Flugausfälle in Mexiko nach Tötung von Kartellführer "El Mencho

Flugausfälle in Mexiko nach Tötung von Kartellführer "El Mencho

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US-amerikanische und kanadische Fluggesellschaften haben am Sonntag Flüge in Teile Mexikos gestrichen. Dies geschah, nachdem mexikanische Behörden die Tötung des Drogenbarons Nemesio Oseguera, bekannt als "El Mencho", in einer Militäroperation gemeldet hatten. Die Nachricht löste Berichten zufolge Zusammenstöße im Bundesstaat Jalisco aus und führte zu Reisewarnungen.

Umfangreiche Flugausfälle in Mexiko

Mehrere große Fluggesellschaften reagierten umgehend auf die Sicherheitslage. United Airlines annullierte alle Flüge nach Puerto Vallarta (PVR) und Guadalajara (GDL) für den Sonntag. Auch Southwest Airlines strich alle ankommenden und abfliegenden Flüge von Puerto Vallarta an diesem Tag.

American Airlines setzte den verbleibenden Sonntagsdienst nach Puerto Vallarta, Guadalajara und Mazatlán (MZT) aus. Die Fluggesellschaft erklärte, die Situation weiterhin zu beobachten und bei Bedarf weitere Änderungen vorzunehmen, um die Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern zu gewährleisten. Air Canada stellte ebenfalls vorübergehend den Betrieb in Puerto Vallarta ein. Bis zur Veröffentlichung wurden keine weiteren Annullierungen über den Sonntag hinaus bekannt gegeben. Mehrere Airlines boten betroffenen Passagieren Reisegenehmigungen an, die eine kostenlose Umbuchung ermöglichten.

Hintergrund: Tötung von "El Mencho" und Kartellaktivitäten

Die Flugänderungen erfolgten, nachdem mexikanische Truppen am Sonntag Operationen in Tapalpa, Jalisco, durchgeführt hatten, die auf "El Mencho" abzielten. Nemesio Oseguera, ein ehemaliger Polizist, war der Anführer des Cartel de Jalisco Nueva Generación (CJNG), das von US-Behörden als Hauptlieferant von Fentanyl in die Vereinigten Staaten identifiziert wird.

Die Operation wurde in bilateraler Abstimmung und Zusammenarbeit mit den USA durchgeführt. US-Behörden lieferten ergänzende Geheimdienstinformationen, die zur Tötung von "El Mencho" beitrugen. Auf "El Mencho" war ein Kopfgeld von 15 Millionen US-Dollar ausgesetzt. Er stieg nach der Verhaftung von Joaquín "El Chapo" Guzmán, dem ehemaligen Chef des Sinaloa-Kartells, an die Macht. In den letzten etwa 15 Jahren hat sich das CJNG von einer regionalen kriminellen Gruppe zu einer globalen Menschenhandelsorganisation entwickelt, die von ihrer Hochburg in Jalisco aus operiert.

Reisewarnungen und Sicherheitslage in Jalisco

Regierungsbeamte warnten vor Zusammenstößen in Jalisco und einer breiteren kriminellen Aktivität. Dies veranlasste die US-Botschaft in Mexiko, "Shelter-in-Place"-Hinweise für mehrere Bundesstaaten herauszugeben. Touristen in mexikanischen Badeorten wurde geraten, in ihren Resorts zu bleiben.

US-Vizeaußenminister Christopher Landau kommentierte die Entwicklung auf X: "Ich wurde gerade darüber informiert, dass mexikanische Sicherheitskräfte 'El Mencho', einen der blutigsten und rücksichtslosesten Drogenbosse, getötet haben. Dies ist eine großartige Entwicklung für Mexiko, die USA, Lateinamerika und die Welt. Die Guten sind stärker als die Bösen."

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