Europas Börsen unter Druck: Iran-Spannungen und Powell-Ermittlungen belasten

Europas Börsen unter Druck: Iran-Spannungen und Powell-Ermittlungen belasten

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Europäische Aktienmärkte stehen zum Wochenauftakt voraussichtlich unter Druck. Anleger bewerten geopolitische Entwicklungen im Iran sowie den erneuten Druck auf den Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve, Jerome Powell. Diese Faktoren prägen die Stimmung an den globalen Finanzmärkten.

Europäische Märkte vor verhaltenem Start

Die wichtigsten europäischen Indizes werden mit leichten Verlusten in den Handelstag starten. Laut Daten von IG wird der britische FTSE-Index voraussichtlich 0,13 % niedriger eröffnen, ebenso wie der deutsche DAX. Der französische CAC 40 wird flach erwartet, während der italienische FTSE MIB um 0,26 % nachgeben könnte.

Geopolitische Spannungen im Fokus: Iran

Die Entwicklungen im Iran werden diese Woche von Marktbeobachtern genau verfolgt. Nach weitreichenden Protesten kam es zu einem gewaltsamen Vorgehen der iranischen Behörden. US-Präsident Donald Trump erwägt Berichten zufolge Optionen für Maßnahmen gegen den Iran.

Dem Präsidenten wurden am Sonntag potenzielle Pläne vorgelegt, die von möglichen Militärschlägen bis hin zu nicht-militärischen Aktionen reichen. Dies geht aus Berichten von MS Now und anderen Medien hervor, die sich auf US-Beamte berufen. Trumps Berater sollen den Präsidenten am Dienstag über militärische, Cyber- und wirtschaftliche Maßnahmen informieren, um seinen Drohungen Nachdruck zu verleihen.

Druck auf die US-Notenbank: Jerome Powell im Visier

In den USA fielen die Aktienfutures über Nacht, nachdem das Justizministerium eine strafrechtliche Untersuchung gegen Federal Reserve Chair Jerome Powell eingeleitet hatte. Dies wird als eine Eskalation von Trumps Versuchen gesehen, die Zentralbank unter Druck zu setzen. Powell bestätigte am Sonntagabend in einer Videobotschaft, dass Bundesanwälte eine strafrechtliche Untersuchung im Zusammenhang mit seiner Aussage vor dem Senatsbankenausschuss zur Renovierung von Fed-Bürogebäuden eröffnet haben.

Powell bezeichnete die Untersuchung als einen weiteren Versuch Trumps, die Geldpolitik der Zentralbank zu beeinflussen. Er betonte, dass er dem Druck nicht nachgeben werde. Seine Amtszeit als Vorsitzender endet im Mai.

Keine wichtigen Wirtschaftsdaten in Europa erwartet

Für Montag sind in Europa keine größeren Unternehmensgewinnberichte oder Wirtschaftsdatenveröffentlichungen geplant. Dies könnte die Aufmerksamkeit der Anleger noch stärker auf die externen geopolitischen und politischen Entwicklungen lenken.

Hintergrund: Forderungen der britischen Wirtschaft

Bereits am Dienstag, den 18. November 2025, forderten britische Wirtschaftsführer den Schatzkanzler Rachel Reeves auf, die Energiekosten zu senken und eine Erhöhung der Steuerlast für britische Unternehmen zu vermeiden. Diese Forderungen wurden im Vorfeld der diesjährigen Haushaltsplanung geäußert und spiegeln anhaltende wirtschaftliche Bedenken wider, die die Stimmung an den Märkten beeinflussen können.

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