Gericht stoppt Hawaiis Klimasteuer für Kreuzfahrtschiffe vorläufig

Gericht stoppt Hawaiis Klimasteuer für Kreuzfahrtschiffe vorläufig

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Ein Bundesberufungsgericht hat kurz vor Jahreswechsel die geplante Klimasteuer Hawaiis für Kreuzfahrtpassagiere blockiert. Die Abgabe, die ab 2026 in Kraft treten sollte, wurde von der Cruise Lines International Association angefochten, die verfassungsrechtliche Bedenken und höhere Kosten für Reisende geltend machte. Dieses Urteil setzt die Durchsetzung der Steuer vorerst aus, während das Berufungsverfahren läuft.

Hawaiis Klimasteuer für Touristen

Hawaii hatte als erster US-Bundesstaat eine solche Abgabe zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels eingeführt. Gouverneur Josh Green unterzeichnete die Gesetzgebung im Mai, um Einnahmen zur Bekämpfung von Küstenerosion, Waldbränden und anderen Klimaproblemen zu generieren. Offizielle Schätzungen gingen davon aus, dass die Steuer jährlich fast 100 Millionen US-Dollar einbringen würde.

Die Gesetzgebung, bekannt als Act 96, sah eine Erhöhung der Sätze für Hotelzimmer und Ferienwohnungen vor. Zudem wurde eine neue 11-prozentige Steuer auf die Bruttofahrpreise von Kreuzfahrtpassagieren erhoben, anteilig für die Anzahl der Tage, die die Schiffe in hawaiianischen Häfen verweilen. Die Landkreise wären ermächtigt gewesen, einen zusätzlichen Aufschlag von 3 Prozent zu erheben, was die Gesamtbelastung auf 14 Prozent der anteiligen Fahrpreise gebracht hätte.

Klage der Kreuzfahrtindustrie

Die Cruise Lines International Association (CLIA) reichte eine Klage gegen die Steuer ein. Sie argumentierte, dass das neue Gesetz die US-Verfassung verletze, indem es Kreuzfahrtschiffe für das Anlaufen hawaiianischer Häfen besteuere. Zudem wurde befürchtet, dass die Abgabe Kreuzfahrten teurer machen würde. Die Klage richtete sich ausschließlich gegen die Bestimmungen des Gesetzes, die Kreuzfahrtschiffe betreffen.

Gerichtliche Auseinandersetzung und vorläufiger Stopp

Zunächst hatte US-Bezirksrichterin Jill A. Otake das Gesetz in der Vorwoche bestätigt. Daraufhin legten die Kläger Berufung beim 9. US-Berufungsgericht ein. Auch die US-Regierung schaltete sich in den Fall ein und legte ebenfalls Berufung gegen Otakes Urteil ein.

Zwei Richter des 9. Berufungsgerichts gaben beiden Anträgen auf eine einstweilige Verfügung statt, bis die Berufungsverfahren abgeschlossen sind. Dies bedeutet einen vorläufigen Stopp der Durchsetzung des Gesetzes für Kreuzfahrtschiffe.

Ausblick und Reaktionen

Toni Schwartz, Sprecherin des Büros des Generalstaatsanwalts von Hawaii, äußerte sich per E-Mail zu dem Urteil. Sie sagte: "Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass Act 96 rechtmäßig ist und bei der Anhörung in der Sache bestätigt wird."

Jim McCarthy, Sprecher der Cruise Lines International Association, konnte aufgrund des Zeitpunkts der Entscheidung vor einem Feiertag keine Stellungnahme der Kläger einholen. Das Berufungsverfahren wird nun die endgültige Entscheidung über die Zukunft der hawaiianischen Klimasteuer für Kreuzfahrtschiffe bringen.

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