Globale Märkte jubeln: Ölpreise fallen, Aktien steigen nach US-Iran-Waffenstillstand

Globale Märkte jubeln: Ölpreise fallen, Aktien steigen nach US-Iran-Waffenstillstand

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Die globalen Finanzmärkte erleben einen deutlichen Aufschwung, während die Ölpreise nach einer Einigung zwischen den USA, dem Iran und Israel auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand stark fallen. Präsident Donald Trump zog seine Drohungen bezüglich eines Krieges mit dem Iran zurück, was die Wiederöffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus ermöglichte und die Märkte beruhigte.

Globale Märkte reagieren auf Waffenstillstand

Die Aktienmärkte weltweit verzeichneten am Mittwoch, den 7. April 2026, kräftige Gewinne. Der S&P 500 stieg um 2,7 %, der Dow Jones Industrial Average legte um 1.350 Punkte zu und der Nasdaq Composite kletterte um 3,4 %. Diese Zuwächse folgten auf noch größere Gewinne an den europäischen und asiatischen Märkten.

In Europa stieg Frankreichs CAC 40 bis zum Mittag um 4,5 %, der deutsche DAX schoss um fast 5 % in die Höhe und der britische FTSE 100 gewann 2,9 %. Die asiatischen Märkte zeigten sich ebenfalls stark: Japans Nikkei 225 legte um 5,4 % zu, Australiens S&P/ASX 200 sprang um 2,6 % und Südkoreas Kospi stieg um 6,9 %. Hongkongs Hang Seng verzeichnete ein Plus von 3,1 %, während der Shanghai Composite um 2,7 % zulegte.

Ölpreise stürzen ab, Energieaktien unter Druck

Die Ölpreise fielen nach der Einigung deutlich, da die Straße von Hormus wieder für den freien Ölfluss aus dem Persischen Golf geöffnet werden soll. Benchmark-Rohöl aus den USA sank um 18,43 US-Dollar auf 94,52 US-Dollar pro Barrel, ein Rückgang von fast 16 %. Brent-Rohöl, der internationale Standard, fiel um 15,54 US-Dollar auf 93,73 US-Dollar pro Barrel. Auch die Erdgas-Futures gaben um fast 5 % nach.

Dieser Rückgang kehrt einen Teil des Preisanstiegs um, der seit Beginn des Krieges vor über fünf Wochen zu verzeichnen war und die Passage durch die Meerenge effektiv blockiert hatte. Währenddessen litten Unternehmen im Energiesektor unter den fallenden Ölpreisen: Exxon Mobil und ConocoPhillips verloren jeweils fast 6 %, Chevron fiel um 4,6 %.

Entlastung für Anleihen und Fluggesellschaften

Die US-Staatsanleiherenditen sanken, da der Rückgang der Ölpreise einige Inflationssorgen am Anleihemarkt mildern könnte. Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe fiel von 4,30 % am Dienstag auf 4,24 %.

Im Aktienhandel profitierten große US-Fluggesellschaften stark von den sinkenden Ölpreisen. Delta und United sprangen im vorbörslichen Handel um mehr als 12 % nach oben, während American Airlines um 10 % zulegte. Delta meldete zudem für das erste Quartal Umsätze und Gewinne, die über den Erwartungen der Wall Street lagen, und betonte eine weiterhin starke Nachfrage vor der bevorstehenden Reisesaison.

Währungsmarkt und vorsichtiger Optimismus

Auf dem Währungsmarkt schwächte sich der US-Dollar ab. Er fiel von 159,52 Yen am Mittwoch auf 158,39 japanische Yen und der Euro verteuerte sich von 1,1597 US-Dollar auf 1,1701 US-Dollar. Der Dollar verliert in Zeiten geopolitischer Unsicherheit oft seinen Status als sicherer Hafen, was durch die Waffenstillstandsvereinbarung gemindert wurde.

Marktanalysten sehen den Waffenstillstand vorerst eher als eine Atempause denn als eine endgültige Lösung. Tim Waterer, Chef-Marktanalyst bei KCM Trade, merkte an, dass die Stimmung eher von vorsichtigem Optimismus als von uneingeschränkter Feier geprägt sei. Er betonte, dass der Waffenstillstand nur zwei Wochen dauere und die Märkte genau beobachten würden, ob sich der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus normalisiert und ob der fragile Waffenstillstand den Weg für ein dauerhafteres Friedensabkommen ebnen kann. Takashi Hiroki, Chefstratege bei MONEX, warnte ebenfalls vor übermäßigem Optimismus, da es "noch zu früh sei, um dies zu beurteilen, denn schließlich ist es Trump."

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