
FCC ordnet vorzeitige Lizenzprüfung für acht ABC-Sender von Disney an
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FCC ordnet vorzeitige Lizenzprüfung für acht ABC-Sender von Disney an
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Die US-Medienaufsichtsbehörde FCC hat Disney angewiesen, die Lizenzen für acht ABC-Fernsehsender vorzeitig zu erneuern. Dies geschieht im Rahmen einer Untersuchung zu Disneys DEI-Praktiken und folgt auf Forderungen der Trumps, Jimmy Kimmel wegen eines Witzes zu entlassen.
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Die FCC fordert von Disney eine frühe Lizenzverlängerung für acht ABC-Sender. Hintergrund sind eine DEI-Untersuchung und Kontroversen um Jimmy Kimmel.
Die Federal Communications Commission (FCC) hat die Walt Disney Co. angewiesen, vorzeitige Anträge zur Lizenzverlängerung für ihre ABC-Fernsehsender einzureichen. Die ursprünglich zwischen 2028 und 2031 fälligen Lizenzen müssen nun bis zum 28. Mai eingereicht werden. Dies geschieht im Rahmen einer Untersuchung der FCC wegen "möglicher Verstöße" gegen den Communications Act von 1934 und das Verbot unrechtmäßiger Diskriminierung.
FCC ordnet vorzeitige Lizenzprüfung an
Die FCC gab am Dienstag bekannt, dass sie eine Anordnung zur vorzeitigen Lizenzprüfung für die ABC-Fernsehsender von Disney erlassen hat. Ein FCC-Beamter teilte CBS News mit, dass die Anordnung mit einer seit März 2025 laufenden Untersuchung der Agentur zu Disneys Praktiken im Bereich Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) zusammenhängt. Die FCC hat die Befugnis, Lizenzen zur vorzeitigen Verlängerung einzufordern, wenn dies für die ordnungsgemäße Durchführung einer Untersuchung unerlässlich ist und um sicherzustellen, dass der Sender seinen Gemeinwohlverpflichtungen nachkommt.
Hintergrund: Kimmels Witz und politische Reaktionen
Die Anordnung der FCC erfolgt, nachdem Präsident Trump und Melania Trump ABC aufgefordert hatten, den Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel zu entlassen. Kimmel hatte in seiner Sendung vom 23. April einen Witz gemacht, in dem er die First Lady als "den Glanz einer erwartungsvollen Witwe" beschrieb. Dieser Witz wurde zwei Tage vor einem angeblichen Schusswaffenangriff auf einen Secret Service Agenten beim White House Correspondents' Dinner gemacht. Melania Trump äußerte daraufhin, ABC solle "Stellung beziehen" gegen Kimmel, da "Menschen wie Kimmel nicht die Möglichkeit haben sollten, jeden Abend in unsere Häuser zu gelangen, um Hass zu verbreiten". Kimmel verteidigte seinen Witz und erklärte, er habe sich auf Trumps Alter bezogen und nicht zu einer Ermordung aufgerufen.
Disneys Reaktion und die rechtliche Lage
Disney bestätigte in einer Erklärung gegenüber CBS News den Erhalt der FCC-Anordnung für eine beschleunigte Überprüfung seiner ABC-eigenen Fernsehsender. Ein Disney-Sprecher betonte: "ABC und seine Sender haben eine lange Geschichte der vollständigen Einhaltung der FCC-Regeln und des Dienstes an ihren lokalen Gemeinden mit vertrauenswürdigen Nachrichten, Notfallinformationen und gemeinnützigen Programmen." Das Unternehmen sei zuversichtlich, dass diese Bilanz die fortgesetzte Qualifikation als Lizenznehmer gemäß dem Communications Act und dem Ersten Verfassungszusatz beweise, und sei bereit, dies auf den entsprechenden Rechtswegen zu zeigen. Josh D'Amaro, der im letzten Monat die Führung bei Disney von Bob Iger übernommen hat, hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Konflikt geäußert.
Die betroffenen ABC-Sender
Die FCC-Anordnung betrifft acht von Disney betriebene ABC-Fernsehsender. Diese Sender waren ursprünglich erst zwischen 2028 und 2031 zur Lizenzverlängerung vorgesehen. Zu den betroffenen Sendern gehören:
- WABC Television in New York
- KABC Television in Los Angeles
- WLS Television in Chicago
- KTRK Television in Houston
- KGO Television in San Francisco
- WPVI Television in Philadelphia
- WTVD Television in Durham, North Carolina
- KFSN Television in Fresno, California
Politische Dimension und Präzedenzfall
Kritiker sehen in der beschleunigten Überprüfung der Lizenzen ein klares Beispiel für politische und regulatorische Vergeltung gegen einen unliebsamen Sender. Die FCC wird von dem von Trump ernannten Vorsitzenden Brendan Carr geleitet. Die Anordnung, Lizenzen Jahre vor dem regulären Termin zur Verlängerung einzufordern, wird als beispiellos angesehen. Die Auseinandersetzung zwischen der Trump-Administration und Jimmy Kimmel ist nicht neu; in der Vergangenheit wurde Kimmel nach einem Witz über den konservativen Aktivisten Charlie Kirk kurzzeitig von Disney aus dem Programm genommen. Dieses Mal jedoch scheint Disney seinen Moderator zu unterstützen und bereitet sich auf einen möglichen Rechtsstreit vor.