Gen Z definiert Trinkkultur neu: "Zebra Striping" für mehr Finanzen & Wellness

Gen Z definiert Trinkkultur neu: "Zebra Striping" für mehr Finanzen & Wellness

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Die Generation Z definiert ihre Trinkkultur neu, um Kater gänzlich zu vermeiden. Sie priorisiert nicht-alkoholische Optionen und THC-Getränke gegenüber traditionellen alkoholreichen Abenden. Dieser bewusste Wandel hat weitreichende Auswirkungen auf die Getränkeindustrie und das Konsumverhalten.

"Zebra Striping": Eine neue Trinkkultur

Junge Erwachsene trinken weniger als frühere Generationen, und das bewusst. Anstatt gänzlich auf Alkohol zu verzichten, praktizieren viele Gen Z-Konsumenten das sogenannte "Zebra Striping". Dabei wechseln sie zwischen alkoholischen Getränken und nicht-alkoholischen, funktionalen oder THC-haltigen Optionen, um sozial aktiv zu bleiben, ohne den Kater am nächsten Tag befürchten zu müssen.

Jon Kreidler, Mitbegründer der Tattersall Distilling Company, erklärt: "Die Leute wollen immer noch etwas fühlen. Sie wollen immer noch teilnehmen und etwas Erwachsenes haben und etwas anderes fühlen, um sich zu entspannen, sich zu beruhigen. Aber viele Leute, besonders jüngere Konsumenten, haben einfach genug von den Katern und den negativen Auswirkungen und wenden sich daher vom Alkohol ab."

Laurel Tiedeman, 28, aus San Diego, beschreibt ihr Ritual zur Kater-Vermeidung: Vor dem Trinken nimmt sie ein "großes Glas salziger Elektrolyte" und einen Snack zu sich. Beim "Zebra Striping" wechselt sie dann zwischen alkoholischen Getränken, einer Diet Coke und Wasser. Ashleigh Ewald, 23, aus Georgia, verfolgt einen ähnlichen Ansatz, indem sie für jeden Schluck Alkohol einen Schluck Wasser aus ihrer Owala-Flasche trinkt.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen von Kater-Vermeidung

Für viele junge Erwachsene ist ein Kater nicht nur unangenehm, sondern auch finanziell belastend. Alkoholische Getränke kosten zunehmend über 15 US-Dollar pro Stück. Zudem frisst die Erholung nach einer langen Nacht in Arbeitszeit, Nebenjobs oder ohnehin knappe Freizeit.

Die Such- und Social-Media-Dynamik für "Zebra Striping" ist laut Daten von Tastewise, einer Plattform für Konsumentenintelligenz, im Jahresvergleich um 30 % gestiegen. "No hangover Gen Z" verzeichnete im gleichen Zeitraum sogar einen Anstieg von über 101 %. Dieser Wandel spiegelt breitere Veränderungen im Ansatz der Gen Z zu Nachtleben, Wellness und Kontrolle wider.

Der Aufstieg funktionaler Getränke und THC

Die Präferenzen der Gen Z in Bezug auf Alkohol haben die Tattersall Distilling Company dazu veranlasst, mit THC- und CBD-Getränken zu experimentieren. Jon Kreidler berichtet: "Jüngere Trinker trinken einfach nicht mehr so viel Alkohol, und das haben wir definitiv gespürt." Der Schwenk zu abgefüllten THC-Getränken war für das Unternehmen überraschend.

Kreidler fügt hinzu, dass auch ältere Konsumenten beginnen, sich THC-Getränken zuzuwenden. Andere Adaptogene, Pflanzen und Pilze, die das Wohlbefinden unterstützen und dem Körper helfen sollen, auf Stress zu reagieren, gewinnen ebenfalls an Popularität. Dazu gehören:

  • Ashwagandha
  • Ginseng
  • Reishi

Konsumenten suchen nach stimmungsverändernden Effekten ohne Alkohol. Große Alkoholunternehmen wie Heineken und AB InBev haben ihr Angebot an alkoholfreien Produkten in den letzten Jahren erweitert, was zu Umsatzsteigerungen führte. Das Suchinteresse für "Alkoholalternativen", "THC-Getränke" und "Ashwagandha-Getränke" ist in den letzten fünf Jahren stetig gestiegen.

Bewusster Konsum und Risikovermeidung

Laura Fenton, Forschungsassistentin an der University of Sheffield, die das Trinkverhalten von Jugendlichen untersucht, stellt fest, dass die Gen Z "im Großen und Ganzen risikobereiter ist als frühere Generationen, und wir sehen den Rückgang des Jugendtrinkens als eine Art Spiegelbild dieser Risikobereitschaft." Die Gen Z spricht offen über die Vermeidung von Alkohol am Steuer, selbst bei minimalem Alkoholkonsum.

Marten Lodewijks, Präsident von IWSR, einem globalen Anbieter von Getränkedaten, ergänzt: "Sie sind sich auch der Auswirkungen von Dingen auf ihren Körper, auf ihre Gesundheit bewusster, und so sind sie einfach viel bewusstere Konsumenten, was meiner Meinung nach einer der Treiber dafür ist, dass sie weniger trinken." In vielen Gen Z-Gemeinschaften wird die Vermeidung von Exzessen nicht als Einschränkung, sondern als verantwortungsbewusst, selbstreflektiert und sogar erstrebenswert angesehen.

Ein wachsender Markt für "Better-for-You"-Produkte

Im aufstrebenden "Better-for-You"-Markt lässt sich Geld verdienen. Im Mai erwarb PepsiCo die präbiotische Limonadenmarke Poppi für 1,95 Milliarden US-Dollar. Ein ähnlicher Trend zeigt sich im Markt für Protein-Snacks, wo Marken darum wetteifern, sich als nächster großer Name zu etablieren, indem sie kleinere Portionen gesünderer Lebensmittel anbieten. Dieser Wandel ist nicht nur auf die Suche nach funktionaleren Inhaltsstoffen zurückzuführen, sondern auch auf den breiteren Ansatz der Gen Z in Bezug auf Risikobereitschaft, Wellness und Selbstverantwortung.

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