Gold erholt sich leicht, Silber fällt weiter: Marktvolatilität durch Iran-Krieg

Gold erholt sich leicht, Silber fällt weiter: Marktvolatilität durch Iran-Krieg

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Die Edelmetallmärkte zeigten am Freitag ein gemischtes Bild: Gold konnte sich leicht erholen, nachdem es in der vorherigen Sitzung starke Verluste erlitten hatte, während Silber seine Talfahrt fortsetzte. Die anhaltende Volatilität am Ölmarkt und die geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg beeinflussen weiterhin die globale Anlegerstimmung.

Edelmetalle unter Druck: Gold erholt sich leicht, Silber fällt weiter

Am Freitag um 6:17 Uhr ET notierte Spotgold 0,3 % höher bei 4.662,51 US-Dollar pro Unze, nachdem es am Morgen bereits stärkere Gewinne verzeichnet hatte. Gold-Futures legten um 1,2 % zu und schlossen bei 4.662,10 US-Dollar. Diese leichte Erholung folgte auf einen starken Ausverkauf in der vorherigen Sitzung, der beide Metalle getroffen hatte.

Spot-Silber hingegen verzeichnete zuletzt einen Rückgang von etwa 1,7 % auf 71,62 US-Dollar pro Unze und schwankte den Morgen über zwischen positivem und negativem Terrain. Silber-Futures zeigten einen leichten Anstieg von rund 0,8 %.

Wochenbilanz: Deutliche Verluste für Gold und Silber

Trotz der jüngsten Bewegungen steuern sowohl Gold als auch Silber auf eine verlustreiche Woche zu. Gold ist auf dem Weg zu einem Wochenverlust von fast 9 %, während Silber voraussichtlich mit einem Minus von mehr als 10 % abschließen wird. Am Donnerstag waren die Metalle Teil eines breiten Ausverkaufs, wobei die Spotpreise um rund 3 % fielen, nachdem sie zuvor noch tiefere Verluste erlitten hatten.

Diese Entwicklung wurde durch wachsende Ängste vor den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges ausgelöst. Die Volatilität am Ölmarkt beeinflusst die globale Anlegerstimmung seit Beginn des Krieges zwischen den USA und Israel mit dem Iran. Am Freitag schwankten die Ölpreise weiter und zeigten zuletzt einen leichten Anstieg, nachdem sie zuvor Rückgänge verzeichnet hatten.

Geopolitische Spannungen und Ölmarkt beeinflussen Anlegerstimmung

Die globalen Aktienmärkte zeigten sich am Freitag uneinheitlich. Europäische Aktien taten sich schwer, eine Richtung zu finden, während die asiatischen Märkte größtenteils nachgaben. US-Futures-Daten deuteten auf eine negative Eröffnung an der Wall Street hin, nachdem sie zuvor eine Erholung von der Verlustsitzung am Donnerstag signalisiert hatten.

Arthur Parish, ein Analyst für Metalle und Bergbauaktien bei SP Angel, erklärte am Freitag in CNBCs "Squawk Box Europe", dass die extreme Volatilität bei Gold in den letzten Wochen nach einer ausgedehnten Rallye im Vorfeld der ersten US-israelischen Angriffe auf den Iran aufgetreten sei. Er merkte an, dass sich diese Rallye "ziemlich vollständig aufgelöst und tatsächlich deutlich nach unten bewegt" habe, was größtenteils auf die Auflösung von Momentum-Trades zurückzuführen sei.

Expertenanalyse: Volatilität nach Rekordjahr 2025

Gold und Silber erlebten im Jahr 2025 rekordverdächtige Rallyes, mit einem Anstieg von 66 % bzw. 135 % im Laufe des Jahres. Im Jahr 2026 zeigten sie jedoch einen deutlich volatileren Handel. Silber-Futures erlitten Ende Januar ihren größten Ein-Tages-Rückschlag seit den 1980er Jahren.

Während des Gold-Bullenlaufs 2025 beobachtete Parish, dass "viele Generalisten in den Markt kamen, viele systematische Hedgefonds und auch viele Privatanleger". Dieses Kapital sei jedoch nicht an langfristige Goldpositionen gebunden.

Anlegerverhalten: Momentum-Trader verlassen den Markt

Parish betonte, dass seit dem Ukraine-Russland-Krieg und dem Einfrieren russischer Vermögenswerte Zentralbanken Gold akkumuliert hätten. Er ist der Meinung, dass diese den ersten Aufwärtsschub in diesem mehrjährigen Gold-Bullenlauf angetrieben haben. Danach seien "Touristen und Privatanleger" eingestiegen, um von diesem Momentum zu profitieren.

"Sie verlassen den Markt jetzt, was wahrscheinlich notwendig ist, damit Gold dann einen weiteren Aufwärtsschub nehmen kann", kommentierte Parish die aktuelle Entwicklung.

Langfristige Trends statt kurzfristiger Angsthandel

Toni Meadows, Leiter der Investmentabteilung bei BRI Wealth Management, erklärte gegenüber CNBC, dass die Gold- und Silberpreise sowohl von der täglichen Nachfrage als auch von einem "Angstaufschlag" abhängen. Er sieht Edelmetalle nicht als tägliche Absicherung gegen jede Bewegung bei Risikoanlagen.

Meadows ist der Ansicht, dass die Preise eher von längerfristigen Trends als von kurzfristigem Angsthandel angetrieben werden.