
Goldman Sachs investiert Milliarden in ETFs für Marktschutz
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Goldman Sachs Asset Management tätigt eine strategische Milliardeninvestition in sogenannte Defined Outcome Exchange-Traded Funds (ETFs), die auch als Buffer ETFs bekannt sind. Diese Fonds nutzen Optionsstrategien, um Anlegern einen Schutz vor Marktverlusten zu bieten. Die Akquisition von Innovator Capital Management unterstreicht das wachsende Interesse an risikogesteuerten Anlageprodukten.
Goldman Sachs setzt auf Marktschutz-ETFs
Im Rahmen dieser Strategie hat Goldman Sachs Asset Management in diesem Monat eine Vereinbarung zur Übernahme des Anbieters von Defined Outcome ETFs, Innovator Capital Management, für 2 Milliarden US-Dollar getroffen. Der Abschluss der Transaktion wird für die erste Hälfte des kommenden Jahres erwartet. Bryon Lake, Co-Leiter des Third-Party Wealth Teams von Goldman Sachs, sieht in diesen Fonds einen bedeutenden Wachstumsmotor für die gesamte Branche.
Lake äußerte sich gegenüber CNBCs "ETF Edge" begeistert über die Akquisition: "Wir haben diesen Deal mit Innovator gemacht. Wir lieben dieses Geschäft seit Jahren. Wir kennen die Gründer. Wir kennen das Team. Wir sind wirklich begeistert von diesem Bereich, den sie erfunden haben, dem Defined Outcome Bereich." Er betonte, dass der Defined Outcome Bereich für Goldman Sachs besonders schnell wachsend und attraktiv sei. Seiner Einschätzung nach lösen diese ETFs spezifische Probleme für Anleger, die nach Einkommen, Absicherung gegen Verluste und weiterem Wachstum suchen.
Was sind Defined Outcome ETFs?
Defined Outcome ETFs, oft auch als Buffer ETFs bezeichnet, sind Anlageprodukte, die durch den Einsatz von Optionen darauf abzielen, Anlegern eine definierte Absicherung gegen Marktrückgänge zu bieten, während sie gleichzeitig an potenziellen Gewinnen partizipieren können. Sie sind so konzipiert, dass sie ein "Sicherheitsnetz" für Investitionen in den Aktienmarkt bieten.
Diese Produkte richten sich an Anleger, die ein Engagement am Aktienmarkt wünschen, jedoch mit einem integrierten Schutzmechanismus gegen größere Kursverluste. Sie stellen eine Alternative für jene dar, die die Volatilität des Marktes mindern möchten, ohne vollständig auf Aktien zu verzichten.
Hohe Nachfrage nach risikogesteuerten Lösungen
Die Attraktivität dieser Produkte wird auch von unabhängigen Vermögensverwaltern bestätigt. Kathmere Capital Management, das Ende November ein verwaltetes Vermögen von 3,4 Milliarden US-Dollar aufwies, investiert umfassend in ETFs. Nick Ryder, Chief Investment Officer des Unternehmens, erklärte, dass Defined Outcome ETFs in einigen Kundenportfolios als Teil einer Aktienstrategie eingesetzt werden, um das Abwärtsrisiko zu reduzieren. Sie werden dabei in Kombination mit Instrumenten wie Trendfolge- und Covered-Call-Strategien verwendet.
Ryder betonte, dass sowohl eine Kundennachfrage nach diesen Produkten bestehe als auch eine klare Rolle für sie in den Portfolios gesehen werde. Er merkte an, dass Aktien zwar langfristig tendenziell steigen, der Weg dorthin jedoch alles andere als reibungslos sei. Für Kathmere Capital Management spielen diese risikogesteuerten Aktienlösungen daher eine wichtige Rolle im Portfolio, was die Akzeptanz und den Einsatz dieser Produkte maßgeblich vorantreibe.