Ford setzt auf KI: Neuer Assistent und BlueCruise-Upgrade bis 2028

Ford setzt auf KI: Neuer Assistent und BlueCruise-Upgrade bis 2028

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Ford treibt seine Digitalisierungsstrategie massiv voran und kündigte auf der CES 2026 die Einführung eines neuen KI-Assistenten sowie die Weiterentwicklung seines BlueCruise-Systems an. Ziel ist es, komplexe Fahrzeugfunktionen zu vereinfachen und den Weg zum autonomen Fahren zu ebnen, beginnend mit einer App-Integration im ersten Halbjahr 2026. Diese Initiativen positionieren Ford im Wettbewerb mit Pionieren wie Rivian und Tesla.

Einführung des Ford KI-Assistenten

Ford kündigte auf der Consumer Electronics Show (CES) 2026 in Las Vegas die Einführung eines neuen KI-Assistenten an. Dieser Schritt markiert Fords umfassendes Engagement in den Bereichen KI-gesteuerter und autonomer Fahrtechnologien. Der Assistent wird als "tiefe, personalisierte Intelligenz" beschrieben, die das spezifische Fahrzeug kennt, die individuellen Bedürfnisse versteht und Wünsche auf jeder Fahrt antizipiert.

Technologische Basis und Funktionsweise

Der KI-Assistent wird von Google Cloud gehostet und basiert auf einem Large Language Model (LLM). Ford entwickelt kein eigenes LLM, sondern nutzt verfügbare Modelle und passt diese durch den Zugriff auf fahrzeugspezifische Informationen an. Sammy Omari, Leiter der Advanced Driver Assist Systems (ADAS) bei Ford, betonte, dass dies der schnellste Weg sei, die Technologie an die Kunden zu bringen.

Diese tiefe Integration ermöglicht es dem Assistenten, nicht nur enzyklopädische Fragen wie die Ladekapazität einer Ladefläche zu beantworten, sondern auch detaillierte Echtzeit-Überwachungsdaten wie die Öllebensdauer oder den Zustand der Reifen zu liefern. Er kann auch bei der Einrichtung des Fahrzeugs für den Anhängerbetrieb unterstützen und natürliche Sprachbefehle verstehen, ähnlich wie Rivians System.

Der Zeitplan für die Einführung

Die erste Phase des KI-Assistenten wird im ersten Halbjahr 2026 über die Ford und Lincoln Mobile Apps für Kunden verfügbar sein. Viele Ford-Kunden nutzen diese Apps bereits, was eine schnelle Verbreitung ermöglicht. Der nächste Schritt ist für 2027 geplant, wenn der Assistent direkt in die Fahrzeuge integriert und dann über die gesamte Modellpalette skaliert wird.

Fortschritte beim autonomen Fahren: BlueCruise der nächsten Generation

Neben dem KI-Assistenten stellte Ford auch die nächste Generation seines fortschrittlichen Fahrerassistenzsystems BlueCruise vor. Dieses System zielt darauf ab, heute bereits freihändiges Fahren zu ermöglichen und zukünftig eine "Eyes-off"-Funktionalität zu bieten, die über die heutige Teilautomatisierung hinausgeht und auf SAE Level 3 abzielt. Ford verfolgt das Ziel, bis 2028 ein echtes "line-of-sight-free driving" zu erreichen.

Das System soll "Point-to-Point autonomes Fahren" beherrschen, was bedeutet, dass es Routen über verschiedene Straßentypen mit begrenztem manuellem Eingriff bewältigen kann. Dies ist ein direktes Konkurrenzprodukt zu Teslas FSD-System und Rivians zukünftigen Systemen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Funktionen weiterhin die Bereitschaft des Fahrers erfordern, jederzeit die Kontrolle zu übernehmen.

Kostenreduktion und Marktstrategie

Ein wesentlicher Durchbruch bei der neuen BlueCruise-Generation ist die Reduzierung der Herstellungskosten um 30 % im Vergleich zur aktuellen Einrichtung. Dieses kostengünstigere System wird erstmals 2027 in einem mittelgroßen Pickup-Truck auf Fords kostengünstiger "General Electric Vehicle"-Plattform zum Einsatz kommen. Ford beabsichtigt, fortschrittliche Fahrerassistenzfunktionen über Luxusausstattungen hinaus in den Massenmarkt zu bringen.

Ford verfolgt eine gestaffelte Strategie, um hochrangige intelligente Fahr- und KI-Erlebnisse von "Luxusartikeln" in Standardkonfigurationen für den breiten Markt zu verwandeln. Dies unterstreicht Fords Ambition, Technologie für eine breitere Kundenschicht zugänglich zu machen.

Wettbewerbsumfeld und Zukunftsaussichten

Fords Ankündigungen erfolgen in einem dynamischen Umfeld der Automobilindustrie, das von intensiven Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und des autonomen Fahrens geprägt ist. Rivian hatte bereits im Dezember einen ähnlichen KI-Assistenten für seine Gen 1 und Gen 2 R1 Fahrzeuge für Anfang 2026 angekündigt. Auch Tesla ist mit seinem FSD-System ein wichtiger Akteur.

Auf der CES 2026 gab es weitere relevante Neuigkeiten, darunter Live-Demonstrationen des von Amazon unterstützten Robotaxi-Unternehmens Zoox und die Vorstellung des ersten Robotaxi-Designs von Uber in Zusammenarbeit mit Lucid und Nuro. Nvidia-CEO Jensen Huang kündigte zudem Alpamayo an, ein neues offenes KI-Modell für autonome Fahrzeuge. Ford positioniert sich mit seinen Initiativen klar im Wettbewerb um die Zukunft der Mobilität.

Erwähnte Persönlichkeiten