Gold auf Rekordkurs: Über 5.000 US-Dollar pro Unze durch globale Risiken

Gold auf Rekordkurs: Über 5.000 US-Dollar pro Unze durch globale Risiken

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Der Goldpreis hat am Montag ein neues Allzeithoch überschritten und die Marke von 5.000 US-Dollar pro Unze durchbrochen. Investoren suchen angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen und globaler Fiskalrisiken verstärkt die Sicherheit des Edelmetalls, was die Rekordjagd fortsetzt.

Spotgoldpreise und US-Goldfutures für Februar verzeichneten einen Anstieg von 1,2 % und notierten bei 5.042 bzw. 5.036 US-Dollar pro Unze. Auch Silber profitierte von der Entwicklung und stieg am Montag um 3 % auf 106,1 US-Dollar pro Unze, unterstützt durch industrielle Nachfrage.

Gold erreicht neue Rekordhöhen

Das Edelmetall hat seine beeindruckende Rallye fortgesetzt und in der vergangenen Woche rund sieben Prozent zugelegt. Bereits im Jahr 2025 verzeichnete Gold einen Anstieg von 64 Prozent, gestützt durch die geldpolitische Lockerung in den USA, die Nachfrage der Zentralbanken und Rekordzuflüsse in Exchange Traded Funds (ETFs).

Ein Kilogramm Goldbarren, wie sie in der Perth Mint Refinery von Gold Corp gestapelt werden, symbolisieren die physische Wertanlage, die in Zeiten erhöhter Unsicherheit besonders gefragt ist.

Treiber der Goldrallye: Geopolitik und Unsicherheit

Der jüngste Anstieg des Goldpreises ist eng mit aktuellen geopolitischen Brennpunkten verbunden, die von Grönland und Venezuela bis zum Nahen Osten reichen. Diese Spannungen unterstreichen das höhere geopolitische Risiko und verstärken die Attraktivität von Gold als Absicherung gegen Unsicherheit.

Analysten von HSBC merkten letzte Woche an, dass der jüngste Aufschwung bei Gold- und Silberpreisen auf "geoeconomics issues related to Greenland" zurückzuführen sei. Auch die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und der NATO bezüglich Grönland haben laut Reuters die Goldrallye in diesem Jahr weiter befeuert. Goldman Sachs geht davon aus, dass Absicherungen gegen globale makropolitische Risiken, einschließlich Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Nachhaltigkeit, bis 2026 bestehen bleiben werden.

Robuste Nachfrage von Zentralbanken und Investoren

Die Nachfrage nach Gold wird von verschiedenen Seiten getragen. Analysten der Union Bancaire Privée (UBP) berichteten am Freitag von einer anhaltenden Nachfrage sowohl von institutionellen als auch von privaten Käufern.

Zentralbankkäufe bleiben ebenfalls robust. Goldman Sachs schätzt, dass die Käufe der Zentralbanken derzeit durchschnittlich etwa 60 Tonnen pro Monat betragen, weit über dem Durchschnitt von 17 Tonnen vor 2022. Insbesondere Zentralbanken aus Schwellenländern verlagern weiterhin Reserven in Gold. China setzte beispielsweise seine Goldkaufserie im Dezember den vierzehnten Monat in Folge fort.

Die Nachfragebasis für Gold hat sich laut Goldman Sachs über traditionelle Kanäle hinaus erweitert. Die Bestände westlicher ETFs sind seit Anfang 2025 um etwa 500 Tonnen gestiegen. Zudem sind neuere Instrumente zur Absicherung makropolitischer Risiken, wie physische Käufe durch vermögende Familien, zu einer zunehmend wichtigen Nachfragequelle geworden.

Ausblick und Expertenmeinungen

Die Experten sind sich einig, dass Gold ein starkes Jahr vor sich hat. Die UBP prognostiziert für das Jahresende einen Zielpreis von 5.200 US-Dollar pro Unze und erwartet ein weiteres starkes Goldjahr, das die anhaltende Nachfrage von Zentralbanken und Privatinvestoren widerspiegelt.

Goldman Sachs hat seine Goldpreisprognose für Dezember 2026 von zuvor 4.900 auf 5.400 US-Dollar pro Unze angehoben. Die Investmentbank argumentiert, dass Absicherungen gegen globale Makro- und Politikrisiken "hartnäckig" geworden sind, was den Ausgangspunkt für die Goldpreise in diesem Jahr effektiv erhöht. Der unabhängige Analyst Ross Norman prognostiziert für das Jahr einen Höchststand von 6.400 US-Dollar pro Unze bei einem Durchschnitt von 5.375 US-Dollar.

Goldminenaktien: Eine differenzierte Betrachtung

Während der Goldpreis in die Höhe schießt, haben auch Goldminenaktien stark zugelegt. Matt Kacur, Präsident von FSA Valuation Service, äußerte gegenüber BNN Bloomberg, dass er zwar einen bullischen Fall für Gold sehe, aber derzeit keine "massiven Geldbeträge" in das Edelmetall investieren würde. Er merkte an, dass einige seiner Kollegen, die sich stärker mit Charts beschäftigen, diese Bewegungen möglicherweise als "überzogen" ansehen würden.

Kacur empfiehlt, bestehende Positionen zu halten, anstatt auf dem aktuellen Niveau neue Engagements einzugehen, da Anleger zu diesem Zeitpunkt "mit dem Geld des Hauses spielen" könnten. Er fügte hinzu, dass viele Goldaktien auf Basis von Multiplikatoren in ihren Modellen nicht übermäßig teuer erscheinen, obwohl die Aktienkurse "gerade nach oben" geschossen sind. Als Beispiel nannte er Aura Minerals (AUGO), das eine Kapitalrendite von 20 Prozent und ein Umsatzwachstum von 57 Prozent im letzten Quartal aufwies.

Zudem verstärken sich die Angebotsengpässe bei Gold, da die globale Produktion stagniert und neue Minenentdeckungen begrenzt bleiben. Dies könnte langfristig ebenfalls den Preis stützen.