FedEx setzt auf "Super-Humanoide" Roboter: Die Zukunft der Logistik-Automatisierung

FedEx setzt auf "Super-Humanoide" Roboter: Die Zukunft der Logistik-Automatisierung

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Der globale E-Commerce- und Transportriese FedEx plant, seine Lagerprozesse mit fortschrittlichen Robotern zu automatisieren. CEO Raj Subramaniam sieht dabei den Bedarf an "Super-Humanoiden" Robotern, die über die Fähigkeiten herkömmlicher humanoider Modelle hinausgehen, um die komplexen Herausforderungen der Logistik zu meistern. Diese Entwicklung spiegelt einen breiteren Trend in der Branche wider, in der Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik zunehmend als zentrale Infrastruktur für Effizienz und Resilienz etabliert werden.

Die Vision von FedEx: "Super-Humanoide" Roboter

Raj Subramaniam, seit 2022 der zweite CEO in der Geschichte von FedEx, äußerte sich in einem Interview mit The New York Times zu seinem Technologieansatz. Er betonte, dass herkömmliche humanoide Roboter für die spezifischen Anforderungen in den FedEx-Lagern nicht ausreichen würden. Das Be- und Entladen von Lastwagen stelle ein sehr schwieriges Problem für die Robotik dar, da Pakete in jeder Größe, Form und Gewicht vorkämen.

FedEx suche daher nicht nach humanoiden, sondern nach "Super-Humanoiden" Robotern, die möglicherweise "ein paar Ellbogen" und "mehr Freiheitsgrade" benötigten. Diese Roboter befinden sich laut Subramaniam noch in der Pilotphase und seien "noch nicht bereit für die Hauptsendezeit". Neben der Robotik konzentriert sich FedEx auch auf KI, die auf Daten von täglich 17 Millionen weltweiten Lieferungen trainiert wird, um Lieferzeiten für Kunden präzise vorherzusagen. Die FedEx-Aktie ist im vergangenen Jahr um etwa 11 % gestiegen.

Automatisierung in der Logistik: Ein Branchenüberblick

Andere E-Commerce- und Logistikriesen treiben die Automatisierung ebenfalls voran. Amazon setzt bereits eine Flotte von über 750.000 Robotern in seinen Fulfillment-Prozessen ein, die beim Kommissionieren, Verpacken und Transportieren von Paketen zu den Laderampen helfen. Eine Notiz von Morgan Stanley vom Februar prognostizierte, dass diese Roboter Amazon bis 2030 jährlich 10 Milliarden US-Dollar einsparen könnten.

Auch GXO, ein weiterer großer Logistikdienstleister, testet humanoide Roboter in seinen Lagern und verfolgt laut seinem Chief Automation Officer einen "sehr breiten und aggressiven Ansatz" in dieser Kategorie. Eine kritische Perspektive kommt jedoch von Boston Dynamics: Der CTO des Unternehmens äußerte 2023 in einem TechCrunch-Interview, dass die menschliche Form möglicherweise nicht die idealste für Roboter sei, um Lageraufgaben zu erledigen.

Fortschritte bei der Laderampen-Automatisierung

Die Automatisierung erreicht zunehmend auch die Laderampen, einen der arbeitsintensivsten und chaotischsten Bereiche in Lagern. Das Entladen von Anhängern, das in einer Metallbox mit gemischten Kartons, sich verschiebenden Stapeln und extremen Umgebungsbedingungen stattfindet, ist eine besondere Herausforderung. Große Betreiber wie UPS haben bereits 400 LKW-Entladeroboter von Pickle Robot Co. gekauft, und DHL hat eine erweiterte Partnerschaft zur Skalierung von über 1.000 zusätzlichen Robotereinheiten angekündigt. Boston Dynamics' Stretch-Roboter wird ebenfalls von großen Logistikbetreibern eingesetzt.

Diese Entwicklung wird durch mehrere Faktoren vorangetrieben:

  • Standardisierung für Wiederholbarkeit: Standards wie ANSI MH30.1-2022 und MH30.2-2022 definieren Leistungs- und Testanforderungen für Laderampen-Nivellierer. Dies schafft eine messbare Basis für das Verhalten unter Last und fördert konsistentere und besser überwachte Nivellierer.
  • Verriegelte Dock-Systeme: Moderne Dock-Systeme setzen zunehmend auf erzwungene Sequenzen statt auf Beschilderung oder Schulung. Das Einrasten der Fahrzeugsicherung, der Türbetrieb und das Ausfahren des Nivellierers sind miteinander verriegelt, sodass Schritte nicht außer der Reihe erfolgen können. Dies schafft deterministische Zustände, die von Warehouse Control Systems (WCS) und Warehouse Execution Systems (WES) genutzt werden können.
  • Roboter im Trailer und Skalierung: Die robotergestützte Entladung ist keine reine Pilotkategorie mehr. Der Übergang von Experimenten zu Kapitalinvestitionen mit öffentlich genannten ROI-Zielen von unter zwei Jahren, wie bei UPS, unterstreicht diesen Wandel.

KI als Infrastruktur: Der Wandel in der Robotik und Wirtschaft

Die breiteren Geschäftstrends für 2026 zeigen, dass KI sich von isolierten Tools zu Kernsystemen entwickelt, die Entscheidungen, Workflows und tägliche Operationen steuern. Im Jahr 2024 nutzten 78 % der Unternehmen KI, ein deutlicher Anstieg gegenüber 55 % im Vorjahr, was die schnelle Verlagerung von Experimenten zur breiten Akzeptanz verdeutlicht.

Die International Federation of Robotics (IFR) identifiziert folgende Top-Trends für die Robotik bis 2026:

  • KI & Autonomie in der Robotik: Roboter, die KI nutzen, um selbstständig zu arbeiten, werden immer häufiger. Analytische KI hilft bei der Verarbeitung großer Datensätze, der Erkennung von Mustern und der Bereitstellung umsetzbarer Erkenntnisse, was Robotern ermöglicht, Ausfälle autonom vorherzusehen oder die Pfadplanung und Ressourcenzuweisung in der Logistik zu optimieren. Generative KI ermöglicht es Robotern, neue Aufgaben autonom zu lernen und Trainingsdaten durch Simulation zu generieren, was auch eine neue Art der Mensch-Roboter-Interaktion mit natürlicher Sprache und visuellen Befehlen ermöglicht. Agentic AI kombiniert analytische und generative KI, um Robotik in komplexen, realen Umgebungen unabhängig arbeiten zu lassen.
  • Vielseitigkeit durch IT/OT-Konvergenz: Die Nachfrage nach vielseitigen Robotern beschleunigt sich durch die Konvergenz von Informationstechnologie (IT) und Operational Technology (OT). Diese Integration verbessert die Vielseitigkeit der Robotik durch Echtzeit-Datenaustausch, Automatisierung und erweiterte Analysen und ist ein grundlegendes Element der digitalen Unternehmen und Industrie 4.0.
  • Humanoide Roboter beweisen Zuverlässigkeit und Effizienz: Das Feld der humanoiden Robotik expandiert schnell. Humanoide Roboter für den industriellen Einsatz werden als vielversprechende Technologie in Umgebungen gesehen, die für Menschen konzipiert sind, insbesondere in der Lagerhaltung und Fertigung. Unternehmen und Forscher gehen über Prototypen hinaus, um Humanoide im realen Einsatz zu testen, wobei Zuverlässigkeit und Effizienz entscheidend für den Erfolg sind.

Erwähnte Persönlichkeiten