Finanzbetrug bei Senioren: FTC schätzt Verluste auf bis zu 81,5 Milliarden US-Dollar

Finanzbetrug bei Senioren: FTC schätzt Verluste auf bis zu 81,5 Milliarden US-Dollar

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Finanzbetrug stellt für ältere Erwachsene in den USA ein zunehmend kostspieliges Problem dar. Die Federal Trade Commission (FTC) berichtet, dass die gemeldeten Verluste von Personen ab 60 Jahren im Jahr 2024 2,4 Milliarden US-Dollar erreichten. Experten schätzen jedoch, dass die tatsächlichen Verluste bis zu 81,5 Milliarden US-Dollar betragen könnten, da die meisten Fälle nicht gemeldet werden.

Alarmierende Zunahme von Betrugsfällen und Verlusten

Die von Erwachsenen ab 60 Jahren an die Federal Trade Commission (FTC) gemeldeten Betrugsfälle führten im Jahr 2024 zu Verlusten von 2,4 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 26,3 % gegenüber 1,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 und sogar 300 % gegenüber 600 Millionen US-Dollar im Jahr 2020. Ein wesentlicher Treiber dieser Zunahme sind Betrugsfälle mit individuellen Verlusten von 100.000 US-Dollar oder mehr, die 1,6 Milliarden US-Dollar oder 68 % des Gesamtbetrags ausmachen.

Da die meisten Betrugsfälle jedoch nicht gemeldet werden, schätzt die FTC die tatsächlichen Verluste älterer Erwachsener im Jahr 2024 auf bis zu 81,5 Milliarden US-Dollar. Der Großteil dieser Gelder ging durch Anlag scams verloren. Solche erheblichen Verluste können die finanzielle Sicherheit gefährden, insbesondere in Zeiten steigender Kosten und Sorgen um die Altersvorsorge. Kathy Stokes, Direktorin der Betrugspräventionsprogramme beim AARP Fraud Watch Network, betont: "Dieses Verbrechen ist nicht nur finanzieller Natur. Manche Menschen verlieren alles, und sie sagen immer noch, dass die emotionale Belastung das Schwerste ist."

Branchenweite Reaktion: Banken und Gesetzgeber handeln

Während ältere Erwachsene überproportional hohe Verluste melden, nimmt der Finanzbetrug gegen Verbraucher aller Altersgruppen insgesamt zu. Im vergangenen Jahr wurden der FTC Verluste von insgesamt 12,8 Milliarden US-Dollar gemeldet, ein Anstieg gegenüber 3,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020. Auch hier wird die tatsächliche Summe für 2024 aufgrund der Dunkelziffer auf bis zu 195,9 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Finanzinstitute und Gesetzgeber widmen diesem Problem verstärkt Aufmerksamkeit. Viele Banken und andere Finanzdienstleister fordern von Kontoinhabern einen "vertrauenswürdigen Kontakt", der in bestimmten Situationen, wie dem Verdacht auf finanzielle Ausbeutung, kontaktiert werden kann. Die Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) verpflichtet Maklerfirmen, angemessene Anstrengungen zu unternehmen, um einen solchen Kontakt zu Konten hinzuzufügen, auch wenn Anleger nicht dazu verpflichtet sind, einen anzugeben.

Darüber hinaus ist im Kongress ein Gesetzesvorschlag zur Bekämpfung von Betrug an älteren Menschen anhängig. Der "Financial Exploitation Prevention Act" würde es bestimmten Finanzinstituten ermöglichen, die Ausführung verdächtiger Transaktionen, die auf finanzielle Ausbeutung hindeuten könnten, zu verzögern. Die Version des Repräsentantenhauses (H.R. 2478) wurde im September im Ausschuss verabschiedet; der Senatsentwurf (S. 2840) wartet auf die Beratung durch den Bankenausschuss.

Die Methoden der Betrüger

Mit der Weiterentwicklung der Technologie haben Kriminelle neue Wege gefunden, potenzielle Opfer zu erreichen, darunter E-Mails, Textnachrichten, soziale Medien und Online-Werbung. Ein scheinbar harmloser Text von einem Fremden kann sich beispielsweise zu einer vertrauensvollen Beziehung entwickeln. Wenn der Betrüger dann eine "großartige Investition" vorschlägt, überweist die nun vertrauende Person Gelder auf ein Konto, in der Annahme, hohe Gewinne zu erzielen.

Die Wiedererlangung des Geldes ist oft schwierig, wie Kathleen Daffan, stellvertretende Direktorin des FTC Bureau of Consumer Protection, erklärt: "Es kann wirklich schwierig sein, das Geld zurückzubekommen... Die Betrüger handeln sehr schnell, um das Geld zu erhalten und es woandershin zu transferieren, oft ins Ausland." Ältere Erwachsene sind laut FTC-Bericht auch anfälliger für bestimmte Betrugsarten:

  • Tech-Support-Betrug
  • Gewinnspiel-, Lotterie- und Preisausschreiben-Betrug
  • Romance Scams (Liebesbetrug)
  • Betrug durch Nachahmung von Regierungsbehörden

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