Handel: Kooperation statt Wettbewerb – Trumps Politik drängt Kanada zu China

Handel: Kooperation statt Wettbewerb – Trumps Politik drängt Kanada zu China

Aktualisiert:
2 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Der Ökonom Justin Wolfers kritisiert die US-Handelspolitik unter Präsident Donald Trump scharf und betont, dass globaler Handel auf Kooperation statt Wettbewerb basieren sollte. Er warnt, dass Trumps konfrontativer Ansatz Verbündete wie Kanada dazu drängt, ihre Beziehungen zu China zu vertiefen. Gleichzeitig zeigen aktuelle Daten, dass die US-Zölle Chinas Exportmaschine bisher nicht bremsen konnten.

Handel: Kooperation statt Wettbewerb

Justin Wolfers, ein renommierter Ökonom, äußert Bedenken hinsichtlich des grundlegenden Verständnisses des globalen Handels durch die Vereinigten Staaten. Er argumentiert, dass Präsident Donald Trumps konfrontativer Ansatz gegenüber Verbündeten die Beziehungen belastet und Partner wie Kanada dazu bewegt, engere Bindungen zu China zu suchen. Wolfers betonte in der Sendung „Alex Witt Reports“ von MS Now, dass Handel nicht primär um Wettbewerb, sondern um Kooperation gehe.

„Es geht nicht um uns gegen Kanada. Es geht um uns und Kanada“, erklärte Wolfers. Er fügte hinzu, dass die USA nicht überrascht sein sollten, wenn Kanada sich „neuen Freunden“ zuwendet, falls die Zusammenarbeit mit dem nördlichen Nachbarn unzuverlässig wird. Dies führe dazu, dass „Amerikaner Produkte und Dienstleistungen verpassen“ und die Vereinigten Staaten am Ende „weniger Freunde“ in der Welt hätten, was er als „sehr schlechte Situation“ bezeichnete.

Kanadas Kurswechsel: Eine Folge der US-Politik

Die jüngste Handelsvereinbarung Kanadas mit China ist laut Wolfers zwar besorgniserregend, aber nicht überraschend. Er sieht darin eine direkte Konsequenz der Entwicklung, dass die Vereinigten Staaten in den letzten Monaten zunehmend zu einem unzuverlässigen Freund und Partner geworden sind. Diese Verschiebung in den internationalen Beziehungen unterstreicht die Notwendigkeit einer stabilen und kooperativen Handelspolitik.

Trumps Zölle: Keine Bremswirkung auf Chinas Exporte

Trotz der eskalierenden Handels- und Zollspannungen im vergangenen Jahr konnten die von Präsident Trump verhängten Zölle Chinas Exportmaschine nicht entscheidend beeinträchtigen. Der jüngste Bericht der chinesischen Zollverwaltung (General Administration of Customs) zeigt, dass die Exporte des Landes im Jahresvergleich um 6,1 % auf 26,99 Billionen Yuan (3,87 Billionen US-Dollar) gestiegen sind. Die Importe stiegen hingegen nur moderat um 0,5 % auf 18,48 Billionen Yuan (2,65 Billionen US-Dollar).

Expertenmeinung zu Chinas Exportstärke

Ökonomen wie Gita Gopinath vom Internationalen Währungsfonds (IWF) führen diesen Anstieg der chinesischen Exporte auf die wachsende Nachfrage aus europäischen und ostasiatischen Märkten zurück. Gopinath merkte jedoch an, dass es „schwer vorstellbar ist, dass dies von Dauer sein wird“. Diese Einschätzung deutet auf mögliche zukünftige Veränderungen in der globalen Handelsdynamik hin, auch wenn die aktuellen Zahlen eine robuste Exportleistung Chinas belegen.

Erwähnte Persönlichkeiten