Griechenland: Funkstörung legt Luftraum lahm – Cyberangriff unwahrscheinlich
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Ein massiver Funkkommunikationsausfall legte am Sonntag, den 4. Januar 2026, den griechischen Luftraum für mehrere Stunden lahm. Tausende Passagiere waren von Flugausfällen, Umleitungen und Verspätungen betroffen, doch der griechische Transportminister Christos Dimas schließt einen Cyberangriff als Ursache weitgehend aus. Die genaue Ursache des "sehr ernsten Vorfalls" wird derzeit untersucht.
Massiver Funkstörung legt griechischen Luftraum lahm
Am Sonntag, dem 4. Januar 2026, kam es in Griechenland zu einer weitreichenden Störung der Funkkommunikation, die den Flugverkehr des Landes für mehrere Stunden zum Erliegen brachte. Berichte über "Lärm" auf zahlreichen Flugverkehrs-Kommunikationskanälen führten dazu, dass Flüge landesweit am Boden blieben, umgeleitet oder verspätet wurden. Die griechische Zivilluftfahrtbehörde (HCAA/YPA) sprach von einer "massiven Interferenz der Funkfrequenzen" in der Athener Fluginformationsregion (FIR).
Das Phänomen begann um 8:59 Uhr Ortszeit und dauerte bis 17:00 Uhr desselben Tages an. Die HCAA beschrieb die Störung als "beispiellos in ihren Dimensionen, ihrer geografischen Ausdehnung und zeitlichen Persistenz". Auch Backup-Systeme waren betroffen, was zur vollständigen Abschaltung des Luftraums führte. Tausende Passagiere strandeten an Flughäfen, und ankommende Flüge mussten in Nachbarländer umgeleitet werden, was zu einem erheblichen Rückstau führte.
Keine Anzeichen für Cyberangriff
Trotz erster Spekulationen in einigen Medien über einen möglichen Cyberangriff, äußerte sich der griechische Transport- und Infrastrukturminister Christos Dimas am Montag gegenüber dem staatlichen Sender ERT. Er erklärte, dass es "unwahrscheinlich erscheint, dass es sich um einen Cyberangriff handelt". Die genaue Ursache des Vorfalls werde jedoch weiterhin untersucht.
Minister Dimas bezeichnete die Störung als "sehr ernsten Vorfall", betonte aber gleichzeitig, dass die Sicherheit der Passagiere zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen sei. Die Behörden konzentrieren sich nun auf die Aufklärung der technischen Ursachen der massiven Funkstörung.
Ursachenforschung und Forderungen nach Modernisierung
Die griechische Zivilluftfahrtbehörde (HCAA) gab an, dass "Lärm" auf allen Kanälen, einschließlich der Backup-Systeme, die Abschaltung auslöste. Die Störung manifestierte sich als "kontinuierliche, unwillkürliche Emission". Techniker der HCAA und OTE arbeiteten umgehend an der Identifizierung und Behebung des Problems. Eine frühere Meldung von ERT sprach von einer möglichen "beschädigten Antenne in den Gerania-Bergen" in Westattika.
Der Verband der Fluglotsen nutzte den Vorfall, um seine Forderungen nach Modernisierung und Ersatz veralteter Ausrüstung zu untermauern. Am Montag wurden sowohl eine gerichtliche Untersuchung als auch eine interne Untersuchung zur Ursache des Ausfalls eingeleitet. Diese sollen klären, wie es zu dieser weitreichenden Beeinträchtigung kommen konnte.
Wiederherstellung des Flugbetriebs
Nach mehreren Stunden der Unterbrechung wurde der Flugbetrieb am Sonntagnachmittag schrittweise wieder aufgenommen. Laut dem staatlichen Sender ERT wurde erwartet, dass sich die Linienflüge bis Sonntagabend um 21:00 Uhr vollständig normalisieren würden. Dennoch kam es zu zahlreichen Flugausfällen und Passagiere warteten weiterhin auf Informationen zu ihren geplanten Flügen.
Reisenden, die in den folgenden Stunden und Tagen fliegen wollten, wurde geraten, sich direkt bei ihren Fluggesellschaften über den Status ihrer Flüge zu informieren. Der Vorfall unterstreicht die Sensibilität der Infrastruktur für den Flugverkehr und die Notwendigkeit robuster Kommunikationssysteme.