTSE-Index wird voraussichtlich 0,34 % niedriger eröffnen, der deutsche DAX 0,24 % niedriger, der französische CAC 40 0,25 % niedriger und der italienische FTSE MIB 0,3 % niedriger, basierend auf Daten von IG.

Am Dienstag zeigten die europäischen Aktienmärkte eine gemischte Entwicklung. Der paneuropäische Stoxx 600 stieg um 0,1 % auf 579,03 Punkte, nachdem er am Montag mit einer negativen Tendenz flach geschlossen hatte. Der deutsche DAX legte um 0,4 % zu, der französische CAC 40 verzeichnete ein leichtes Plus, während der britische FTSE 100 um 0,1 % nachgab.

Politische Einflüsse und Handelsbeziehungen

Die Stimmung an den europäischen Märkten dürfte diese Woche auch durch Äußerungen von US-Präsident Donald Trump beeinträchtigt worden sein. In einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit Politico kritisierte Trump europäische Staats- und Regierungschefs als "schwach" und beschrieb Europa als "verfallend", da es weder die Migration kontrollieren noch Maßnahmen im Ukraine-Krieg ergreifen könne.

Diese Kommentare treffen Europa zu einem Zeitpunkt, an dem die Verbündeten versuchen, die Stimme des Kontinents in den Verhandlungen über Friedensvorschläge für die Ukraine zu stärken. Sie folgen auf Trumps neue nationale Sicherheitsstrategie der letzten Woche, die in Frage stellte, ob europäische Länder "zuverlässige Verbündete bleiben" können.

Unternehmensnachrichten und Wirtschaftsdaten

Am Mittwoch werden die Quartalszahlen von TUI erwartet. Zudem werden italienische Industrieproduktionszahlen veröffentlicht, die weitere Einblicke in die Wirtschaft der Eurozone geben könnten.

Bereits am Dienstag gab es wichtige Unternehmensmeldungen:

  • Der Verteidigungsdienstleister Chemring Group verzeichnete in London einen Rückgang von über 1 %, nachdem er höhere als erwartete Kosten für sein norwegisches Expansionsprojekt gemeldet hatte.
  • British American Tobacco fiel um 4 %, da der Zigarettenhersteller für 2026 ein Ergebnis am unteren Ende seiner mittelfristigen Ziele erwartet.
  • Der deutsche Windturbinenhersteller Nordex legte um 2,3 % zu, nachdem er neue Aufträge in Frankreich und Belgien gewonnen hatte.
  • ThyssenKrupp stürzte um 7 % ab, nachdem der Industriekonzern vor herausfordernden Bedingungen warnte und für 2026 einen Nettoverlust von bis zu 800 Millionen Euro prognostizierte.

Aus Deutschland gab es zudem positive Wirtschaftsdaten: Der deutsche Außenhandelsüberschuss stieg im Oktober auf 16,9 Milliarden Euro von 15,3 Milliarden Euro im September. Die Exporte stiegen monatlich um 0,1 %, während die Importe um 1,2 % zurückgingen. Später am Tag werden auch Daten zu den US-Stellenangeboten für Oktober erwartet, die wichtige Hinweise auf die Gesundheit des US-Arbeitsmarktes liefern könnten.

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