Goldman Sachs: Frederick Babas ehrliche Führungseinblicke und Achleitners Erfahrung

Goldman Sachs: Frederick Babas ehrliche Führungseinblicke und Achleitners Erfahrung

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Frederick Baba, ehemaliger Partner bei Goldman Sachs, hat kürzlich in einem offenen LinkedIn-Beitrag seine Erfahrungen und Herausforderungen als Führungskraft reflektiert. Er sprach dabei ehrlich über die Wahrnehmung, "schwierig in der Zusammenarbeit" gewesen zu sein, und teilte wertvolle Erkenntnisse für angehende und etablierte Führungskräfte in der Finanzwelt.

Frederick Babas offene Reflexion über Führung

Nach fast einem Jahrzehnt bei Goldman Sachs und seinem Wechsel zur Quant-Trading-Firma Jane Street Ende 2023, veröffentlichte Frederick Baba eine bemerkenswert ehrliche Reflexion auf LinkedIn. Darin offenbarte der ehemalige Goldman-Partner, der 2020 zu Business Insiders "Rising Stars of Wall Street" zählte, dass Kollegen ihn einst als "schwierig in der Zusammenarbeit" empfanden. Er räumte ein, dass diese Einschätzung durchaus berechtigt gewesen sein könnte.

Baba beschrieb sich selbst als ergebnisorientiert und meinungsstark: "Ich war besessen von kommerziellen Ergebnissen, ich hatte viele Meinungen zu Dingen." Er gab zu, seine Ansichten so vehement vertreten zu haben, dass er polarisierend wirken konnte. Sein Fokus lag oft mehr darauf, Argumente zu gewinnen, als Menschen für seine Ideen zu begeistern.

Herausforderungen in Führungspositionen bei Goldman Sachs

Babas Karriere bei Goldman Sachs umfasste auch eine breitere öffentliche Aufmerksamkeit durch eine E-Mail aus dem Jahr 2020 über die Erfahrungen als Schwarzer nach der Tötung von George Floyd. Ende 2022 erreichte er die oberste Führungsebene des Unternehmens, als der damalige Managing Director des Systematic Market Making Teams zum Partner befördert wurde. Diese neue Autorität brachte jedoch unerwartete Konsequenzen mit sich.

"Als ich seniorer wurde, gelang es mir effektiv, Leute dazu zu bringen, das zu tun, was ich sagte", erinnerte sich Baba. Er bemerkte jedoch einen "abschreckenden Effekt" auf externe Ideen, was es schwieriger machte zu erkennen, ob er tatsächlich richtig lag. Ein zentrales Thema seiner Reflexion war daher die Überzeugung, dass Führungskräfte Meinungsverschiedenheiten einfach und sicher gestalten sollten. Er formulierte es so: "Präsentieren Sie Ihre Argumente sanft, machen Sie es den Leuten leicht, Ihnen zu widersprechen, und suchen Sie aktiv nach Feedback und gegensätzlichen Ansichten."

Ratschläge für angehende und etablierte Führungskräfte

Babas Beitrag enthielt Ratschläge sowohl für Senior Leaders als auch für Junior Analysts. Er betonte, dass Goldman Sachs ihn gelehrt habe, Menschen für Ideen zu begeistern und andere zu entwickeln, damit sie größere Rollen übernehmen können. Er ermutigte aktuelle Manager, diesem Beispiel zu folgen: "An die aktuellen Führungskräfte: Geben Sie Informationen weiter, geben Sie Feedback und lehren Sie sie, selbstständig zu handeln."

Ein früherer Manager bei Goldman Sachs pflegte zu sagen, er könne nicht aufsteigen, wenn niemand da sei, der seine aktuelle Aufgabe übernehmen könne. Baba hob hervor, dass die Teams, in denen er gearbeitet hatte, dann am besten abschnitten, wenn die Führungskräfte effektiv delegierten und andere förderten. Für Neueinsteiger in der Finanzbranche empfahl er, ihre Karriere über Zeiträume von einem, drei und fünf Jahren zu bewerten. Eine Beförderung, so Baba, sei selten Zufall. Er pflegte regelmäßige Gespräche mit wichtigen Stakeholdern, suchte umfassendes Feedback und stellte sicher, dass die Ergebnisse seiner Arbeit deren Erwartungen entsprachen.

Baba zitierte auch eine Zeile aus einem Jay-Z-Song von 2003, die mit einer Aufnahme von Biggie beginnt: "Der Schlüssel, um den Überblick zu behalten, ist, alles wie Ihr erstes Projekt zu behandeln. Als wäre es Ihr erster Arbeitstag als Praktikant." Er schloss seine Gedanken mit Überlegungen zum Ruf, den er hinterlassen wollte: "Wir können nicht wählen, wie sich die Leute an uns erinnern oder über uns sprechen. Die Leute reden oft davon, ein Vermächtnis zu hinterlassen, aber letztendlich ist die Art und Weise, wie wir erinnert und über uns gesprochen werden, etwas anderes als die Person, die wir sein wollen, wie wir auftreten und wie wir andere behandeln."

Die Bedeutung von Erfahrung und Perspektivwechsel

Die Reflexionen von Frederick Baba über Führung und persönliche Entwicklung finden eine interessante Parallele in den Ansichten von Paul Achleitner, dem ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bank und ebenfalls ehemaligen Partner bei Goldman Sachs. Achleitner, Autor des Buches "Accelerate Your Experience", betont die Bedeutung von Erfahrung, auch wenn diese manchmal als veraltet abgetan wird.

Achleitner, dessen LinkedIn-Profil mit einem Zitat des stoischen Philosophen Seneca beginnt – "Glück ist, was passiert, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft" – beschreibt seinen eigenen Werdegang vom "langhaarigen Che Guevara-Fan" zum Goldman-Partner und Allianz CFO. Er betont, dass man eigene Erfahrungen nicht direkt auf Dritte übertragen kann, da sie subjektiv sind. Man könne jedoch die Erfahrung anderer beschleunigen, indem man ihnen relevante Perspektiven und Erkenntnisse vermittelt. Diese Sichtweise unterstreicht die Wichtigkeit von Mentoring und Feedback, wie es auch Frederick Baba in seinen Ratschlägen für Führungskräfte hervorhebt.

Erwähnte Persönlichkeiten