FDVV vs. NOBL: Dividenden-ETFs im Vergleich – Kosten, Rendite, Strategie

FDVV vs. NOBL: Dividenden-ETFs im Vergleich – Kosten, Rendite, Strategie

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Zwei prominente Dividenden-ETFs, der ProShares S&P 500 Dividend Aristocrats® ETF (NOBL) und der Fidelity High Dividend ETF (FDVV), zielen beide auf dividendenorientierte US-Aktien ab, verfolgen jedoch unterschiedliche Strategien. Die wesentlichen Unterschiede liegen in den Kosten, der Dividendenrendite, der jüngsten Performance und der Sektorallokation. Dieser Vergleich beleuchtet, wie sich die ETFs in Bezug auf Kosten, Renditen, Risiko und Portfoliozusammensetzung per März 2026 positionieren.

Einleitung: Dividenden-ETFs im Fokus

Dividenden-ETFs erfreuen sich bei Anlegern großer Beliebtheit, die regelmäßige Erträge und langfristiges Kapitalwachstum anstreben. Während NOBL eine strenge Liste von S&P 500 Dividend Aristocrats® mit einer gleichgewichteten, sektorbegrenzten Methodik verfolgt, wählt FDVV Aktien mit hoher Dividendenrendite unter Berücksichtigung von Sektorgewichtungen aus. Diese unterschiedlichen Ansätze führen zu divergierenden Ergebnissen und Portfoliozusammensetzungen.

FDVV vs. NOBL: Ein Überblick der Kennzahlen

Ein direkter Vergleich der wichtigsten Kennzahlen zeigt deutliche Unterschiede zwischen den beiden ETFs:

  • Emittent: NOBL von ProShares, FDVV von Fidelity
  • **Kostenquote:** FDVV ist mit 0,15% deutlich günstiger als NOBL mit 0,35%.
  • 1-Jahres-Rendite (Stand 13. März 2026): FDVV erzielte 16,5%, NOBL 8,6%.
  • Dividendenrendite: FDVV bietet eine höhere Rendite von 2,77% gegenüber 1,94% bei NOBL.
  • **Beta:** FDVV hat ein Beta von 0,80, NOBL von 0,76. Beta misst die Preisvolatilität relativ zum S&P 500 und wird aus fünfjährigen monatlichen Renditen berechnet.
  • **Verwaltetes Vermögen (AUM):** NOBL verwaltet 12,01 Milliarden US-Dollar, FDVV 8,86 Milliarden US-Dollar.

FDVV ist somit nicht nur kostengünstiger, sondern bietet auch eine höhere Ausschüttung und zeigte in den letzten zwölf Monaten eine stärkere Performance.

Anlagestrategie und Portfoliozusammensetzung

Die unterschiedlichen Anlagestrategien spiegeln sich klar in den Portfolios wider:

  • Fidelity High Dividend ETF (FDVV):
  • Hält 107 Aktien und ist seit 10 Jahren am Markt.
  • Das Portfolio neigt zu Technologie (25%), Finanzdienstleistungen (17%) und zyklischen Konsumgütern (16%).
  • Top-Holdings umfassen Nvidia, Apple und Microsoft.
  • Der Fonds strebt eine hohe relative Rendite unter Verwendung von Sektorgewichtungen an, was auch wachstumsorientierte Namen neben reinen Dividendenzahlern einschließen kann.
  • ProShares S&P 500 Dividend Aristocrats® ETF (NOBL):
  • Investiert in 70 S&P 500 Unternehmen, die mindestens 25 aufeinanderfolgende Jahre Dividendenwachstum aufweisen.
  • Die Sektorgewichte sind auf 30% begrenzt.
  • Die größten Allokationen liegen in defensiven Konsumgütern (25%), Industrie (20%) und Finanzdienstleistungen (12%).
  • Zu den Top-Holdings gehören Target, Johnson & Johnson und Chevron.
  • Der gleichgewichtete, regelbasierte Ansatz von NOBL macht ihn defensiver und weniger auf Wachstumsaktien konzentriert.

Performance und Risiko im Vergleich

Betrachtet man die Performance und das Risiko über einen längeren Zeitraum, zeigen sich weitere Nuancen:

  • Maximaler Drawdown (5 Jahre): NOBL verzeichnete einen maximalen Drawdown von -17,92%, während FDVV bei -20,17% lag. Dies deutet auf eine etwas höhere Widerstandsfähigkeit von NOBL in Abschwungphasen hin.
  • Wachstum von 1.000 $ über 5 Jahre: Eine Investition von 1.000 $ wäre bei FDVV auf 1.858 $ angewachsen, bei NOBL auf 1.396 $.
  • Gesamtrenditen über das letzte Jahrzehnt: Der S&P 500 lieferte jährliche Gesamtrenditen von 14,4%. FDVV erreichte 12,7% pro Jahr und NOBL 9,8% pro Jahr. Obwohl diese Ergebnisse als "Underperformance" bezeichnet werden könnten, liegen sie tatsächlich im Einklang mit oder sogar über den langfristigen historischen Renditen des Marktes.

Was bedeutet das für Anleger?

Sowohl FDVV als auch NOBL sind auf ihre Weise attraktive ETFs für Dividendeninvestoren. Die Wahl hängt stark von den individuellen Präferenzen und der Anlagestrategie ab:

  • FDVV könnte für Anleger interessant sein, die keinen S&P 500 ETF in ihrem Portfolio halten. Seine größten Positionen, darunter Mitglieder der "Magnificent Seven", können den breiteren S&P 500 bis zu einem gewissen Grad nachahmen, wie seine Gesamtrenditen zeigen. Zudem ist seine Dividendenrendite von 2,77% fast dreimal so hoch wie die Ausschüttung des S&P 500 von 1,06%.
  • NOBL bietet einen defensiveren Ansatz durch seine Konzentration auf S&P 500 Dividend Aristocrats® und eine gleichgewichtete, regelbasierte Strategie. Dies könnte Anleger ansprechen, die Stabilität und eine bewährte Historie des Dividendenwachstums priorisieren.