GM revolutioniert Autodesign: KI verkürzt Entwicklung von Jahren auf Tage

GM revolutioniert Autodesign: KI verkürzt Entwicklung von Jahren auf Tage

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General Motors revolutioniert die Fahrzeugentwicklung durch den Einsatz generativer KI im Designprozess. Diese Technologie beschleunigt die Transformation von Skizzen in 3D-Modelle und Simulationen drastisch, wodurch Entwicklungszeiten von Monaten auf Tage verkürzt werden. Ziel ist es, die Markteinführung neuer Fahrzeuge erheblich zu beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

KI im Herzen des Designs

General Motors integriert künstliche Intelligenz zunehmend in den kreativen Designprozess, einen Bereich, der traditionell stark von menschlicher Arbeit geprägt war. Während sich die Bemühungen der Automobilhersteller in der Vergangenheit auf Fertigungseffizienz, Produktzuverlässigkeit und Lieferkettenanalyse konzentrierten, sind die generativen KI-Tools von GM nun im gesamten kreativen Prozess verankert. Diese Systeme können frühe handgezeichnete Skizzen in Konzeptvideos umwandeln, Designänderungen vorschlagen und sogar Aerodynamiktests im Frühstadium durchführen. Das Ergebnis ist eine dramatische Komprimierung der Design-Timeline.

Von der Skizze zur Simulation in Minuten

Der erste Schritt beim Autodesign bei GM beginnt weiterhin mit einem Menschen und einem Skizzenblock. Die KI hilft jedoch, diese Vision schneller zum Leben zu erwecken. Durch eine Partnerschaft mit dem KI-Startup Discom hat GM eine Software entwickelt, die handgezeichnete Skizzen aus mehreren Blickwinkeln aufnimmt und ein vollständiges 360-Grad-Modell des Fahrzeugs erstellt.

Diese Tools können mehrere visuelle Variationen generieren, Kamerabewegungen simulieren und kurze Animationen erstellen, die zeigen, wie ein Fahrzeug in Bewegung aussehen könnte. Dan Shapiro, ein Kreativdesigner bei General Motors, erklärt: „Traditionell hätte der Übergang von einer Designskizze zu einer hochwertigen Animation mehrere Teams und Monate Arbeit erfordert. Jetzt kann dies alles in weniger als einem Tag erledigt werden.“

Aerodynamik in Echtzeit optimieren

GM wendet KI auch auf einen der zeitintensivsten Teile der Fahrzeugentwicklung an: die aerodynamische Prüfung. Ingenieure verlassen sich typischerweise auf Computational Fluid Dynamics (CFD)-Simulationen, um den Luftstrom um ein Fahrzeug zu modellieren. Diese Tests sind zwar genau, aber langsam und erfordern oft wochenlange Iterationen zwischen Design- und Ingenieurteams.

GM hat einen KI-gestützten „virtuellen Windkanal“ entwickelt, der den aerodynamischen Widerstand nahezu in Echtzeit abschätzen kann. Rene Strauss, GMs Direktorin für virtuelle Integrationsentwicklung, berichtet: „Früher dauerte es etwa zwei Wochen, bis wir einen vollständigen Zyklus dieser Design- und Engineering-Iteration abgeschlossen hatten. Jetzt sprechen wir von sofortiger Wirkung.“ So kann GM beispielsweise den Winkel einer Windschutzscheibe digital anpassen und aktualisierte Widerstandsschätzungen in etwas über einer Minute generieren. Die Technologie beeinflusst auch Komponenten im Fahrzeuginneren; ein maschinelles Lern-Optimierungstool schlug eine neue strukturelle Verstärkung zur Reduzierung von Kabinenvibrationen vor, die wie ein „Hüftknochen“ aussah. GMs Einsatz von additiver Fertigung ermöglicht zudem das schnelle Produzieren und Testen solcher Designs.

Mensch und Maschine: Eine kreative Partnerschaft

Trotz der wachsenden Rolle der KI positioniert GM die Technologie als Werkzeug und nicht als Ersatz für Designer. Dan Shapiro betont: „Menschliche Kreativität gibt die Vision vor. KI hilft uns, sie früher zu sehen.“ Brian Styles, GMs globaler Direktor für Designinnovation und Technologieoperationen, fügt hinzu, dass es darum geht, einen „ganzheitlichen, integrierten, KI-gestützten Workflow von Anfang bis Ende“ zu schaffen, der die Übergaben zwischen den einzelnen Schritten reduziert. GMs Designer berichten, dass KI dazu beiträgt, Ideen schneller aus der Konzeptphase näher an die Produktion zu bringen. Das Unternehmen hat interne Ziele zur Verkürzung der Entwicklungszeiten festgelegt, deren Details jedoch nicht bekannt gegeben wurden.

Warum die Beschleunigung entscheidend ist

Die Entwicklung eines neuen Fahrzeugs dauert in der Regel fünf bis sieben Jahre. Die Automobilindustrie steht jedoch unter massivem Druck durch Lieferkettenengpässe, Zölle, aufstrebende chinesische EV-Konkurrenten und sich ändernde staatliche Anreize. Diese Herausforderungen machen eine Beschleunigung der Produktentwicklung unerlässlich. Brian Styles fasst die Situation zusammen: „Wir haben uns sehr darauf konzentriert, wie wir diese kommende Welle der KI am effektivsten nutzen können. Sie kommt so schnell, dass wir, wenn wir keine gemeinsame Philosophie und Strategie für den Einsatz von KI haben, einfach von der Welle überrollt und zurückgelassen werden. So oder so, diese Welle kommt.“

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