
General Motors: Wie Software-Margen das Kerngeschäft transformieren
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General Motors (NYSE: GM) überzeugt Investoren derzeit mit einer starken Performance. Das Unternehmen profitiert von seinem margenstarken Lkw- und SUV-Geschäft, hat umfangreiche Kostensenkungsprogramme umgesetzt und die Aktienanzahl signifikant reduziert, um den Gewinn pro Aktie (EPS) zu steigern. Diese Entwicklungen trugen dazu bei, dass sich die GM-Aktie in den letzten drei Jahren verdoppelte, doch das Potenzial weiterer hochmargiger Geschäftsfelder wird von vielen Anlegern noch unterschätzt.
General Motors: Ein Blick auf die aktuelle Stärke
GM hat sich als robustes Unternehmen positioniert, das auf mehreren Säulen steht. Neben dem profitablen Verkauf von Lastwagen und SUVs, die als "Cash Cow" dienen, hat der Konzern seine Effizienz durch signifikante Kostensenkungen verbessert. Die Reduzierung der ausstehenden Aktien hat zudem die Ertragskraft pro Aktie gestärkt. Parallel dazu baut GM sein Software-Geschäft aus, das zusätzliche hochmargige Einnahmen verspricht und das Unternehmen für die Zukunft rüstet.
Margenwende in der Automobilindustrie
Die traditionelle Automobilindustrie ist bekannt für ihren hohen Kapitalbedarf und oft hauchdünne Margen. Während Luxusmarken wie Ferrari hier eine Ausnahme bilden, gilt die Branche im Allgemeinen nicht als besonders lukrativ. Doch dies beginnt sich zu ändern, und GMs Vorstoß mit den Diensten OnStar und Super Cruise zeigt das Potenzial, signifikante Gewinne zu erzielen. Diese Entwicklung deutet auf eine grundlegende Transformation des Geschäftsmodells hin.
Software-Umsätze als neuer Wachstumstreiber
GM erwartet in diesem Jahr aus OnStar- und Super Cruise-Abonnements realisierte Einnahmen von 3,1 Milliarden US-Dollar und latente Einnahmen von 7,5 Milliarden US-Dollar. Dies stellt einen erheblichen Sprung gegenüber 2020 dar, als diese beiden Abonnements lediglich 1,7 Milliarden US-Dollar an realisierten und 200 Millionen US-Dollar an latenten Einnahmen generierten. Da immer mehr Fahrzeuge mit Infotainment-Technologie, Sensoren und Computern für autonomes Fahren ausgestattet werden, können diese Abonnements das Geschäftsmodell von GM nachhaltig beleben.
GM CFO Paul Jacobson betonte auf dem Global Automotive Summit der Bank of America Anfang des Monats: "Diese softwareähnlichen Margen, die im vernetzten Geschäft entstehen, können tatsächlich das Großhandelsgeschäft, das bemerkenswert stark und bemerkenswert groß ist, antreiben und potenziell im Laufe der Zeit sogar in den Schatten stellen."
Herausforderung und Lösung: Abo-Müdigkeit begegnen
Eine Hürde, die GM meistern muss, ist die sogenannte "Abo-Müdigkeit", da Verbraucher in nahezu jedem Lebensbereich – von Essenslieferungen bis zu Streaming-Diensten – mit einer wachsenden Anzahl von Abonnements konfrontiert sind. Um dieser Ermüdung entgegenzuwirken, verfolgt GM eine langfristige Strategie. Ab dem Modelljahr 2025 werden Fahrzeuge mit langfristigen Abonnements ausgeliefert:
- Eine achtjährige Basis-Mitgliedschaft für OnStar
- Drei Jahre Super Cruise
Diese Integration soll den Kunden einen Mehrwert bieten und die Akzeptanz der Dienste langfristig sichern.