Gold- und Silberpreise legen zu: Iran-Hoffnung und Anlagerisiken

Gold- und Silberpreise legen zu: Iran-Hoffnung und Anlagerisiken

Aktualisiert:
3 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Die Preise für Gold und Silber zeigten am Dienstag eine deutliche Erholung, nachdem sie zuvor drei Tage lang eine eher träge Entwicklung verzeichneten. Treiber dieser Bewegung sind Berichte über den Iran-Konflikt, die bei Anlegern Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung wecken. Gleichzeitig fielen der Brent Crude Ölpreis und der US-Dollar-Index, was traditionell die Stärke des gelben Metalls unterstützt.

Gold- und Silberpreise zeigen Stärke

Die Gold-Futures für Juni (GC=F) eröffneten am Dienstag bei 4.769,30 US-Dollar pro Feinunze, nahezu auf dem Niveau des Montags-Schlusskurses von 4.767,40 US-Dollar. Im frühen Handel legte der Goldpreis zu und überschritt um 6:35 Uhr ET die Marke von 4.800 US-Dollar.

Auch die Silber-Futures für Mai (SI=F) starteten am Dienstag bei 75,66 US-Dollar pro Unze, vergleichbar mit dem Montags-Schlusskurs von 75,67 US-Dollar. Der Silberpreis stieg bis 6:35 Uhr ET auf 77,91 US-Dollar.

Markt treibt Edelmetalle an

Die jüngste Stärke der Edelmetalle ist eng mit den Entwicklungen rund um den Iran-Konflikt verbunden. Am Montag äußerte Präsident Trump, dass der Iran an einem Abkommen interessiert sei, was einige Investoren auf ein diplomatisches Ende des Konflikts hoffen ließ. Diese Nachrichten beeinflussten auch andere Märkte.

Der Preis für Brent Crude (BZ=F) fiel unter 100 US-Dollar, und der US Dollar Index (DX-Y.NYB) verzeichnete ebenfalls einen Rückgang. Historisch gesehen tendieren niedrigere Ölpreise und ein schwächerer Dollar dazu, den Goldpreis zu stützen. Zuvor hatten die USA eine Militärblockade für Schiffe verhängt, die nach dem Scheitern von Friedensgesprächen am Wochenende den Persischen Golf durch die Straße von Hormus passieren wollten.

Inflationsrisiko und Zinspolitik der Fed

Die Hauptsorge der Händler ist, dass ein anhaltender Konflikt das Inflationsrisiko in den USA erhöht. Ein hartnäckiger und schwerwiegender Inflationszyklus könnte die US-Notenbank Fed dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben. Dies wiederum reduziert tendenziell die Preise und die Nachfrage nach Gold.

Risiken für Goldinvestoren im Fokus

Wie bei jeder Investition birgt auch die Goldinvestition das Risiko, Geld zu verlieren. Ein Verlust kann sich dabei auf verschiedene Weisen manifestieren. Goldexperten identifizieren vier Hauptrisiken für potenzielle Goldinvestoren:

  • Preis
  • Spekulation
  • Opportunitätskosten
  • Betrug

In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die ersten beiden Risikofaktoren.

Preisrisiko: Kaufen bei Höchstpreisen?

Ein Preisrisiko besteht für Anleger, die Gold kaufen, wenn das Edelmetall Rekordhöchstpreisen nahekommt. Darrell Fletcher, Managing Director für Rohstoffe bei Bannockburn Capital Markets, kommentiert dazu: „Hoch zu kaufen, um auf kurzfristig höhere Preise zu hoffen, ist eine schwierige Strategie.“

Trotz der hohen Preise gibt es positive Dynamiken für das Edelmetall. Fletcher weist darauf hin, dass Gold sich von jahrzehntelangen Tiefstpreisen erholt und zunehmend ein beliebtes Diversifikationsinstrument für Zentralbanken und Privatanleger ist. Die richtigen Erwartungen, ein langer Zeithorizont und eine angemessene Allokation können das Preisrisiko begrenzen. Alex Tsepaev, Chief Strategy Officer der B2PRIME Group, erklärt: „Gold sollte nicht als Treiber für überdurchschnittliche Renditen angesehen werden – es dient primär als Stabilisator in einem diversifizierten Portfolio.“

Spekulationsrisiko: Gold als unberechenbare Anlage

Thomas Winmill, Portfoliomanager bei Midas Funds, ermutigt Anleger, Positionen in Goldbarren, -münzen und ETFs als spekulativ zu betrachten. Gold ist ein Rohstoff, und „Rohstoffpreise sind abhängig von makroökonomischen, politischen, industriellen und finanziellen Faktoren, die unvorhersehbar und in einigen Fällen unkenntlich sind“, so Winmill.

Trotz seiner jüngsten Performance bleibt Gold ein unberechenbarer Vermögenswert. Dies bei Handelsentscheidungen zu berücksichtigen, kann Anleger vor einer Überexposition und unrealistischen Erwartungen schützen.