Gen Z treibt Kinobranche an: Abos und Erlebnisse als Wachstumsmotor

Gen Z treibt Kinobranche an: Abos und Erlebnisse als Wachstumsmotor

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Die Kinobranche, oft als sterbendes Relikt im Zeitalter des Streamings bezeichnet, erlebt dank der Generation Z eine bemerkenswerte Wiederbelebung. Ein Anstieg der Filmbesuche und die Attraktivität von Abonnementmodellen signalisieren eine neue Ära für das gemeinschaftliche Filmerlebnis. Dies hat direkte Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung des Sektors.

Gen Z entdeckt das Kino neu

Die Generation Z zeigt eine wachsende Begeisterung für das Kino. Laut einem Bericht der Handelsorganisation Cinema United vom Dezember 2025 stieg die Kinobesuchsfrequenz dieser Generation im Jahresvergleich um 25%. Im Durchschnitt sahen Gen Z-Mitglieder im Jahr 2025 6,1 Filme, verglichen mit 4,9 Besuchen im Vorjahr.

Ein signifikanter Anteil von 41% der Gen Z gab an, mindestens sechsmal im Jahr ins Kino zu gehen, was einen deutlichen Anstieg gegenüber 31% im Jahr 2022 darstellt. Diese Entwicklung deutet auf einen breiteren Trend hin, bei dem das Kino wieder eine zentrale Rolle im Freizeitverhalten junger Menschen einnimmt.

Abonnementmodelle als Preisanreiz

Ein wesentlicher Faktor für diese Renaissance sind Kinobonusprogramme und Abonnementmodelle. Die Zahl der Treuemitglieder in Nordamerika stieg laut Cinema United im Jahr 2024 um 15%. Ein Beispiel ist das AMC A-list Abonnement, das für etwa 20 bis 30 US-Dollar monatlich bis zu vier Filme pro Woche ermöglicht.

Diese Flatrate-Modelle bieten nicht nur nahezu unbegrenzten Zugang zu Filmen, sondern auch eine garantierte Erfahrung zu kalkulierbaren Kosten. In einem inflationären Umfeld, in dem Streaming-Abonnements oft als zu teuer empfunden und Inhalte von Plattformen entfernt werden, bieten physische Kino-Abonnements eine attraktive Alternative. Ein einzelnes Kinoticket kann ohne Abonnement leicht fast 30 US-Dollar kosten, was dem monatlichen Abo-Preis entspricht.

Kino als Erlebnis und "Third Space"

Neben den finanziellen Vorteilen suchen Gen Z-Konsumenten im Kino auch nach spezifischen Erlebnissen. Hohe Preise für andere Freizeitaktivitäten, das Verlangen nach echten Erlebnissen und der Wunsch nach bildschirmfreien "Third Spaces" treiben den Trend an. Das Kino erfüllt das Bedürfnis nach Aktivität und Gemeinschaft.

Ein Reporter von Business Insider, der in diesem Jahr mindestens 34 Filme im Kino sah, hob hervor, dass das Kino eine willkommene, telefonfreie Aktivität darstellt. Die Möglichkeit, Freunde zu einer "Entourage" hinzuzufügen und Tickets für sie zu buchen, vereinfacht zudem die soziale Planung. Wie Nicole Kidman es ausdrückte: "Wir kommen an diesen Ort für Magie."

Wirtschaftliche Perspektiven für die Kinobranche

Die Kinobranche reagiert auf diese Trends mit Investitionen in bessere Konzessionen und Einrichtungen. Eine Branchenanalyse von IBISWorld prognostiziert, dass diese verstärkten Investitionen in Erlebnisse, zusammen mit einem größeren Fokus auf Abonnements und Partnerschaften, den Umsatz der Kinobranche ankurbeln werden. Der Umsatz soll von 16 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf voraussichtlich 17,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030 steigen.

Die relative Preisentwicklung macht Kinobesuche zunehmend attraktiv. Während die Preise für andere Freizeitaktivitäten, wie ein Abendessen in New York City für 30 bis 50 US-Dollar oder teure Cocktails, stark gestiegen sind, erscheinen Kinobesuche mit Abonnement als eine vernünftige und konsistente Unterhaltungsoption. Ein Reporter von Business Insider bezeichnete dies als "Theme Park Food Paradox": Was einst überteuert schien, wird im Kontext allgemeiner Preissteigerungen erschwinglicher. Mit einer vielversprechenden Liste neuer Veröffentlichungen, darunter Christopher Nolans "The Odyssey", wird erwartet, dass dieser Aufwärtstrend anhält.