Gold-ETFs im Vergleich: GLD, GLDM und IAUM – Kosten und Performance

Gold-ETFs im Vergleich: GLD, GLDM und IAUM – Kosten und Performance

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Gold-ETFs ermöglichen Anlegern einen unkomplizierten Zugang zum physischen Goldmarkt. Insbesondere die SPDR Gold Shares (GLD) und der SPDR Gold MiniShares Trust (GLDM) sind bekannte Optionen, wobei GLDM durch seine geringeren Kosten hervorsticht. Für Anleger, die eine Goldallokation in ihrem Portfolio in Betracht ziehen, ist ein genauer Blick auf die Unterschiede in Kosten, Größe und Performance entscheidend.

Gold als Portfolio-Anker: Warum das Edelmetall relevant bleibt

Gold wird traditionell als wichtiger Bestandteil vieler Portfolios angesehen. Es dient oft als Absicherung gegen Inflation, einen Prozess, bei dem die Kaufkraft des Geldes sinkt. Zudem fungiert Gold als Volatilitäts-Hedge, da die langfristige Korrelation zwischen US-Aktien und Gold nahe null liegt, was es zu einem guten Risikodiversifikator macht. Finanzberater empfehlen typischerweise eine Allokation von 5 % bis 10 % des Portfolios in das gelbe Metall.

Das Jahr 2025 war für Gold besonders erfolgreich: Bis zum 15. Dezember 2025 stieg der Goldpreis um 62 % im Jahresverlauf. Dies wäre die beste Jahresperformance seit 1979, als Gold um 133 % zulegte. Dies geschah, obwohl der S&P 500 im selben Zeitraum um über 14 % stieg und die Inflation mit 3 % annualisiert weit von einer außer Kontrolle geratenen Situation entfernt war.

Gold-ETFs: Direkter Zugang ohne physische Lagerung

Für Anleger, die Gold erwerben möchten, ohne physisches Goldbarren zu lagern, sind Exchange Traded Funds (ETFs) eine praktische Lösung. Gold-ETFs bieten direkten Zugang zum Goldpreis, ohne den Aufwand der Lagerung und Sicherung. Zudem sind sie liquide, was bedeutet, dass Anteile leicht in Bargeld umgewandelt und umgekehrt werden können. Weder die SPDR Gold Shares noch der SPDR Gold MiniShares Trust verwenden Hebel, Derivate oder ESG-Overlays, wodurch ihre Goldexposition rein und unkompliziert bleibt.

SPDR Gold Shares (GLD): Der etablierte Riese

Die SPDR Gold Shares (NYSEMKT:GLD) sind der ursprüngliche Gold-ETF und der größte seiner Art. Der Fonds bietet eine 100%ige Exposition gegenüber Basismetallen, die den Preis von physischem Gold widerspiegelt. Mit über 151 Milliarden US-Dollar an verwalteten Vermögenswerten (AUM) und einer tiefen Liquidität ist GLD eine bevorzugte Wahl für institutionelle Anleger oder solche, die große Volumina handeln. Die jährliche Kostenquote von GLD beträgt 0,40 %.

SPDR Gold MiniShares Trust (GLDM): Die kostengünstige Alternative

Der SPDR Gold MiniShares Trust (NYSEMKT:GLDM) wurde für Anleger entwickelt, die eine kostengünstige und bequeme Möglichkeit suchen, in Gold zu investieren. Der Fonds ist seit 7,5 Jahren verfügbar und soll den Preis von Goldbarren nachbilden, obwohl er in einigen Listen unter dem Sektor "Immobilien" klassifiziert wird. GLDM zeichnet sich durch eine deutlich niedrigere Kostenquote von nur 0,10 % pro Jahr aus. Mit über 26 Milliarden US-Dollar an AUM bietet GLDM ebenfalls eine ausreichende Liquidität für die meisten Goldanleger.

Performance-Vergleich: GLD vs. GLDM

Obwohl GLD und GLDM beide den Preis von Goldbarren nachbilden, zeigen sie über die letzten fünf Jahre nahezu identische Performance-Ergebnisse. GLDM hat GLD leicht übertroffen:

  • GLDM: Gesamtrendite von 145,8 %, jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 19,7 %.
  • GLD: Gesamtrendite von 142,5 %, jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 19,4 %.

Diese geringfügige Outperformance von GLDM ist größtenteils auf seine niedrigere Kostenquote zurückzuführen. Da beide Fonds keine Dividenden ausschütten, ist die Rendite hier kein Faktor.

iShares Gold Trust Micro (IAUM): Der günstigste Anbieter

Neben den SPDR-Fonds gibt es weitere attraktive Gold-ETFs. Der iShares Gold Trust Micro (IAUM) investiert ebenfalls in physisches Gold und bietet mit einer Kostenquote von nur 0,09 % die günstigste Option in diesem Vergleich. Obwohl IAUM mit rund 6 Milliarden US-Dollar an verwalteten Vermögenswerten kleiner ist als GLD und GLDM, sind Größe und Handelbarkeit keine Bedenken.

Fazit für Anleger: Kosten im Fokus

Für Anleger, die in physische Gold-ETFs investieren möchten, ist die Kontrolle der Kosten entscheidend. Da alle Spot-Gold-ETFs in physisches Gold investieren, das in einem Tresor gelagert wird, ist die Wahl des Fonds mit den niedrigsten Gesamtkosten – primär der Kostenquote und den Handelsspannen – in der Regel die sinnvollste Strategie. Eine Begrenzung der Gebühren sorgt dafür, dass mehr Kapital im Portfolio verbleibt, was langfristig zu besseren Gesamtrenditen führt. Während GLD für seine Größe und Liquidität geschätzt wird, bieten GLDM und IAUM kostengünstigere Alternativen, die für preisbewusste Anleger besonders attraktiv sind.