Frachtrezession fordert Tribut: Traditionsreiche Speditionen schließen

Frachtrezession fordert Tribut: Traditionsreiche Speditionen schließen

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Die sogenannte "Great Freight Recession" zeigt keine Anzeichen eines baldigen Endes, da immer mehr etablierte Speditionsunternehmen ihre Türen dauerhaft schließen. Dies führt zu weitreichenden Konsequenzen für die Logistikbranche und Tausende von Mitarbeitern.

Die anhaltende Frachtrezession

Die aktuelle Frachtrezession setzt die Transportindustrie massiv unter Druck. Dies äußert sich nicht nur in Insolvenzen, sondern auch in der Schließung ganzer Betriebe ohne vorherige Konkursanmeldung. Im dritten Quartal 2025 meldeten etwa 21 Speditionsunternehmen Insolvenz an, im zweiten Quartal waren es 20 Firmen.

Große Akteure reagieren auf Marktdruck

Auch große Speditionsunternehmen sind von den Herausforderungen betroffen und sehen sich gezwungen, Einrichtungen oder ganze Geschäftsbereiche zu schließen. J.B. Hunt Transport Inc., ein Gigant der Branche, schloss am 27. Oktober 2025 seine Einrichtung im Home Depot Distributionszentrum in Lithonia, Georgia. Auch dieser Schritt erfolgte ohne Insolvenzanmeldung.

Das Ende einer Ära: 10 Roads Express

Ein weiteres prominentes Beispiel ist 10 Roads Express, ein langjähriger Auftragnehmer des U.S. Postal Service. Das Unternehmen gab Pläne bekannt, sein Posttransportgeschäft einzustellen und alle Operationen bis Ende Januar 2026 zu beenden. Am 1. Dezember reichte 10 Roads Express eine 60-tägige Worker Adjustment and Retraining Notification (WARN) ein, mit dem endgültigen Entlassungsdatum 30. Januar 2026.

Etwa 2.000 Mitarbeiter werden von dieser Maßnahme betroffen sein. Das in Carter Lake, Iowa, ansässige Transport- und Logistikunternehmen wurde 1946 gegründet und arbeitete 47 Jahre lang mit dem U.S. Postal Service zusammen. Laut der Federal Motor Carrier Safety Administration (FMCSA) SAFER-Website verfügte das Unternehmen über 2.462 Zugmaschinen und 2.606 Fahrer.

In einer Erklärung teilte 10 Roads Express mit, dass die Entscheidung zur Einstellung des Betriebs aufgrund anhaltender und erheblicher Belastungen getroffen wurde, die die Transportbranche und das Unternehmen, dessen Hauptkunde der U.S. Postal Service ist, beeinflusst haben. Das Unternehmen transportierte auch kommerzielle Produkte. Ein Sprecher von 10 Roads erklärte: „Unsere Branche hat beispiellose Herausforderungen gemeistert, und trotz des Engagements unserer Mitarbeiter und Führungskräfte sind die Realitäten der Branche unüberwindbar geworden.“

Standard Forwarding Freight stellt Betrieb ein

Auch das Less-than-Truckload (LTL)-Speditionsunternehmen Standard Forwarding Freight, das in 16 Bundesstaaten tätig war, hat seinen Geschäftsbetrieb am 29. Dezember eingestellt und Mitarbeiter entlassen. Das Unternehmen hat keine weiteren Schritte bekannt gegeben.

Das in East Moline, Illinois, ansässige Speditionsunternehmen erklärte auf seiner Website, dass es den täglichen Betrieb vorübergehend einstellt. Laut einem Bericht von FreightWaves wurden bestimmte Fahrer bereits am 28. Dezember über ihre Kündigung und die dauerhafte Schließung des Unternehmens informiert. In der Erklärung des Unternehmens heißt es: „Mit Wirkung vom 29. Dezember 2025 hat Standard Forwarding Freight, LLC nach einer umfassenden strategischen Überprüfung des Geschäfts die schwierige, aber notwendige Entscheidung getroffen, den täglichen Betrieb vorübergehend einzustellen und die Belegschaft zu reduzieren.“