
Figure AI: 176.000 Bewerbungen, 425 Einstellungen – Der KI-Talentkrieg
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Figure AI, ein führendes Start-up im Bereich humanoider Robotik, verzeichnete in den letzten drei Jahren 176.000 Bewerbungen, stellte jedoch nur rund 425 Mitarbeiter ein. Dies entspricht einer extrem niedrigen Einstellungsquote von etwa 0,24 % und unterstreicht die enorme Konkurrenz im Tech-Sektor. CEO Brett Adcock bezeichnete einen Großteil der Bewerbungen als "slop" und sprach von einem mühsamen Überprüfungsprozess.
Rekordverdächtige Bewerberflut bei Figure AI
Das Silicon-Valley-Start-up Figure AI, gegründet im Jahr 2022, hat seit seiner Gründung eine beispiellose Anzahl von Bewerbungen erhalten. Laut Gründer und CEO Brett Adcock gingen in den letzten drei Jahren 176.000 Job-Bewerbungen ein. Demgegenüber stehen lediglich rund 425 Neueinstellungen.
Diese Zahlen ergeben eine Einstellungsquote von etwa 0,24 % über den genannten Zeitraum. Damit liegt die Akzeptanzrate von Figure AI sogar unter der der renommiertesten Universitäten wie Caltech, die eine Akzeptanzrate von 3 % aufweist. Adcock merkte an, dass der Großteil der eingereichten Bewerbungen als "slop" zu bezeichnen sei.
Herausforderungen im Bewerbungsprozess
Der CEO von Figure AI, Brett Adcock, beschrieb den Prozess der Bewerbungsprüfung als äußerst zeitaufwendig. Er kommentierte auf X: "Wir gehen diese einzeln durch wie ein Affe – es ist unglaublich zeitaufwendig." Selbst der Einsatz von Applicant Tracking Systems (ATS), Software zur Vorauswahl von Lebensläufen, kann den Aufwand bei solch hohen Bewerberzahlen kaum mindern.
Adcock erklärte, dass selbst bei ungeeigneten Bewerbungen im ATS mindestens 20 Sekunden für Klicks pro Einreichung anfallen. Angesichts dieser Herausforderung erwägt Adcock, ein Modell zu entwickeln, das diesen Prozess effizienter gestalten könnte. Er schrieb: "Brauche ein Modell, das das für uns besser macht, vielleicht arbeite ich an einem."
Der hart umkämpfte Tech-Arbeitsmarkt
Figure AI befindet sich an der Schnittstelle zweier dominanter Trends im aktuellen Arbeitsmarkt. Einerseits bewerben sich Kandidaten heute nicht mehr nur auf wenige Stellen; eine durchschnittliche Stellenausschreibung erhält laut Daten von Greenhouse, einer führenden ATS-Plattform, 242 Bewerbungen. Aki Ito, Chefkorrespondent von Business Insider, beschrieb dies als "statistisches Äquivalent dazu, seinen Lebenslauf in ein schwarzes Loch zu schleudern."
Andererseits agiert Figure AI in einem der heißesten Bereiche der Tech-Branche: Robotik und Künstliche Intelligenz (KI). Top-Tech-Firmen wie Meta und OpenAI führen einen "KI-Talentkrieg" und bieten Spitzenforschern sieben- bis neunstellige Gehaltspakete, um sie abzuwerben. Auch Tech-Start-ups kämpfen um KI-Talente und locken mit höheren Eigenkapitalpaketen und anderen Vorteilen.
Figure AI: Ein Schwergewicht in der Robotik
Figure AI hat sich als eines der führenden Unternehmen im Bereich der humanoiden Robotik etabliert. Das Unternehmen konnte kürzlich in seiner Series-C-Finanzierungsrunde über 1 Milliarde US-Dollar einnehmen. Diese Finanzierungsrunde, die von Investoren wie Parkway Venture Capital, Brookfield Asset Management und Nvidia unterstützt wurde, bewertet das Unternehmen mit 39 Milliarden US-Dollar.