Google-Sammelklage: Android-Nutzer erhalten Millionen-Entschädigung

Google-Sammelklage: Android-Nutzer erhalten Millionen-Entschädigung

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Millionen von Android-Nutzern könnten Anspruch auf eine Zahlung aus einem 135 Millionen US-Dollar schweren Vergleich haben. Dieser resultiert aus einer Sammelklage, die Google vorwarf, dass sein Betriebssystem Mobilfunkdaten ohne die Zustimmung der Nutzer übertrug. Betroffene Personen, die seit dem 12. November 2017 ein Android-Mobilgerät zur Internetverbindung über ein Mobilfunknetz nutzten, könnten qualifiziert sein.

Hintergrund der Sammelklage gegen Google

Die im Jahr 2020 eingereichte Klage behauptete, dass Googles Android-Plattform Daten ohne das Wissen der Gerätebesitzer übermittelte. Diese Datenübertragungen sollen sogar stattgefunden haben, wenn die Geräte im Leerlauf waren, nicht benutzt wurden und alle Apps geschlossen waren, wodurch Mobilfunkdaten der Nutzer verbraucht wurden. Die Kläger führten an, Google zwinge Nutzer effektiv dazu, seine Überwachung zu subventionieren, indem Android-Geräte heimlich so programmiert würden, dass sie ständig Nutzerinformationen in Echtzeit an Google übertragen.

Google bestritt die Vorwürfe, stimmte jedoch einem Vergleich in Höhe von 135 Millionen US-Dollar zu, um die Anschuldigungen beizulegen. Die Kläger argumentierten, Google hätte diese Übertragungen nur bei WLAN-Verbindung durchführen können, entschied sich aber stattdessen für Mobilfunkdaten. Diese unautorisierte Nutzung von Mobilfunkdaten soll gegen geltendes Recht verstoßen haben.

Wer ist für eine Zahlung berechtigt?

Berechtigt für eine Zahlung sind Personen, die in den Vereinigten Staaten wohnen und ein Mobilgerät mit dem Android-Betriebssystem nutzten, um jederzeit vom 12. November 2017 bis zum Datum der endgültigen Genehmigung des Vergleichs über ein Mobilfunknetz auf das Internet zuzugreifen. Geräte, die ausschließlich über WLAN verbunden waren, sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Ebenso sind Personen, die bereits an der ähnlichen Sammelklage `Csupo v. Google LLC` in Kalifornien teilnehmen, nicht für diesen Vergleich qualifiziert.

Schätzungsweise 100 Millionen Android-Nutzer könnten für Zahlungen berechtigt sein. Die genaue Anzahl der Anspruchsberechtigten wird die Höhe der individuellen Auszahlungen beeinflussen.

Wie hoch könnte die Entschädigung ausfallen?

Der Gesamtbetrag des Vergleichs beläuft sich auf 135 Millionen US-Dollar. Dieser Betrag wird jedoch um gerichtlich genehmigte Anwaltsgebühren (bis zu 39.825.000 US-Dollar), Kosten (bis zu 750.000 US-Dollar), Steuern und andere Ausgaben, einschließlich Verwaltungskosten (bis zu 1.500.000 US-Dollar) und Serviceprämien für die Klassenvertreter (bis zu 25.000 US-Dollar pro Person, insgesamt 75.000 US-Dollar), reduziert. Die verbleibenden Mittel werden an die berechtigten Klassenmitglieder ausgezahlt.

Die genaue Höhe der individuellen Zahlung ist derzeit unklar, da sie von der Anzahl der teilnehmenden Android-Nutzer abhängt. Die Auszahlungen sind auf maximal 100 US-Dollar pro Person begrenzt, wobei jeder berechtigte Klassenmitglied voraussichtlich den gleichen Betrag aus dem Vergleichsfonds erhalten wird. Sollten nach der ersten Verteilung noch Gelder übrig bleiben, können diese an bereits erfolgreich bezahlte Klassenmitglieder neu verteilt oder an eine vom Gericht genehmigte Organisation gespendet werden; Google erhält keine verbleibenden Gelder zurück.

So erhalten Sie Ihre Zahlung

Qualifizierte Android-Nutzer, die sich nicht vom Vergleich ausschließen, erhalten automatisch eine Zahlung. Es ist kein Anspruchsformular erforderlich, um Leistungen aus dem Vergleich zu erhalten. Berechtigte Nutzer sollten eine personalisierte Benachrichtigung per Post oder E-Mail erhalten, die eine Benachrichtigungs-ID und einen Bestätigungscode enthält. Die E-Mail trägt den Betreff "Class Action Notice of Settlement —Taylor v. Google LLC" und könnte im Spam-Ordner landen.

Um die bevorzugte Zahlungsmethode auszuwählen, müssen die Nutzer ihre Benachrichtigungs-ID und den Bestätigungscode auf der Vergleichswebsite eingeben. Zu den möglichen Auszahlungsoptionen gehören elektronische Zahlungen wie Zelle, PayPal, Venmo, ACH-Überweisung oder eine virtuelle Mastercard. Auch wenn der Vergleichsverwalter versuchen wird, qualifizierte Android-Nutzer zu bezahlen, selbst wenn sie keine Zahlungsinformationen eingeben, besteht das Risiko, keine Zahlung zu erhalten, falls diese Versuche erfolglos bleiben.

Nicht-monetäre Maßnahmen und wichtige Termine

Neben den finanziellen Entschädigungen umfasst der Vergleich auch nicht-monetäre Vorteile. Google wird seine Google Play-Nutzungsbedingungen, eine Seite im Google-Hilfecenter und die Einrichtungsbildschirme für Android-Nutzer aktualisieren. Diese Aktualisierungen sollen das im Rechtsstreit beanstandete Verhalten offenlegen und die Nutzer um ihre Zustimmung bitten. Google wird zudem eine entsprechende Einstellung auf Android-Geräten deaktivieren.

Die Frist für den Ausschluss oder Einspruch gegen den Vergleich ist der 29. Mai 2026. Die Anhörung zur endgültigen Genehmigung des Google-Vergleichs ist für den 23. Juni 2026 angesetzt. Zahlungen an berechtigte Klassenmitglieder werden erst nach der gerichtlichen Klärung etwaiger Berufungen und der endgültigen Genehmigung des Vergleichs erfolgen.