Gen Z: Vom Kampf zum Reichtum – Wie der Vermögenstransfer alles ändert

Gen Z: Vom Kampf zum Reichtum – Wie der Vermögenstransfer alles ändert

Aktualisiert:
3 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Die Generation Z steht aktuell vor erheblichen finanziellen Herausforderungen, von hohen Mietkosten bis zu einem schwierigen Arbeitsmarkt. Doch trotz dieser Hürden prognostizieren Experten einen dramatischen Wandel: Innerhalb des nächsten Jahrzehnts könnte die Gen Z zur reichsten und größten Generation aufsteigen und die globale Wirtschaft maßgeblich prägen.

Die aktuellen finanziellen Hürden der Generation Z

Junge Menschen der Generation Z sehen sich nach dem Studium oft einem unsicheren Arbeitsmarkt gegenüber. Viele können sich die Pendelkosten für Jobangebote nicht leisten und müssen auf den Traum vom Eigenheim verzichten, es sei denn, ein Erbe steht in Aussicht. Auch die Gründung einer Familie wird aufgrund der hohen Kosten oft zugunsten von Haustieren aufgeschoben.

Die Arbeitsmarktsituation ist angespannt: Die Arbeitslosigkeit bei jungen Haushalten stieg im Februar im Jahresvergleich um 32 %. Für Berufseinsteiger lag sie im selben Monat sogar bei über 9 %. Ein Bericht beschreibt die Gen Z als "übergebildet und unterbeschäftigt", was dazu führt, dass viele Jobs annehmen, für die sie überqualifiziert sind oder die nicht ihren langfristigen Karrierezielen entsprechen.

Der Wandel: Steigende Einkommen und der Große Vermögenstransfer

Trotz der aktuellen Schwierigkeiten zeichnet sich ein deutlicher Wandel ab. Das Lohnwachstum für die Generation Z stieg im Februar im Jahresvergleich um 8 %. Dies ist teilweise darauf zurückzuführen, dass immer mehr Gen Z-Mitglieder in den Vollzeit-Arbeitsmarkt eintreten. Der größte Treiber für ihren zukünftigen finanziellen Aufschwung ist jedoch der sogenannte Große Vermögenstransfer.

Bis 2045 werden voraussichtlich rund 84 Billionen US-Dollar von Senioren und Babyboomern an die Generationen X, Millennials und Gen Z weitergegeben, so ein Bericht von Cerulli Associates aus dem Jahr 2021. Obwohl der Großteil an Gen X und Millennials gehen wird, erwarten 38 % der Gen Z, ein Erbe zu erhalten.

Die wirtschaftliche Macht der Gen Z wird voraussichtlich exponentiell wachsen. Während ihr Einkommen vor zwei Jahren noch 9 Billionen US-Dollar betrug, wird es bis 2030 auf 36 Billionen US-Dollar und bis 2040 auf 74 Billionen US-Dollar ansteigen. Ein Bank of America-Bericht aus dem Jahr 2025 prognostiziert, dass die Gen Z bis 2035 die reichste und größte Generation sein wird und voraussichtlich 30 % der Weltbevölkerung ausmachen wird.

Gen Z als Wirtschaftsmacht: Konsumverhalten und zukünftige Präferenzen

Schon heute ist die junge Generation eine beachtliche Wirtschaftskraft mit höheren diskretionären Ausgaben als andere Gruppen. Ihre globalen Ausgaben werden voraussichtlich von 2,7 Billionen US-Dollar im Jahr 2024 auf 12,6 Billionen US-Dollar bis 2030 ansteigen. Das Ausgabenwachstum pro Haushalt übertrifft das der Gesamtbevölkerung, sowohl bei notwendigen als auch bei diskretionären Ausgaben.

Die hohen Ausgaben der Gen Z haben mehrere Gründe: Sie fließen in hohe Miet- und Bildungskosten, in "Doom Spending" für Essentials und kleine Luxusgüter, da größere Investitionen unerreichbar scheinen, und in den Versuch, hohe Kreditkarten- und Studienschulden abzubauen.

Unternehmen sollten die Präferenzen der Gen Z genau beobachten, denn diese werden die Wirtschaft maßgeblich gestalten. Bereits jetzt zeigen sich klare Tendenzen in Bereichen wie Luxus, E-Commerce, Wellness und Beauty sowie Haustiere. Laut dem Bank of America-Bericht ist die Gen Z auch stark an Fintech, neuen Medien, Gaming und Big Tech interessiert.

Der Bank of America-Bericht fasst zusammen: „Es ist wahrscheinlich, dass sie zu den disruptivsten Generationen für Volkswirtschaften, Märkte und soziale Systeme gehören werden. Ob es um veränderte Ernährungsgewohnheiten, reduzierten Alkoholkonsum oder das Sparen und Wohnen geht, die Gen Z wird neu definieren, was es bedeutet, ein US-Verbraucher zu sein.“